Was ist der Vorteil einer Unfallversicherung gegenüber einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

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9 Antworten

Das sind zwei vollkommen verschiedene Sparten der Versicherungswirtschaft. Ein direkter Vergleich ist da gar nicht möglich

Bei einer Unfallversicherung wird der bestehende Gesundheitszustand nur allgemein abgefragt "Sind Sie zur Zeit vollkommen gesund?"

Und dann leistet sie natürlich nur bei Unfällen. Was ein Unfall ist, ist dabei genau definiert.

Eine BU Versicherung deckt dagegen einen genau bezeichneten Beruf ab und wird dementsprechend kalkuliert.

Gesundheitsfragen werden sehr ausführlich gestellt, und müssen selbstverständlich ebenso ausführlich beantwortet werden. Daraus ergibt sich dann die Risikoeinschätzung und wird die Prämie berechnet

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Die einzige Gemeinsamkeit der beiden Versicherung liegt in einer Beeinträchtigung Deiner Gesundheit für die beide Zahlungen anbieten.

Ansonsten nicht direkt vergleichbar. Wie z.B. Vergleich zwischen Banane und Fußbad - beide verändern Dein Wohlbefinden.

Unfallversicherung:

Voraussetzung der Zahlung ist: 

A) es war ein Unfall (Definition siehe wikipedia und genauer die Versicherungsbedingungen)

B) Es besteht dauerhaft ein Verlust der Nutzung eines Körperteils (Gliedertabelle)

Natürlich gibt es noch Nebenleistungen die versichert werden können aber das sind wie gesagt Nebenleistungen um das Gesamtpaket "schmackhaft" zu machen. Es wird bei der Hauptleistung nicht geprüft wie der Verlust der Nutzung auf Dein Leben einwirkt und es wird eine Einmalzahlung geleistet.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Voraussetzung der Zahlung ist die Unfähigkeit Deinen Beruf weiter auszuüben und damit Geld zu verdienen, es wird eine Rente gezahlt solange bis a) entweder die Vertragslaufzeit zu Ende ist oder b) die Behinderung nicht mehr besteht oder c) Du einen anderen Beruf ausüben kannst (mit vielen wenns und aber und unterschiedliche Regelungen über abstrakte oder konkrete Verweise auf andere Berufe)

Die Ursache dieser Unfähigkeit ist meist nicht von Belang (natürlich wieder mit Ausnahmen wie Unruhen, Krieg, ob im Ausland usw.)

Und um die Sache vollends zu verkomplizieren gibt es noch Versicherungen für schwere Krankheiten. So ähnlich wie die Unfallversicherung. Wenn eine genau definierte schwere Krankheit (es gibt dann bei Abschluss entsprechende Kataloge) eintritt dann wird eine Einmalzahlung fällig. 

Das ist in erster Linie für Menschen mit Vorerkrankungen die keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen.


Und um auf Deine Frage einfach zu antworten:

Eine Unfallversicherung ist billiger weil sie nur geringere Wahrscheinlichkeit hat.

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Ein Unfall führt nicht zwangsläufig zu einer dauerhaften Berufsunfähigkeit, bei der die Berufsunfähigkeitsversicherung erst greifen würde. Dazu müßte die Berufsunfähigkeit auch zunächst einmal festgestellt werden.

Nach einem Unfall greift die Unfallversicherung entsprechend der vereinbarten Bedingungen.

Es sind also zwei komplett verschiedene Bereiche.


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Auch will nochmal verdeutlichen, was jeweils genau versichert ist. Bei der Unfallversicherung geht es im Kern darum, dass bei Invalidität (DAUERHAFTE Einschränkung nach einem erlittenen Unfall) eine Geldleistung erbracht wird, je nach Gestaltung des Vertrages eine Einmalzahlung oder eine Rente. Daneben wird oft noch ein Krankenhaustagegeld (unfallbedingt) eingeschlossen.  Hier wird bei der Leistung keine Verbindung zum Beruf hergestellt. Die BU leistet dann, wenn du gesundheitlich nicht in der Lage bist, deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit auszuüben. Die Ursachen können in einem Unfall liegen, aber auch aufgrund Krankheiten. Der Ansatz ist völlig verschieden...

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Die Unfallversicherung bezahlt nach einem Unfall - egal ob du durch ihn berufsunfähig wirst oder nicht. Die Berufsunfähigkeit zahlt dann, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst (sei es wegen Unfall oder "Verschleiß").

Es ist allerdings tatsächlich so, dass diese beiden Arten von Versicherungen sich zumindest teilweise überschneiden können: Teilweise sind umfangreiche Zusatzoptionen dabei. Z.B. können (neben einer Rente) beide für den Todesfall eine (Risiko-)Lebensversicherung beinhalten (das ist deshalb günstig, weil ja nie für Todesfall und Rente gleichzeitig gezahlt wird - Rente kriegst du nur solange du lebst, und solange du lebst zahlt die Lebensversicherung nicht; also besser kalkulierbar und daher i.d.R. in Kombination günstiger als einzeln).

Da muss man dann allerdings die einzelnen Angebote genau vergleichen, pauschale Antworten sind nicht möglich.

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Kommentar von DolphinPB
12.07.2016, 20:45

Sorry - aber vom ersten (eine UV zahlt nach einem Unfall = falsch) bis zum letzten Satz (Kombi ist nie günstiger und im Rahmen einer UV ist nur Unfalltod versichert) Unsinn.

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Kommentar von Apolon
11.08.2016, 08:53

@ArchEnema,

deine Antworten sind mir zu pauschal und somit falsch!

Die Unfallversicherung bezahlt nach einem Unfall - egal ob du durch ihn berufsunfähig wirst oder nicht.

Nein - eine Unfallversicherung zahlt nur dann, wenn ein Invaliditätsgrad vorliegt, bzw. der Versicherte im Krankenhaus behandelt wurde!

Bei sehr vielen Unfällen wird gar nichts bezahlt!

Die Berufsunfähigkeit zahlt dann, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst (sei es wegen Unfall oder "Verschleiß").

Auch diese Antwort ist so falsch!

maßgebend ist, was in den Versicherungsbedingungen steht und in unseren steht folgendes:

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall, was ärztlich nachzuweisen ist, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen zu mindestens  50 % außerstande ist, ihren vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, nachzugehen.

Bei einem geringeren Grad der Berufsunfähigkeit besteht kein Anspruch auf die Versicherungsleistungen.

1.2.2 Übt die versicherte Person jedoch eine andere, ihrer Ausbildung oder Erfahrung und bisherigen Lebensstellung entsprechende berufliche Tätigkeit konkret aus, liegt keine Berufsunfähigkeit vor. Als entsprechend wird dabei nur eine solche Tätigkeit angesehen, die keine deutlich abweichenden Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert und auch in ihrer Vergütung und Wertschätzung nicht spürbar unter das Niveau der bislang ausgeübten beruflichen Tätigkeit absinkt.

Unzumutbar ist dabei in der Regel eine Einkommensminderung von 20 % oder mehr gegenüber dem jährlichen Bruttoeinkommen im zuletzt ausgeübten Beruf, wobei die individuellen Gegebenheiten sowie die höchstrichterliche Rechtsprechung zu berücksichtigen sind. Im begründeten  Einzelfall kann auch eine unter 20 % liegende Einkommensminderung unzumutbar sein.

Auf eine abstrakte Verweisung wird verzichtet.

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Beide sind nicht vergleichbar, da diese völlig verschiedene Risiken und Lebensumstände absichern 

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Der einzige Vorteil dürfte sein, dass die Unfallversicherung billiger sein wird.

Aber: eine Hundehütte ist auch billiger als ein Mittelklassewagen.

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Kommentar von kim294
12.07.2016, 13:44

Wenn ich aber keinen Führerschein, aber einen Hund habe, ist für mich aber eine Hundehütte sinnvoller. :-)

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Sorry, das geht doch schon aus den textlichen "Inhalten" hervor.... (Unfall ist Unfall, Berufsunfähig ist berufsunfähig, Unfähigkeit kann auch durch einen Unfall entstehen.....)


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das kann man nicht miteinander vergleichen (:

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