Was ist die FKH OHG, Haftbefehl, Zwangsvollstreckung, Inkasso?

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6 Antworten

Tja da hat wohl jemand einen Titel gegen dich erwirkt.

Gegen einen bestehenden Schuldtitel inhaltlich vorzugehen ist fast ausgeschlossen, aber vielleicht lässt sich formal was machen.

Schreibe das zuständige Amtsgericht an und bitte um zeitnahe Zusendung einer Kopie der Zustellungsurkunde zum Mahn- und Vollstreckungsbescheid.

Gehe zum Einwohnermeldeamt und beantrage eine Melderegisterauskunft (6,- €).

Nehme Kontakt zu deiner Bank auf und wandle dein Girokonto vorsichtshalber in ein P-Konto um, bevor dort eine Pfändung drauf ist.

Alternativ: Beauftrage einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung deiner Interessen.

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Hallo.

Wenn Du einen Brief von der Gerichtsvollzieherin bekommen hast, bedeutet dass, das Du schon im Voraus einige Male darauf hingewiesen worden bist.

Meist geschieht das per Brief. In diesen Briefen oder der Kontaktierung an sich steht dann auch drin, welche Zahlung Du wofür zu leisten hast.

Solltest Du davon "nichts wissen", dann solltest Du dies der Gerichtsvollzieherin sagen und einen entsprechenden Wiederspruch einlegen. Dieser würde dann ge/-überprüft werden und dann entsprechend "weiterbehandelt" werden.

Falls Du jedoch wirklich weißt, wofür Du diese Summe bezahlen musst, solltest Du auf jeden Fall den Termin wahrnehmen und zu bezahlen, denn sonst erwartet Dich eventuell der gerichtliche Beschluss der Vollstreckung.

Das würde dann bedeuten, das Du deine Finanzen offenbaren musst, um zu bestätigen, das Du die Summe nicht bezahlen könntest. Dies müsstest Du dann mit Deiner Unterschrift entsprechend bestätigen, womit Du dann auch zustimmen würdest, das Dir alles, was dein Eigentum ist und über Deine Grundbedürfnisse hinausgeht, gepfändet werden dürfte.

Ich hoffe, das ich Dir mit meiner Antwort behilflich sein konnte.

Viel Glück!

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Kommentar von kevin1905
08.01.2016, 13:31

Solltest Du davon "nichts wissen", dann solltest Du dies der
Gerichtsvollzieherin sagen und einen entsprechenden Wiederspruch
einlegen. Dieser würde dann ge/-überprüft werden und dann entsprechend "weiterbehandelt" werden. 

Nope.

Der Gerichtsvollzieher wird nur dann aktiv, wenn man ihm die vollstreckbare Ausfertigung eines Schuldtitels vorlegt. Diese liegt vor, damit wurde die Schuld des Fragestellers gerichtlich rechtskräftig festgestellt.

Nun geht es draum festzustellen woher diese Leute, die der Fragesteller nicht kennt einen Titel haben.

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Die FKH OHG taucht oft im Zusammenhang mit dubiosen Forderungen auf. Es besteht der Verdacht, dass hier ein Betrugsversuch vorliegt.

Daher solltest du recherchieren, ob es die besagte Gerichtsvollzieherin tatsächlich auch gibt und dass sie in deinem Gerichtsbezirk zugelassen ist.

Sollte das Schreiben sich als echt entpuppen, dann fordere schriftlich den Vollstreckungsbescheid und die Zustellungsurkunde an. Damit könntest du dann nachweisen, dass dieser nicht an deine Adresse zugestellt wurde. Damit kannst du dann zum Anwalt und Widerspruch vornehmen...

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Kommentar von mepeisen
08.01.2016, 13:41

Ich kann auch nur davor warnen, einfach nun blind zu bezahlen. Rede in Ruhe mit der Gerichtsvollzieherin, dass du absolut nichts mit der Forderung anfangen kannst, es eventuell eine Personenverwechslung gibt. Deswegen möchtest du gerne eine Titelkopie, die du gegebenenfalls von einem Anwalt prüfen lässt, sowie einen Aufschub, um das via Anwalt zu klären.

Achte dann, wenn du die Kopie hast, ganz genau darauf, was da drauf steht. Ob die Adresse stimmt bzw. du zum Zeitpunkt auch wirklich da gewohnt hast. FALLS NICHT, unbedingt zu einem Anwalt. Ganz einfach, weil die ganz linke Leute sind. Beim Anwalt dann binnen 14 Tagen Einspruch gegen den VB einlegen und einstweiligen Antrag auf Einstellung der Vollstreckung, sowie Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand.

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Ihr tut ja so, als ob er seine Post nicht lesen würde, find ich schon ein bisschen unverschämt. Es ist aber definitiv so, dass die FKH eine Abzocker-Inkassofirma ist und versucht, leichtgläubigen Menschen Angst mit Titel, Vollstreckung, Gerichtvollzieher etc. zu machen, um unberechtigte Forderungen einzutreiben. Mein Mann hat heute auch festgestellt, dass sein Konto gepfändet wird, obwohl wir nie Post von FKH, von einem Gericht oder von einem Gerichtsvollzieher bekommen haben. Auf Nachfrage beim zuständigen Vollstreckungsgericht kam sogar heraus, dass es gar keinen Titel gegen meinen Mann gibt und auch keinen Überweisungs- und Pfändungsbeschluss, der für eine Kontopfändung benötigt wird. Ich würde daher an deiner Stelle mal bei deinem zuständigen Vollstreckungsgericht anrufen und nach dem Titel fragen, auch, ob die Gerichtsvollzieherin dort bekannt ist. Wenn es keinen Titel gibt, kann auch nicht gepfändet werden, dann musst du zum Anwalt, der regelt das dann. Ich finde es unfair, dass von allen gleich immer unterstellt wird, dass man ja wohl was mitbekommen hätte müssen oder seine Post nicht aufmacht bzw. ignoriert. Solche Abzockerfirmen schrecken vor keiner Masche zurück, deshalb sind auch nicht alle Forderungen von Inkassounternehmen auch rechtmässig.

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So ahnungslos, wie du hier tust, kannst du eigentlich gar nicht sein. Einer Zwangsvollstreckung gehen Rechnungen, Mahnungen, Mahnbescheid/Klage, Vollstreckungsbefehl/rechtskräftiges Urteil usw voraus. All das hast du nicht gesehen/mitbekommen?? Das ist sehr unwahrscheinlich.

Oder glaubst du, dass eine Verwechslung mit einer anderen Person vorliegt? Aber auch in diesem Fall hattest du ausreichend Gelegenheit im Zivilgerichtsverfahren, diesen Aspekt vorzutragen.

Wenn die Forderung rechtens ist, solltest du das Geld bezahlen. Es kann nur teurer und nicht billiger für dich werden. Je mehr die Gerichtsvollzieherin tätig werden muß, desto mehr Gebühren fallen für dich an.

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Kommentar von kevin1905
08.01.2016, 13:35

Das ist sehr unwahrscheinlich.

Ist mir auch schon passiert. MB/VB gingen an die Adresse meiner Mutter. Zweifamlienhaus, nur ein Briefkasten. Hat nie jemand mitbekommen.

Erst gemerkt als in meinem Schufa Auszug ein tituliertes Saldo auftauchte. War ziemlich Aufwand den Driss loszuwerden.

Oder glaubst du, dass eine Verwechslung mit einer anderen Person vorliegt?

Möglich.

Aber auch in diesem Fall hattest du ausreichend Gelegenheit im Zivilgerichtsverfahren, diesen Aspekt vorzutragen.

Es gab vermutlich nie ein streitiges Verfahren, in dem man hätte irgendwas vortragen können.

Wenn die Forderung rechtens ist, solltest du das Geld bezahlen.

Auf jeden Fall, aber wenn sie unberechtigt ist, muss man recherchieren wie das sein kann.

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Kommentar von mepeisen
08.01.2016, 13:43

Gerade FKH und UGV sind die absolut unseriösesten der Zunft. Die haben keine Probleme damit, Personen absichtlich zu verwechseln, Titel mit erfundenen Beweisen umschreiben zu lassen usw. Die saßen schon mehrmals auf der Anklagebank in Strafverfahren. Die benennen sich dann teilweise um, irgendwo taucht ein neuer Geschäftsführer ab, aber sie machen dann trotzdem weiter wie zuvor.

Zumindest skeptisch sollte man sein und alles genauestens überprüfen.

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Vielleicht fragst du mal die Gerichtsvollzieherin? Die hat die Unterlagen dazu. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass du darüber nicht schon Bescheid bekommen hast. Briefe ab und an mal aufmachen und lesen!!!

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