Was sind die Motivationen für Mord in Deutschland?

6 Antworten

Dafür wird es wohl viele unterschiedliche Gründe geben und eine längere Vorgeschichte. 

Für mich hat ja so gut wie alles mit dem Kapitalismus zu tun - es ist ein eher unfaires und asoziales System und das macht die Menschen krank.

Menschen denen es nicht gut geht und wo sich viel anstaut könnten eher dazu neigen so etwas zu tun als ein Mensch dem es gut geht und bei dem alles soweit passt.

Jedoch behebt sowas wohl kaum die eigentliche Wurzel des Übels. 

...und in vorkapitalistischen Zeiten gab es keinen Mord? Da musst du zurück in den Garten Eden und schon knapp danach gab es Stress zwischen Kain und Abel....

1
@Ursusmaritimus

Es gibt wirklich vorkapitalistische Zeiten? 

In einer global ausgerichteten fairen und sozialen Win-Win-Gemeinwohl-Ökonomie könnte ein Mord völlig unnötig und uninteressant werden... weil dann ja alles gut wäre/gut werden würde... 

Alles was sozial, fair und gut für die Gesellschaft ist würde sich in jeglicher Hinsicht nur lohnen. Somit wäre Motivation vorhanden täglich pünktlich in der Arbeit zu erscheinen - diese ordentlich zu machen und an der eigenen Gesundheit und Bildung und an den Fähigkeiten zu arbeiten.

Sofern es sich mehr lohnt als das Gegenteil davon. Wenn es sich aber nicht lohnt jeden Tag pünktlich dort zu erscheinen - wenn es sich nicht lohnt sich zu bilden und ordentlich zu arbeiten dann wird es besonders schwer fallen sich zu motivieren.

Ach - Kain und Abel - du  meinst wegen der Eifersucht... in dem Fall müssten die Menschen ev. erwachsener vom Verhalten her werden und nicht mehr aus jeder kleinsten unbedeutenden Kleinigkeit ein Drama machen... Zeit vorhanden ist ja nun an immer mehr Orten (während es in der Vergangenheit ja häufig an Zeit gefehlt hat) und die Menschen können besser kommunizieren... man kann anders mit vielen Situationen umgehen lernen... konstruktiver werden... empathisch.. verständnisvoll... bereit dazu zu lernen... Gefühle können einen manchmal überwältigen... das ist bei mir auch schon vorgekommen. Doch wenn man das mal weiß und versteht was einen gefühlsmäßig so mitnimmt kann man theoretisch auch daran arbeiten und bei Wiederholung der Situation beim nächsten Mal besser damit umgehen. Es ist ein schleichender Prozess aber ich denke wohl dass Menschen lernfähig sind... und ich kann auch viele gute Veränderungen erkennen, die mir das bestätigen. 

0
@DBKai

Diese kommunistische Grundidee ist ein schönes und hehres Gut. Leider verbleibt die Gier im Menschen und das "Big Face", somit sind immer Gründe für Mord gegeben, auch wenn es weniger Gründe sind.

0
@Ursusmaritimus

Nicht Kommunismus. Davon hab ich doch gar nichts geschrieben. Wieso schreibst du also davon?

Vielleicht solltest du erst genauer nachfragen wie ich mir das System vorstellen anstatt anzunehmen schon alles zu wissen ohne vorher gefragt zu haben... Kommunismus hab ich mit keinem Wort erwähnt und glaube kaum dass es etwas mit dem zu tun hat was ich mir vorstellen würde. 

0
@DBKai

Was unterscheidet deine Gedanken von der Grundidee des Kommunismus, ich kann es nicht erkennen.

Wobei Kommunismus für mich kein Schimpfwort darstellt......im Gegenteil ich erkenne sehr wohl die Probleme einer nichtregulierten kapitalistischen Lebensweise.

0
@Ursusmaritimus

Vielleicht hab ich das Wort noch nicht ganz verstanden. Bin mir immer noch unsicher was ich mir genau unter Kommunismus vorstellen soll. Jeder bekommt gleich viel egal was er macht. Da sinkt dann natürlich die Motivation an sich zu arbeiten und eine gute Leistung zu erbringen komplett in den Keller.

Das System muss ganz eindeutig so aufgebaut sein dass sich alles lohnt was dem Gemeinwohl global dienlich ist. 

  • Person erscheint pünktlich in der Arbeit
  • erbringt konstant eine gute Leistung über einen längeren Zeitraum
  • achtet auf die eigenen Gesundheit
  • bildet sich weiter und erwirbt neue Fähigkeiten
  • verhält sich sozial und man kann normal mit ihr reden

Viele Dinge kann man überprüfen... und sich dafür interessieren dass einen Gutes auf die Dauer ganz klar mehr einbringt als Schlechtes. 

Wenn es so ist, dann würde die Motivation für Gutes steigen, weil es sich ja mehr lohnt als das Schlechte. 

0

Die gleichen wie im Rest der Welt abzüglich Hunger, den hat in D keiner mehr.

Das ist ein Irrtum.

Begib Dich in die deutschen Großstädte und schau, wieviele Menschen tagtäglich bei der Tafel anstehen, weil ihr Einkommen nicht ausreicht für die eigene Lebensmittelversorgung. Ihre Anzahl steigt.

In immer mehr Kleinstädten hast dasselbe Bild.

Die Menschen haben zu wenig Geld für die Grundversorgung oder andersherum: Sie ist für immer mehr Mitbürger zu teuer, aber der Einzelhandel muss auch leben und kann Lebensmittel nicht beliebig verbilligen.

Ein schwieriges Thema. Zu dessen Lösung ist die Politik gefragt.

0
@MatthiasHerz

Es ist jedoch kein echter Hunger, es ist der Bedarf an Nahrungsmitteln und dieser wird definitiv überall in D gedeckt.

Wobei ich mich frage warum diese Menschen nicht genug Geld für ihre Ernährung haben (Einzelsituationen unbenommen). In den 50er Jahren wurde etwa 50% des Einkommens für Nahrungsmittel verwendet (ärmere Schichten entsprechend höhere Prozentzahlen) heute sind es weniger als 15% (wiederum für ärmere Schichten höhere Werte).

Das bedeutet aber das heute Ernährung bedeutend günstiger zu erwirtschaften ist als früher, also verbleibt die Frage in welchen Senken der Rest der Einkünfte versickert und ob diese Senken reduziert werden können.

0

Was möchtest Du wissen?