Was ist der Unterschied zwischen Psychiater, Psychologe, Psychotherapeut und Neurologe?

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8 Antworten

Psychiater: Ein Psychiater hat ein Medizinstudium absolviert mit Facharztweiterbildung und ist in erster Linie für die medikamentöse Therapie und Diagnostik zuständig. Eher seltener wird vom Facharzt auch Psychotherapie angeboten.

Psychologe: Psychologe ist eine Berufsbezeichnung von Akademikern nach einem Psychologiestudium. Diese behandeln keine Patienten und stellen keine Diagnosen. Viele Psychologen werden nach Ihrem Studium psychotherapeutisch tätig, entweder mit einer Heilerlaubnis nach Heilpraktikergesetz, oder, nach
entsprechender Weiterbildung, als Psychologische Psychotherapeuten. Viele arbeiten jedoch in anderen Berufsfeldern, z.B. als Schulpsychologen oder in Personalabteilungen in der Wirtschaft.

Psychotherapeut: Der Psychotherapeut behandelt Menschen mit psychischen Erkrankungen, besagt, dass Maßnahmen angeboten werden, die
die Symptome und Beschwerden einer psychischen Erkrankung lindern
sollen. Ausbildung: Master Studium Psychologie + 3-5 jährige Weiterbildung.

Neurologe: Ein Neurologe für ein Facharzt für Nervenerkrankungen und  behandelt Erkrankungen des Nervensystems im physischen Sinne... zb. Taubheitsheitsgefühle, Lähmungen, Schlaganfälle etc.

Psychotherapeut ist ein Heilberuf, der in Deutschland außerdem eine geschützte Berufsbezeichnung darstellt. Man unterscheidet Psychologische Psychotherapeuten (Psychologen mit postgradualer Ausbildung Psychotherapie), Kinder- und Jugendlichentherapeuten (Psychologen oder (Sozial-) Pädagogen mit postgradualer Ausbildung Psychotherapie, beschränkt auf Kinder und Jugendliche bis max. 21) und Ärztliche Psychotherapeuten (Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bzw. Fachärzte für psychotherapeutische Medizin sowie Fachärzte anderer Gebiete (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Urologie, Gynäkologie usw.) mit Zusatzbezeichung Psychotherapie ggf. auch Zusatzbezeichnung Psychoanalyse).

Psychiater sind die zuständigen Fachärzte für alle psychischen Erkrankungen.

Neurologen sind die zuständigen Fachärzte für Erlrankungen des Nervensystems.

Psychologe ist eine in Deutschland mittelbar geschützte Berufsbezeichnung, die den gesetzlich geregelten Abschluss als Diplom-Psychologe oder eines äquivalenten Studiums voraussetzt (das betrifft nach Umsetzung der Bologna Reform konsekutive Bachelor-Masterabschlüsse). Psychologen sind in über 200 sehr verschiedenen Berufen tätig, mehrheitlich finden sich diese in Forschung und Entwicklung, Unternehmensberatung, Personal- und Organisation sowie der Marktforschung. Psychologie ist ein vorwiegend experimentell arbeitendes mathematisch-naturwissenschaftliches Fach, das zuallerst für die Forschung ausbildet, ansonsten eine wissenschaftliche Berufsvorbildung darstellt, so dass vor beruflicher Tätigkeit nach dem Master idR zunächst berufsqualifizierende Maßnahmen notwendig sind (Promotion, Trainee, Weiterbildung, weiteres Studium oder eine Ausbildung).

Ein Psychiater ist Facharzt für Psychiatrie. Er ist zuständig für schwere seel. Erkrankungen, die medikamentös behandelt werden müssen. Er ist - ohne Zusatzausbildung - kein Psychotherapeut.

Ein Neurologe ist Facharzt für Neurologie und zuständig für organische Erkrankungen des Nervensystems und Gehirns. Mit Psychiatrie und Psychotherapie hat er nichts zu tun.

Ein Psychologe hat Psychologie studiert und kann dann sein Wissen in vielfältigen Berufsfeldern anwenden. Um psychol. Psychotherapeut zu werden, muss er eine lange Zusatzausbildung machen.

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