Was ist die buddhistische Todes Meditation?

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4 Antworten

Ich bin Buddhist und schließe mich Anxxdrea an - du meinst vermutlich Phowa.

Die Phowa-Praxis wird im Vajrayana-Buddhismus gelehrt (meist unpräzise und verallgemeinernd "tibetischer Buddhismus") genannt.

Tatsächlich gibt es Lamas und ihre Anhänger die erklären, nach einer Einweihung in die Phowa-Praxis und entsprechender Übung, werde die Fontanelle am Schädel weicher, oder es trete eine Art Flüssigkeit aus.

Für mich persönlich sind das Praktiken, die mit der Lehre des Buddha nichts zu tun haben und ich halte sie für fragwürdig.

Wikipedia hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/Phowa

Kritik: http://der-asso-blog.blogspot.de/search?q=phowa

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Kommentar von Draggyblackdots
25.07.2016, 15:21

Zu dem Inhalt, den du verlinkt hast:
Es sagt auch immer etwas über den eigenen Geist desjenigen aus, der Dilgo Kyentse Rinpoche ausschließlich im Zusammenhang mit irgendeiner Magie-Story erwähnt. Ich habe noch nie so eine Story über ihn gehört, dagegen interessiert mich seine Lehre. Dass es solche Stories gibt weiß ich aber, bestimmt kursieren sie über jeden historischen Meister. Setzt sich hier im Westen nur nicht so durch diese Sachen weiter zu erzählen. Außer eben man möchte sowas gerne im Geist tragen.

 Es sind hohe Erwartungen an ein Stammesvolk, solche Stories nicht haben zu sollen. Das wird gerne vergessen, dass die Tibeter ein Stammesvolk ohne jede moderne Wissenschaft waren, als die Chinesen einfielen und sich der Vajrayana in der Welt verbreitete. Und natürlich verstand nicht jeder Bauer und Nomade die Dzogchen-Philosophie. Das verstand auch nicht jeder Mönch der das eigentlich studierte.

 Bis heute haben viele Tibeter wenig Zugang zu moderner Bildung. Es gibt auch viele "Volks-Buddhisten" unter ihnen, das heißt sie studieren auch ihre eigene Religion her in den anspruchsvollen Teilen nicht. Naja, und solche Tibeter erzählen halt mal Magie-Stories. Westliche Vajrayana Buddhisten lassen solche Magie-Stories aus Mitgefühl unbeachtet, wenn man mal einem Tibeter begegnet, der sowas noch erzählt. Ist mir schon passiert. Er kann in unseren Buchstaben nicht lesen.Sein wissenschaftliches Verständnis ist gleich Null. Ich hab höflich zugehört als er über Zombies erzählte ;) Aber ich setz das doch nicht ins Netz....

 

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Eine ähnliche Frage habe ich schon mal beantwortet!

Kann man bei buddhistischen Meditationen wirklich Löcher in den Kopf bekommen?

stimmt das ? in meinem bekanntenkreis ist eine buddhistin, die bahauptet, dass man löcher in den kopf bekommen kann...

Ja klar die Meditationspraxis heißt Phowa und wird im tibetischen Buddhismus gelernt.

Ist aber geheim Lama Ole Nydahl sagte dazu auf die folgende Frage:

Frage: Darf man über das Phowa und die damit verbundenen Belehrungen

mit Leuten reden, die die Praxis selber nicht gelernt haben ?

Lama Ole Nydahl: Ihr solltet wissen, daß Ihr diese Praxis nicht

weitergeben, nicht lehren könnt. Ihr dürft auch die Details davon nicht
erklären oder darüber schreiben. Was Ihr hier bekommen habt, habt Ihr
für Euch und solltet es auch für Euch behalten.
Ihr könnt aber schon sagen, daß es etwas ganz Tolles mit dem Namen
»Phowa« gibt, was den Leuten bei ihrem Tod wirklich hilft. Ihr könnt den
Leuten sagen, daß man beim Sterben denken soll, daß der Buddha des
Grenzenlosen Lichtes über ihrem Kopf ist und daß sie denken sollen: »Ich
will dahin«. Aber erklärt nicht die Visualisation und die damit
verbundenen Mantras.
Eine Ausnahme ist, wenn die Leute gerade im Sterben liegen und sie diese
Hilfe brauchen. Dann könnt Ihr es tun.

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Phowa ist die Sterbemeditation im Vajrayana-Buddhismus. Solche Sachen wie mit dem Loch im Kopf sollte man nicht so wichtig nehmen. Es ist eben tantrischer Buddhismus, bzw auch der Bön-Schamanismus ist in den Vajrayana-Buddhismus integriert. Es wird noch Buddhismus genannt, weil das Ziel immer die Erleuchtung ist. Sich zu verbreiten zu solchen Themen wie "Loch im Kopf", Hellsehen, Magie usw ist nicht angesagt für Vajrayana-Buddhisten.
Wenn man also zu einer Phowa- Medation geht ist erst mal dran, gesammelt zu meditieren nach Anleitung. Die Fähigkeit der Sammlung wird eben nicht besser wenn man gerne von solchen Themen schwahfelt.

 Wenn ich mich jetzt erinnere kenne ich jemanden, der behauptet dieses Loch im Schädel zu haben durch die Phowa Übertragung aber ich habe da gar nicht weiter nachgefragt.
Entscheidender ist beim Phowa die Energiearbeit mit dem Zentralkanal und den Chakren. Man sollte im Sterben der Körper über das Kronenchakra verlassen. Das ist tantrischer Buddhismus, es geht nicht auf den historischen Buddha Shakyamuny zurück, sondern auf Lord Padamasmbhava, den wir genauso "gläubig" für einen Buddha halten, wie wir und andere Buddhisten auch den Buddha Shakyamuni für einen erleuchteten Buddha halten.

Dieses Glauben bringt nicht soo unendlich viel man muss die Meditationstechniken einfach ausprobieren. Es geht um die Arbeit mit dem eigenen Geist und nicht um Löcher im Kopf. Die gibt es eventuell auch.

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Kommentar von Draggyblackdots
25.07.2016, 15:27

allerdings dieses Zitat aus dem verlinkten Text ist genau auch das, was bei uns so die Haltung zu den "Magie-Effekten" ist:

 "Das Entscheidende ist jedoch, dass es sich bei nüchterner Betrachtung um völlig unsinnige Effekte handelt, die niemandem irgend etwas bringen als einen Ego-Kick, also das Gegenteil von dem, was der Dharma bezwecken will."

Nur das "völlig unsinnig" fällt weg. Ein Effekt halt. Das wird eher mit zenniger Gelassenheit gesehen, als sich drüber aufgeregt, dass dieser Effekt unsinnig sei. "Igitt ein Effekt" ist auch nicht besser als "Wow, was für ein toller Effekt!!" Die erstere Reaktion nennt man Ablehnung, die letztere Anhaftung.

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Du meinst sicherlich phowa meditation... das ist eine Meditation wo man sich auf den tod vorbereitet...
Also nichts mit löchern im kopf ;)
Das stammt aus dem tibetischen Buddhismus

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