Was ist der Vorteil eines Kleinunternehmens?

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4 Antworten


Stimmt es, dass die Umsätze eines Kleinunternehmens bei der Ermittlung der Einkommenssteuer nicht beachtet werden.

Umsätze nicht, Gewinne oder Verluste aber und die hast du zu ermitteln, entweder formlos oder mittels der EÜR. Die Abgabe der Einkommensteuererklärung inklusive Anlage G ist verpflichtend vorgeschrieben.

Umsatz ist AUSSCHLIESSLICH für die Umsatzsteuer relevant.


Im Moment habe ich für den Job als Fahrradkurier kein Kleinunternehmen, sondern arbeite selbstständig mit Gewerbeschein.

Die Aussage ist sinnfrei.

Wenn du ein Gewerbe anmeldest und deinen Umsatz auf <= 17.500,- € p.a. schätzt, dann bist du automatisch Kleinunternehmer, sofern du nicht aktiv zur Regelbesteuerung optierst (§ 19 Abs. 1 und 2 UStG).

Wenn deine Kunden mehrheitlich vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer sind, wäre die Kleinunternehmerregelung ohnehin nicht von Vorteil.


Am Ende des Jahres werden alle Einkünfte (die schon versteuerten
Einkünfte als Angestellter und die Umsätze als Fahrradkurier)
zusammengezählt und ich muss nochmal Steuer auf das bereits versteuerte Einkommen als Angestellter zahlen.

Auch das ist falsch.

Nochmal: Umsätze sind nicht relevant für die Einkommensteuer.

Wenn du 100.000,- € Umsatz machst aber 99.999,- € an Betriebsausgaben hast, beträgt dein Gewinn 1,- €. Nur dieser 1,- € ist für die Einkommensteuer relevant.

Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer (§§ 38 ff EStG). Diese wird bei Ertmittlung der Einkommensteuerschuld natürlich angerechnet.

Es gibt keine Doppelbesteuerung.

Für Einkünfte aus Gewerbebetrieb gibt es aber keinen Quellensteuerabzug und wenn das FA keine Vorauszahlungen (§ 37 EStG) festgesetzt hat, musst du halt am Ende des Jahres die Differenz zwischen Lohnsteuer und geschuldeter Einkommensteuer in einem großen Batzen bezahlen.

Das sollte dich freuen, Nachzahlung heißt, dass du erfolgreich bist.

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"Stimmt es, dass die Umsätze eines Kleinunternehmens bei der Ermittlung der Einkommenssteuer nicht beachtet werden. "

Nein

"Am Ende des Jahres werden alle Einkünfte (die schon versteuerten
Einkünfte als Angestellter und die Umsätze als Fahrradkurier)
zusammengezählt und ich muss nochmal Steuer auf das bereits versteuerte
Einkommen als Angestellter zahlen."

Auch nein, wie kommst Du da drauf? Dein Einkommen als Selbstständiger wird (Betriebkosten abgezogen) zu dem Einkommen als Angestellter dazugezählt. Auf die Gesamtsumme ist die Steuer zu zahlen. Die Lohn-/Einkommenssteuer ist eine Jahressteuer, das was Du als Angestellter jeden Monat zahlst, ist eine Art Monats-Vorab-Zahlung.

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Hi,

die Umsätze eines Kleinunternehmers werden natürlich bei der Ermittlung der Einkommenssteuer berücksichtigt. 
Du hast  auch kein Kleinunternehmen und Du bist auch  kein Kleinunternehmer - Du bist lediglich Gewerbetreibender, der die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt oder nicht.
Die Kleinunternehmerregelung ist nur ein Aspekt der Umsatzsteuer.

Liegen Deine Umsätze unter einer jährlichen Grenze, kannst Du die Kleinunternehmerregelung beanspruchen und musst keine Umsatzsteuer ausweisen. Liegen die darüber, bist Du raus aus der Kleinunternehmerregelung.

LG


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Das zu korrigieren ist mir jetzt zuviel, vielleicht mag jemand anders. Alles was du schreibst ist komplett falsch bzw. völlig falsch verstanden.

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