Was ist der Unterschied zwischen L-Gas und H-Gas? Wird bald per Gesetz jeder von L-Gas auf H-Gas umwandeln müssen?

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2 Antworten

L-Gas wird momentan aus niederländischen sowie deutschen Erdgasfeldern gefördert und in Zukunft nicht mehr so unbegrenzt wie momentan zur Verfügung stehen. Davon sind verschiedene Regionen in Nordwestdeutschland betroffen, die ausschließlich mit L-Gas versorgt werden.

Als Alternative zum L-Gas bietet sich das noch über mehrere hundert Jahre verfügbare H-Gas an, welches schon ausschließlich  z.B. in Süd-, Südwest- und Ostdeutschland genutzt wird.

Entsprechend gibt es einen überregionalen Plan, in welchem der Umstellungstermin für jede Netzregion festgelegt wird. Im Jahre 2030 wird die Umstellung abgeschlossen sein.

H-Gas besitzt im Vergleich zum L-Gas einen höheren Brennwert, weshalb die genutzten gastechnischen Geräte angepasst werden müssen.

Nach dem Gesetz ist Ihr Gasnetzbetreiber dazu verpflichtet die Gasgeräte jedes Haushalts auf H-Gas anzupassen und die Haushalte nach der Anpassung mit H-Gas zu versorgen.

Der Gasnetzbetreiber übernimmt die  hierfür anfallenden Kosten und wird Ihnen für die Anpassung keine (!) Rechnung stellen!

In dem Umstellungsprozess wird er bzw. ein von ihm beauftragter Dienstleister die Daten der von Ihnen genutzten gastechnischen Geräte (Kochfeld und Warmwasserboiler) aufnehmen.

Anhand dieser Daten wird der Gasnetzbetreiber feststellen, ob und wie Ihre Geräte angepasst werden müssen. Danach werden Ihre Geräte auf H-Gas eingestellt, wozu z.B. die Düsen ausgetauscht werden müssen.

Nur ein geringer Teil der gastechnischen Geräte wird nicht anpassbar sein und muss komplett ausgetauscht werden. In diesem Fall gibt es gesetzlich geregelte Zuschüsse zum Erwerb eines neuen Gerätes.

Ihr Energiebezug wird in der Regel nicht teurer, weil in kWh abgerechnet wird. Da das „neue“ Gas einen höheren Brennwert aufweist, werden mit weniger Volumen mehr kWh geliefert. Sie werden also weniger m3 auf Ihrem Gaszähler ablesen. Die in kWh abgerechneten Verbrauchsmengen werden sich nicht signifikant ändern.

In der Arbeitsgemeinschaft Erdgasumstellung (ARGE EGU) arbeiten mehr als 40 betroffene Gasnetzbetreiber zur Planung und erfolgreichen Umsetzung der Umstellung zusammen.

Bitte besuchen Sie die Webseite der ARGE EGU (www.erdgas-umstellung.de), die umfassend und detailliert über die Erdgasumstellung informiert.

----  Das hier habe ich im www gefunden unter https://www.toptarif.de/gas/wissen/wo-liegt-der-unterschied-zwischen-h-gas-und-l-gas/

H-Gas hat höheren Energiegehalt

H-Gas hat einen höheren Methan- und somit Energiegehalt als L-Gas,
aber auch hier kann sich die chemische Zusammensetzung unterscheiden.
H-Gas gelangt in den meisten Fällen von der Nordsee oder aus den
GUS-Staaten in den Süden der Republik. Beispielsweise hat H-Gas von der
Nordsee einen Methangehalt von etwa 89 Prozent, während H-Gas aus den
GUS-Staaten bis zu 98 Prozent Methan erreichen kann. Je höher der
Methananteil am Erdgas, desto höher sind auch Energiegehalt und Brennwert. Bei H-Gas liegt der Methangehalt in der Regel zwischen 87 und 98,9 Prozent.

L-Gas ist günstiger in der Beschaffung

L-Gas weist einen niedrigeren Methangehalt als H-Gas auf. Dieser
liegt zumeist zwischen 80,1 und 87 Prozent. Das weniger energiehaltige
L-Gas erfüllt aber dennoch dieselben Funktionen und eignet sich nicht
weniger gut für die Beheizung von Wohnhäusern. Für denselben Heizeffekt
muss jedoch mehr L-Gas als H-Gas aufgewendet werden, dafür hat L-Gas
aber auch einen niedrigeren Marktpreis.

----------- M.E. ist Deutschland daran interessiert, dass sich diese beiden Gasqualitäten mischen und man dann das Gas H - Gas nennt.

Mehr nicht.

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