Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer linken und einer rechten Partei (keine Extremen!)?

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11 Antworten

Tja, das fragt man sich mit zunehmendem Alter sowieso. In jungen Jahren läßt man sich noch von den wohlklingenden Programmen begeistern und jede der Parteien hat da sehr schön klingende Abstrakta, vollgestopft mit postiver Emotion wie z.B. GERECHTIGKEIT, FREIHEIT usw., usw.. Man ist selbst so erfüllt von diesen tollen Worten und Rettungsankern für eine Menschheit auf der schiefen Bahn und merkt gar nicht, dass man die eigenen Welterlösungswunschträume auch den tollen Worten der politischen Programme unterstellt.

Das ändert sich langsam, wenn man in den Arbeitsprozess kommt und am Lohnzettel feststellen muss, dass man für das hohe Gedöns löhnen muss. Und das nicht zu knapp. Und dann kommen sie wieder mit FREIHEIT, GERECHTIGKEIT und SICHERHEIT usw., usw., und es beginnt das Fragen: Wieviel wollen sie jetzt schon wider von Dir abkassieren, weil sich hinter den tollen Begriffen nur die typische Geldgier aller Politiker versteckt hält. Inzwischen weiß man: Was immer sie Dir versprechen, sie halten es doch nicht, es wird nur teurer!

Da ist Dir links oder rechts egal. Du schaust nur noch: Was ist das kleinere Übel. Vor dem geistigen Auge erscheint ein Warnschild: DIe Wahl dieses Politikers kann Dich teuer zu stehen kommen! Egal ob links oder rechts: Immer wenn die Politiker sagen: Wir müssten das und das haben, dann bedeutet das immer: Von Dir wird abkassiert und die geben es aus. Weil das meistens nicht reicht, was sie sich abzukassieren trauen, um die Wähler nicht zu verprellen, überziehen sie und nehmen Kredite auf. D.h. sie laden ungefragt die überschüssigen Kosten künftigen Generationen auf. In der Beziehung sind allerdings die von der linken Seite Weltmeister.

Dann lohnt sich je nach Partei genau hinzuschauen, vor allem wenn so ganz großspurige Versprechen gemacht werden und ab morgen nach deren Plan das Paradies ausbricht: Wo wollen sie es hernehmen? Wenn so tolle Worte kommen wie "Soziale Gerechtigkeit" - was ist "Sozial Gerecht" und wer bestimmt das überhaupt? Wenn diese Politiker vorgeben, was sozial gerecht ist, von wem nehmen sie' s und werden die gefragt? Meine Erfahrung: Es hieß immer, dass man DIE REICHEN abkassieren müsse. VORSICHT: Wenn die Geld brauchen ist man schneller bei den Reichen als man denkt. Da hast Du Dich zum Meister hochgearbeitet, ein Häuschen für die Familie gebaut und dann gehörst Du auf einmal zu den Reichen, jedenfalls was das abkassieren angeht. (Das Problem ist, an die wirklich Reichen kommen sie nicht ran. Die haben sich nicht selten mit Hilfe der Politiker dem Fiskus entzogen.) Da rentiert es sich, wieder mal in die Bibel zu schauen: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, nicht an den schwülstigen Parteiprogrammen!

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Hei, HamiltonJR, wenn man gutwillig ist: Die Linken setzen mehr aufs Wohlergehen des einzelnen und betreiben eine Politik der Solidarität = dass alle zusammenstehen; demgegenüber liegt das Schwergewicht rechter Parteoen eher auf dem Wohlergehen der Nation, des Staates, des Volkes und verlang ggf. dafür auch "Opfer" vom einzelnen.

Im Endeffekt kommt´s auf dasselbe heraus: Sie wollen das Volk gängeln, weil sie angeblich besser wissen, was gut für die Menschen ist. Und so. Grüße!

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Das ist gar nicht so leicht zu beanworten...

Allgemein gesehen, legen Parteien umso mehr Wert auf das Gemeinwohl und die soziale Gerechtigkeit, je linker sie sind.. Ein Beispiel dafür zum Beispiel der Mindestlohn.. Es wäre auch typisch links, eine 'Reichensteuer' oder so einzuführen und von dem Geld Ärmere zu unterstützen.. Es geht im Prinzip darum, vor allem sozial schwächere Menschen zu fördern.

Und je rechter, umso konservativer (also Wertlegung auf die Bewahrung von alten Zuständen) sind die Parteien.. Gemäßigtes Rechts steht auch für Kapitalismus und das Wohl der einzelnen Leute.

Ich hoffe das stimmt.. Wenn ich mich irgendwo vertan habe, tuts mir leid.

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Es kommt eigentlich immer auf die jeweilige Partei an, aber vom Menschenbild her findet man links eher Leute, die das Allgemeinwohl (Gesundheitswesen, Bildung, ...), Fortschritt und Gerechtigkeit im Sinne der Aufhebung etwa von Ungleichheiten und Intoleranz wollen. Oft ist hier der Staat das Mittel zum Zweck.

Rechts ist das Menschenbild eher im Bezug zu Individualität (obwohl das nur nahe der Mitte wirklich der Fall ist und weiter rechts dann schon kippt...), weniger Zentralisierung, weniger Fortschritt / Veränderungen und bei Gerechtigkeit im Sinne von Genugtuung ("Auge um Auge") liegt.

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  • links = sozialistische Parteien (streben mehr soziale und politische Gleichheit an)
  • rechts = konservative Parteien (individuelle Freiheiten sind wichtiger als Gleichheit)
  • (zentral = Parteien, die mit dem aktuellen Zustand im Wesentlichen zufrieden sind)

Dennoch sind alle 3 Richtungen demokratisch und befinden sich mit ihren Vorstellungen innerhalb des vorgegebenen Rahmen der Verfassung.

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Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer linken und einer rechten Partei (keine Extremen!)?

  • Rechts = "Erst die Wirtschaft, dann der Mensch" (Der Mensch hat der Wirtschaft zu dienen.)
  • Links = "Erst der Mensch, dann die Wirtschaft" (Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen.)

Diese Formel ist zwar stark vereinfacht, aber sie bricht es auf den essenziellen Kern herunter, an dem du mit großer Sicherheit erkennen kannst, ob es sich um eine rechte oder linke Partei handelt.

Die Ausnahmen in Form "extremer Parteien", etwa NPD und der NPD-nahe Flügel, sowie aktuell auch der zentrale Kern der AfD, sind auf diese Weise jedoch nicht klassifizierbar, da sie typischerweise dazu neigen, in allen Lagern zu "klauen", um sich um die zentralen und im Regelfall inhaltsleeren Kerne (meist Rassismus, Xenophobie, Nationalismus, etc.) ein halbwegs glaubhaftes Programm zu zimmern, das Wähler und Anhänger anlocken soll. Hier braucht es also einen genaueren Blick; aber das hast du ja schon ausgeschlossen.

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Die "rechten" Parteien (Wirtschaftsflügel der AfD, CDU, CSU, FDP, SPD, GRÜNE) gehen davon aus, dass eine funktionierende Wirtschaft oberste Priorität hat und den Kern jeder Gesellschaft bilden muss. 

Dem hat sich die gesamte Gesellschaft mehr (AfD, FDP, CSU, CDU) oder weniger (GRÜNE, SPD) bedingungslos unterzuordnen. Frau Merkel nannte das vor einiger Zeit mal eine "marktkonforme Demokratie".

Die "linken" Parteien (DIE LINKE, DKP, MLPD) gehen genau anders herum an die Sache heran: Für sie ist der Mensch der Mittelpunkt; und die Wirtschaft existiert nur, um die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen zu erfüllen. Also hat sie sich den Anforderungen der Menschen unterzuordnen. 

Sie fordern also als Antipode zur merkelschen Einlassung quasi eine "demokratiekonforme & soziale Wirtschaft". Und das in unterschiedlichen Ausprägungen; von "sozialem Kapitalismus" (Realo-Flügel der LINKEN) bis "Kommunismus, in dem es kein Privateigentum an Produktionsmitteln mehr gibt, und daher auch niemand mehr ausgebeutet werden kann" (MLPD).  

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Kommentar von barfussjim
20.08.2016, 03:28

"Rechts = "Erst die Wirtschaft, dann der Mensch(Der Mensch hat der Wirtschaft zu dienen.) Links = "Erst der Mensch, dann die Wirtschaft(Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen.)"

Inhaltsleere Phrasen, die Alles und Nichts bedeuten können. Wie als ob man die Kategorien "Mensch" und "Wirtschaft" so einfach voneinander trennen könnte..

"...gehen davon aus, dass eine funktionierende Wirtschaft oberste Priorität hat und den Kern jeder Gesellschaft bilden muss". 

Auch jeder Linke, Sozialist und Kommunist sieht eine "funktionierende Wirtschaft" als Bedingung für eine funktionierende Gesellschaft an. Eine "bedingungslose Unterordnung" des Menschen unter (plan-)wirtschaftliche Erfordernisse, die nicht selten mit Gesundheit und Leben bezahlt wurde, fand vor einigen Jahrzehnten ebenso in der DDR, der Sowjetunion und der Volksrepublik China statt - dort sogar in besonders verschärfter Form.

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Politisch rechts: Von mir verschiedene Menschen sind mir oftmals unterlegen und haben nicht das gleiche Anrecht auf Freiheit und Reichtum wie ich es habe.

Politisch links: Viele von mir verschiedene Menschen sind mir, da sie auch nur Menschen sind, gleichgestellt und verdienen somit auch eine gleiche, faire Behandlung. 

Mit Wirtschaft haben diese politischen Grundorientierungen kaum etwas zu tun. Nur ist der Liberalismus eine zwangsweise leicht bist stark rechte Wirtschaftsform.

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Schau dir doch mal diverse entsprechende Homepages dieser beiden Lager an, dann fällt dir doch rasch auf, dass die 2 Richtungen auf ganz anderer Wellenlänge "funken".


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Links: mehr Umverteilung, mehr Staat, weniger freie Marktwirtschaft

Rechts: das entsprechende Gegenteil

So würde ich Links und Rechts in wirtschaftlichen Fragen unterscheiden, geht es um gesellschaftliche Belange wird es ungleich schwerer.

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Politisch gibt es die Einteilung rechts und links.
Rechts ist klar, es geht rechtsherum, mit Meinung und Politik.
Links geht es entsprechend linksherum.

Im Bundestag, vom Rednerpult aus betrachtet, sitzen von links nach rechts:
Die Linke, Die SPD, Die Grünen, die CDU/CSU, rechts von der CDU/CSU sitzt ab nächstem Jahr die AfD.
Soweit so eindeutig.

Nimmst Du die Politik der letzten Jahre, ist die SPD neoliberal, noch etwas rechter als die SPD.
Das wird politisch als die vorgebliche Mitte bezeichnet.
Reines Ammenmärchen, links ist links und rechts ist rechts.
Die SPD ist neoliberal und damit rechts.

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Links und rechts sind 2 völlig verschiedene politische Richtungen, sogar die 2 Hauptrichtungen.

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