Was ist die Botschaft des Buches Madame Bovary?

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2 Antworten

Die ganze Story ist heutzutage wohl schwer nachzuvollziehen. 1856 sah es um Sittlichkeit, Familienleben, Lebensweise in Dorf/Stadt, ganz anders aus als heute.

Es hat vom Autor den Untertitel Ein Sittenbild aus der Provinz bekommen. Gleich nach der Veröffentlichung wurde Flaubert sogar angeklagt und vor Gericht gestellt: er würde den Ehebruch verherrlichen.

Emma hat überspannte Ansprüche ans Leben. Mit ihrer Ehe ist sie unzufrieden, ihr Mann scheint ihr "zu gewöhnlich", auch die Mutterschaft erfüllt sie nicht. Das Leben in der Kleinstadt ist ihr zu trist und beengend. Gleichzeitig ist aber auch sie selbst nicht geistreicher als ihr Umfeld, eben eine Bauerntochter.

Zugleich ist sie recht naiv. Man kann sagen, selbst als gestandene Frau träumt sie vom Märchenprinzen, der ihr "irgendwie doch zusteht". Um aus ihrer Tristesse auszubrechen beginnt sie eine Affaire. Das bringt ihr zwar Abwechslung, weil es unsittlich ist. Sie fühlt sich dadurch als etwas besonderes. So eine Affaire ist aber keine echte Perspektive.

Gleichzeitig verplempert sie reichlich Geld das sie nicht hat für überflüssiges. Weil ihr Ehe und Familie gleichgültig sind, hat sie dabei keine Gewissensbisse. Sie versucht, dann die angehäuften Forderungen "aus der Welt zu schaffen", schränkt sich aber immer noch nicht ein. Als es ihr nicht gelingt die Gläubiger zu befriedigen, bringt sie sich mit gestohlenem Gift um.

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Die Bedeutung von "Madame Bovary" ist auf https://discourse.at/ ganz gut beschrieben. Mir hat's geholfen :-)

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