Was ist die Moritat von Mackie Messer für ein Musikstück?

3 Antworten

Es ist ein Bänkellied!

Moritaten sind schaurige Balladen, Erzähllieder des Bänkelsängers. Umstritten ist die Herkunft des Namens. Es gibt mehrere Möglichkeiten: Entweder vom Lateinischen, erbauliche Geschichte oder aus dem Rotwelsch moores bzw. jiddisch mora: Lärm, Schreck; vielleicht aber auch Verballhornung von Mordtat. Einleuchtend ist aber auch die Erklärung, dass der Ausdruck von Moralité, der Moral herrührt, weil ursprünglich die Moritaten alle eine Moralstrophe hatten; oft sogar wurde später auf Druck der Obrigkeit noch eine beigefügt. Vielerorts mussten die Texte deshalb zuerst der Obrigkeit gezeigt werden.
Im 19. und 20. Jahrhundert gab es eine Wechselbeziehung zwischen dem Bereich der Dichtung und dem Bänkelsang. Kabarettisten und Dichter griffen auf Stilelemente von Moritaten zurück und Bänkelsänger wurden Lyrikern ähnlich. Die Stilelemente waren vor allem die prägnante Schwarz-Weiß-Malerei und die einfachen Verse. Ein Beispiel ist Die Moritat von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht. Bei der Uraufführung in Berlin wurden alle Stilelemente der Moritat, des Bänkelgesangs verwendet: Der Sänger drehte die Drehorgel, deren Walze extra dazu hergestellt worden war, zeigte wie ein Bänkelsänger mit einem Stock auf das entsprechende Schild, die Melodie war einprägsam, die Worte erzählten eindrücklich und bildhaft.

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Diesen Song (ein Bänkellied") kann man wirklich nicht "Arie" nennen, zumal die "Dreigroschenoper" eben nicht wirklich eine echte OPER ist.

Auch von der musikalischen Qualität ist Mackie Messer natürlich nicht mit (z.B. einer Mozart- oder Händel-Arie zu vergleichen.

Da die Dreigroschenoper keine echte Oper ist sondern ein Stück des Sprechtheaters, sind darin vorkommende Lieder auch keine Arien, sondern einfach nur Lieder, die die Handlungsfiguren eben als Teil der Handlung singen.

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