Was ist der Unterschied zwischen Tornado, Hurrycan, Taifun usw.?

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5 Antworten

Ein Tornado ist eine Luftsäule mit Bodenkontakt, die um eine mehr oder weniger senkrecht orientierte Achse rotiert und sich unter einer cumuliformen Wolke befindet.

Für den Begriff "Tornado" existieren auch andere Bezeichnungen: "Großtrombe“, "Windhose" (Tornado über Land), "Wasserhose“ (Tornado über Meer oder großen Binnenseen) bzw. "Twister“ (Tornadobezeichnung im englischen Sprachraum).

Ein Tornado kann entstehen, wenn starke Temperaturgegensätze herrschen und Luft aufsteigt bzw. gehoben wird. Durch frei werdende Kondensationswärme und starke vertikale Windscherung (Zunahme der Windgeschwindigkeit und ggf. zusätzlich Änderung der Windrichtung mit der Höhe) wird dabei ein rotierender Aufwindschlauch erzeugt. Dieser kann einen Durchmesser bis über einen Kilometer erreichen, wobei Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde auftreten können.

Ein Tornado verwüstet längs seiner Zugbahn einen Streifen von einigen hundert Metern Breite (Asgardsweg). Die Stärke der Tornados wird anhand der Fujita-Skala (F-Scale) festgelegt. Die stärkste bisher beobachtete Tornadoklasse (F5) mit Windgeschwindigkeiten von etwas über 500 km/h trat zum Glück bisher recht selten auf (nur 1% aller Fälle). Die gültige Fujita-Skala umfasst 13 Stufen, von F0 bis F12, wobei F6 bis F12 nur theoretische Werte sind. Die Klasse F0 wurde zusätzlich eingeführt, um auch schwächere Tornados unterhalb von 117 km/h zu klassifizieren.

Verheerende Tornados (F4/F5) entstehen meist im Zusammenhang mit so genannten Superzellen.

Das durch Tornados am meisten bekannt gewordene Gebiet ist die sogenannte Tornado-Alley im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten von Amerika. Dort trifft häufig trocken-kalte Luft aus dem Norden mit feucht-warmer Luft aus der Region des Golfes von Mexiko zusammen.

In Mitteleuropa sind solch extreme Luftmassenunterschiede seltener. Deswegen treten hier auch deutlich weniger Tornados auf als in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Quelle: DWD

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Der Begriff Hurrikan stellt eine von mehreren Bezeichnungen für einen tropischen Wirbelsturm (engl.: Tropical Cyclone (TC)) mit Windmaxima > 63 Knoten (> 118 km/h) dar.

Diese Bezeichnung wird in den Anrainerstaaten des Nordatlantiks (einschließlich des Golfes von Mexiko und des Karibischen Meeres) sowie des Nordost-Pazifiks angewendet und bedeutet soviel wie Orkan (span.: Huracan, aus der Maya-Mythologie abgeleitet, dort soviel wie "Gott des Windes"). Die so bezeichneten tropischen Wirbelstürme entstehen zumeist in den Monaten Juni bis November (der Hurrikan-Saison im Nordatlantik) über denjenigen Meeresgebieten, welche dafür günstige Bedingungen (Temperatur der Wasseroberfläche >= 27°C, geringe Windscherung, Annäherung einer sog. tropischen Wellenstörung) aufweisen.

Die tropischen Wellenstörungen bilden sich zumeist über dem nordafrikanischen Festland aus Zusammenballungen von Gewitterwolken und wandern dann mit der tropischen östlichen Höhenströmung (Urpassat) in die östlichen oder zentralen Regionen des tropischen Nordatlantiks. Dort können sie sich, insbesondere nach Energiezufuhr durch Verdunstung von der mehr als 27°C warmen Meeresoberfläche, bis hin zur TC in Hurrikanstärke weiterentwickeln.

Wenn allerdings ungünstige Windscherungsbedingungen vorherrschen (z.B. zu hohe Windgeschwindigkeiten des Urpassats), müssen sie trotz ausreichend hoher Wassertemperaturen ihren Weg unverändert weiter nach Westen zurücklegen, ehe sich z.B. über dem Westatlantik, der Karibik oder sogar erst über dem Nordostpazifik mit geringer werdender Windscherung auch die dritte Entstehungsbedingung eingestellt hat. Hurrikans (zumeist die Nordost-Pazifik-TCs) können sich auch aus tropischen Wellen entwickeln, die über dem Norden Südamerikas oder über dem südlichen Mittelamerika entstehen.

Eine weitere (seltenere) Entstehungsvariante eines Hurrikans ist dessen Generierung aus Resten eines in relativ niedrige Breiten gewanderten außertropischen Tiefdruckgebietes. Dabei wird dessen ursprünglich kalter Kern durch Zufuhr tropischer Luftmassen in einen warmen Kern verwandelt. Gleichzeitig müssen sich allerdings die o.a. zur TC-Entstehung günstigen Temperatur- und Scherungsbedingungen eingestellt haben.

Der Aufbau eines Hurrikans gleicht in etwa dem eines Taifuns. Er hat im Mittel allerdings zumeist eine geringere Ausdehnung als ein Taifun und seine höchsten Windgeschwindigkeiten sind im Mittel etwas geringer. Ursache dieser Differenzen ist der Unterschied zwischen den Abmessungen der jeweiligen Entstehungsgebiete, die im Nordwestpazifik (Taifun) viel ausgedehnter sind als im Nordatlantik (Hurrikan) und auch im Mittel etwas höhere Wassertemperaturen aufweisen.

Vergleiche auch: - "Taifun" - "Zyklon" - "Baguio".

Alle diese Bezeichnungen für die tropischen Wirbelstürme gelten erst ab tropischer Orkanstärke. Nach der Saffir-Simpson-Hurrikanskala, welche hauptsächlich für die TCs des Atlantik und Nordost-Pazifiks angewendet wird, liegt sie bei 64 Knoten (1-Minuten-Mittel), d.h. bei 119 km/h.

Strg+c; Strg-v Kopieren, einfügen! glaubst du ernsthaft, das der hier damit estwas anfangen kann?

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die kommen in verschiedenen gebieten vor, sonst gibt es keinen unterschied.

Hurrycan ist das selbe wie ein Taifun. Beide können einen durchmesser von bis zu 1000km erreichen. Während ein Tornado nur einen Durchmesser von bis zu etwa max. 400 m erreicht!

unterschiedlich stark, kuck wikipedia

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