Was ist der Unterschied zwischen strafrecht und zivilrecht?

9 Antworten

Strafrecht: öffentliches Recht; Staat gegen Bürger (Über-/Unterordnungsverhältnis)

Zivilrecht: Privatrecht; Bürger gegen Bürger (Gleichordnungsverhältnis)

Derselbe Sachverhalt kann jedoch sowohl strafechtliche als auch zivilrechtliche Folgen haben. Beispiel Körperverletzung

Strafrecht: Verurteilung des Täters zu einer Strafe

Zivilrecht: Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche des Opfers gegen den Täter.

Beim Strafrecht haben wir es mit einem Angeklagten zu tun, der vom Staatsanwalt angeklagt wurde. Der Angeklagte hat einen Rechtsanwalt als Verteidiger. Angeklagt wird man z. B. wegen Mordes, Einbruchs. Solche Fälle müssen vor einem Gericht verhandelt werden.

Beim Zivilrecht treten meist zwei Bürger gegeneinander an, z. B. Mieter und Vermieter bei Uneinigkeiten im Mietsverhältnis. Hier haben wir es mit keinem Angeklagten zu tun, sondern mit zwei Gegnern. Solche Fälle müssen auch nicht vor Gericht verhandelt werden, sondern sie werden dort verhandelt, wenn sich die beiden Personen nicht auf normalem Weg einig werden und einer klagt. Hier taucht auch kein Staatsanwalt auf, sondern beide Gegner haben jeweils einen Rechtsanwalt. Ganz grob kannst du es so unterscheiden, dass beim Strafrecht ein Staatsanwalt dabei ist und beim Zivilrecht nicht.

Solche Fälle müssen vor einem Gericht verhandelt werden.

"Müssen" nicht unbedingt. Stichwort: Strafbefehl.

Nicht bei Mord, aber bei Vergehen.

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Beim Strafrecht stellt der Staat regeln auf und bestraft diejenigen, die diese Regeln brechen. Von der Strafe hat aber keiner etwas, sie dient nur dazu die Regeln zu bestätigen. 

Beim Zivilrecht geht es um die Beziehungen zwischen einzelnen Parteien und einen Ausgleich, wenn sich eine Partei nicht an Abmachungen hält oder sich auf Kosten von schwächeren bereichert. 

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