Was ist der Unterschied zwischen Kirchen und Sekten?

17 Antworten

Die evangelische oder katholische b.z.w andere Kirchen sind schon vor sehr lange Zeit im Laufe der geschichtlichen Zeit aus den Glaubensrichtungen entstandenund haben an der Spitze ein Kirchenoberhaupt...bei den Katholischen z.B. den Papst Franziskus.

Diese Glaubensvereinigungen sind durch alle Staaten anerkannt und erfüllen auch soziale Zwecke....z.B. die Unterhaltung von Altenheimen und Krankenhäusern.

Eine Sekte hingegen kann jeder Privatmann gründen.

Er muß nur Anhänger seiner Thesen finden und dient nur dem Zweck, sich an anderen Menschen zu bereichern.

Also den " Oberguru " zu Reichtum zu verhelfen.

Ein Beispiel dafür ist der Sänger " Christian Anders "...bekannt durch Schlager, der auf Kosten anderer " Rolls Royce " sammeln wollte, aber damit zum Glück gescheitert ist.

Ein sozialer Zweck ist damit nicht verbunden, im Gegenteil, die Machenschaften mancher Sekten liegen meist im Verborgenen und sind nicht selten mit einer " hohen kriminellen Energie " verbunden.

Sekten suchen sich auch gerne Kinder als Opfer, indem sie z.B. Diskotheken betreiben ohne das es jemand merkt.

Diese Frage wird sicherlich sehr unterschiedlich beantwortet, je nachdem, wen du fragst. Derzeit ist der Begriff "Sekte" in unserem Sprachraum negativ belegt, obwohl es einfach "Abspaltung" bedeutet. Streng genommen, wären also auch die katholische und die evangelischen Kirchen Sekten, denn sie haben sich vom Urchristentum und die evangelischen später von der katholischen Kirche abgespalten. Das gleiche trifft auch auf die orthodoxen Kirchen zu. Selbst vom Christentum des ersten Jahrhunderts sprachen die jüdischen Geistlichen als von einer Sekte (siehe Apostelgeschichte, Kapitel 24, Vers 5).

Wer entscheidet also darüber, ob eine religiöse Gemeinschaft eine Sekte ist? Von staatlicher Seite hat man empfohlen, den Begriff "Sekte" nicht mehr auf religiöse Gemeinschaften anzuwenden. Gleichzeitig geht der Staat aber mit den Großkirchen enge Bindungen ein und gibt ihnen dadurch nach Außen eine Art Gütesiegel. Grundsätzlich bietet das deutsche Recht religiösen Gruppierungen zwei Möglichkeiten sich zu organisieren. Einmal als eingetragener Verein (mindestens 7 Mitglieder), der für die Förderung der Religion u.U. auch als gemeinnützig anerkannt werden kann und der Körperschaft des öffentlichen Rechts. Diesen Status haben die Großkirchen und eine ganze Reihe weiterer Gemeinschaften. Voraussetzung hier ist im großen und ganzen die Anzahl der Mitglieder und die Aussicht auf dauerhaftes Bestehen. Die rechtliche Organisationsform soll aber von staatlicher Seite aus nichts über die Qualität der Gemeinschaft aussagen, da der Staat nicht über religiöse Lehrinhalte der Gemeinschaften urteilen kann und wohl auch nicht will und schon gar nicht darf.

Dann fühlen sich noch die Großkirchen dazu berufen zu entscheiden, welche Gemeinschaft eine Sekte ist und welche nicht. Deutlich wird das durch die Sektenbeauftragten der Kirchen, die gerne auch von staatlicher Seite zu Stellungnahmen herangezogen werden. Sie geben sich also quasi selbst ein Gütesiegel und fühlen sich berufen, alle Gruppen, die ihnen nicht in den Kram passen, als Sekte negativ zu belegen. Das wäre das Gleiche, als wenn man bei Coca Cola nachfragen würde, ob Pepsi nicht doch besser schmeckt. Welche Antwort wird man wohl da bekommen? Leider hat das in religiöser Hinsicht aber viel gravierendere Auswirkungen.

Daher sollte man doch vorsichtig mit diesem Begriff umgehen. Ich empfehle, sich dabei an den Rat Jesu Christi zu halten, der gemäß Matthäus, Kapitel 7, Vers 16 sagte: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen". Statt sich auf die Aussagen von sogenannten Experten zu verlassen oder auf reißerisch aufgemachte Meldungen zu hören, sollte man sich ansehen, was eine Gemeinschaft auszeichnet. Hat ihr Glauben eine positive Auswirkung auf die Mitglieder? Nehmen sie ihren Glauben ernst? Schaden sie anderen? Wollen sie nur das Geld ihrer Schäfchen? Und für mich ganz wichtig: Halten sie sich an die Gebote Gottes?

Sekten sind, genau so wie Kirchen, Gruppen, die eine bestimmte Glaubensrichtung vertreten.

In unserem Sprachgebrauch ist der Begriff Sekte meist eher negativ belegt und wird mit psychischem Zwang verbunden.

Viele der Organisationen sind allerdings auch wirklich gefährlich (von Scientology hast du bestimmt schon mal gehört) und sind in manchen Ländern sogar wegen verfassungswidriger Inhalte verboten.

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