Was ist die beste Oper?

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Das ist nicht so leicht zu beantworten. Die beste Oper? Von den Verkaufszahlen der Tickets her, könnte man vielleicht recherchieren. Aber auch danach richten sich die Opernhäuser nicht immer. Bei unserem laufen die unterschiedlichsten Werke, oft auch unbekanntere. Das ist natürlich etwas riskant und experimentierfreudig, finde ich aber lobenswert. Aber wie Du selbst auch schreibst, muss man natürlich nicht die, die am populärsten sind, auch selbst mögen. Bei mir ist es eine Mischung aus bekannten und weniger aufgeführten Opern, die etwa folgendermaßen aussieht:

Barock:

  • Vivaldi - Orlando Furisoso
  • Händel - Giulio Cesare / Acina / Aggripina
  • Rameau - Platee / Dardanus / Hippolyte et Aricie

Klassik:

  • Mozart - Le nozze di Figaro

Romantik:

  • Tchaikovsky - Eugen Onegin
  • Mussorgsky - Boris Godunov / Khovanshchina
  • Wagner - Der Ring des Nibelungen / Parsifal / Tristan und Isolde
  • Berlioz - La Damnation de Faust / Les Troyens
  • Puccini - Tosca / Madama Butterfly
  • Offenbach - Hoffmann's Erzählungen / Die Rheinnixen

Moderne:

  • Prokofiev - Love For Three Oranges / War & Peace / The Gambler
  • Shostakovich - Lady Macbeth Of Mtsensk (Katerina Izmailova)
  • Britten - Peter Grimes / Billy Budd / A Midsummer Night's Dream
  • Korngold - Die tote Stadt

Ah, schön. Vivaldi, Händel, Rameau mag ich auch, von denen ist eigentlich alles gut. Le Nozze de Figaro gehört m.E. zu den musikalisch anspruchsvolleren Opern Mozarts. mit den moderneren Sachen habe ich mich noch gar nicht so beschäftigt, da kenne ich nur einzelne Stücke, aber auch da ist vieles nicht schlecht.

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@harrbart

Rameau ist mein Favorit aus der Epoche Barock, ich kenne fast alles von ihm, dicht gefolgt von Domenico Scarlatti, von dem mir allerdings nur die Sonaten bekannt sind. Falls Du Dich irgendwann nochmal näher mit der Moderne befassen willst, empfehle ich auf jeden Fall die von mir genannten Opern. Von Prokofiev eigentlich alles, nur "The Fiery Angel" gefällt mir nicht so gut. Shostakovich hat eigentlich nur zwei Opern geschrieben - die bereits genannte und "The Nose", welche man aber nicht unbedingt gehört haben muss :-) Und Britten ist auch interessant, vor allem "Peter Grimes" - insgesamt eine meiner Lieblingsopern, ich kann Teile davon mitsingen (wenn es keiner hört :-) Sie lief in der letzten Saison in unserer Oper, ich hatte Karten und wollte dieses Werk seit Jahren mal live erleben. Was passiert? Ich bin an dem Tag krank und habe umsonst bezahlt und muss jetzt wahrscheinlich zwei Jahre warten, bis es wieder aufgenommen wird in den Spielplan der Oper. "Die tote Stadt" von Korngold hat noch viele Einflüsse aus der Romantik. Moderne ist für mich ok, solange es nicht atonal wird :-)

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Das ist Geschmackssache. Ich z.B. bin beruflich durch meine Tätigkeit als Beleuchter in die Opernszene "geflutscht". Musikalisch liegen da Welten zwischen dem, was da auf der Bühne passiert und meinem persönlichen Musikgeschmack (80er Synthpop, Wave, Independent). Aber dennoch habe ich da meine Favoriten, was aber natürlich je nach Inszenierung von Haus zu Haus sehr schwanken kann. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass das Auge mitisst. Guter Gesang mit scheiB Bühnenbild oder statischem Schauspiel geben automatisch Punktabzug.

Meine Lieblingsstücke (Theater Hagen):

  • Fairy Queen (Ein Sommernachtstraum)
  • La Traviata
  • Ein Maskenball

Qualität ist nicht Geschmacksache. Die Frage ging nach der besten Oper.

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Meinst du Fairy Queen von Purcell?

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@harrbart

Ich habe 2010 eine geniale Inszenierung von vorne bis hinten begleitet und jedesmal den Verfolger bedient. Das Haus war m.W. immer gut gefüllt, allerdings wurde auch jedesmal der italienische Countertenor Filippo Mineccia eingeflogen.

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@electrician

Filippo Mineccia? Ich glaube, der ist inzwischen wieder in der Versenkung verschwunden, der Name sagt mir nichts. Momentan sind eher Leute wie Franco Fagioli, Philippe Jaroussky, Max Emanuel Cencic, Valer Sabadus etc. gefierte Countertenor-Stars.

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"Die Beste" - Das liegt wohl im Auge des Betrachters.

Ich fand schon in der Hauptschule "Die Zauberflöte" musikalisch sehr toll! Die Geschichte ist vielleicht bissel, wie soll man sagen: Inkohärent? Aber die Musik ist geil!

Dann gibts noch "Der Schwanensee". Ich kenne entsprechende Aufnahmen nur über Youtube.

Dann noch "Peter und der Wolf" und "in der Halle des Bergkönigs"

Wie Du siehst, halte ich mich noch bei der populären klassischen Musik auf. Aber ich bin diesbezüglich "bekehrbar". Und ich lasse nebenher ein Stück aus der von Dir genannten Oper laufen. :)

Seit wann hört man in der Hauptschule Opern?!

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@harrbart

Du meinst vielleicht "bis wann". Als ich in die Hauptschule - vor ähm ca. 30 Jahren - ging, hat uns unser Musikleherer die Zauberflöte vorgespielt und ich war begeistert.

Seinerseits war mein Lehrer evtl. auch davon begeistert oder überrascht, dass ich drei Soundtrack-Schallplatten von "STAR WARS" hatte. John Williams kann was.

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@RubberDuck1972

Ach so, früher. Das muss aber lange her sein. Ich glaube, bei heutigen Hauptschülern könnte man schon froh sein, wenn denen der Name Beethoven nicht gänzlich unbekannt ist. Aber, wenn du als ehemaliger Hauptschüler klassische Musik hörst, dann ist das schon beachtlich. Ich war auf einem Gymnasium mit Schwerpunkt Musik und selbst dort hat kaum jemand klassische Musik gehört.

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@RubberDuck1972

Ein Hund namens Beethoven.. oh je.

Ja, die meisten Leute haben einfach einen extrem primitiven und der aktuellen Mode unterworfenen Geschmack, und das nicht nur in musikalischer Hinsicht.

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