Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung? Warum ...

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

bestimmte Personen können in Deutschland zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) wählen: Beamte, Selbständige, Arbeitnehmer mit einem Jahresbruttoverdienst über 52200 Euro

Wenn man sich für die PKV entschieden hat, kann man meist nicht wieder in die GKV wechseln.

Die meisten wechseln in die PKV, um Beiträge zu sparen. Manche erwarten bessere Leistungen.

Die Leistungen in der PKV sind je nach gewähltem Tarif sehr unterschiedlich. Es gibt viele Tarife, die schlechtere Leistungen als die GKV bieten. Es gibt auch PKV-Tarife, die bessere Leistungen als die GKV bieten. Wenn man jung und gesund ist, kann man die Tarife aber nur sehr schlecht voneinander unterscheiden (es fehlen da die Erfahrungswerte und nicht alle Infoquellen sind zuverlässig).

Wenn man wegen der Beitragsersparnis wechselt, sieht das zunächst sehr verlockend aus. Es gibt aber einige Punkte, die später für böse Überraschungen sorgen können: bei Familiengründung zahlt man pro Person Beiträge (auch für Kinder und nicht berufstätige Ehegatten), bei geringeren Einnahmen bleiben die Beiträge gleich (Wirtschaftsflaute, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit von ehemals Selbständigen, unbezahlter Urlaub, Studium ab 30 Jahren, Elternzeit ....)

Die PKV kann Antragsteller ablehnen (meistens wegen des Gesundheitszustandes, manchmal wegen der Zahlungsfähigkeit/Schufa). Bei leichteren Erkrankungen werden ggf. Zuschläge zum Beitrag erhoben.

Wenn die Gesundheitsfragen auf dem Versicherungsantrag nicht zu 100% korrekt angegeben wurden, kann die Versicherung auch Jahre später den Vertrag beenden.

Noch Fragen?

Gruß

RHW

Nein, danke. Das war sehr ausführlich :)

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@sheael

Danke für den Stern!

Eigentlich war es nur eine Kurzfassung!

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Nicht jeder kann sich gesetzlich versichern. Beamte oder Selbstständige sowie sonstiger Freiberufler müssen sich z.B. privatversichern, ob sie wollen oder nicht. Ein Vorteil einer privaten Versicherung wäre, dass man oft leichter an Arzttermine kommt, wo gesetzlich Versicherte lange auf einen Termin warten müssen. Teils bekommt man auch bessere Behandlungen. Nachteile sind aber, dass private Versicherungen vor allem mit steigendem Alter immer teurer werden, Ärzte teils versuchen, unnötige Behandlungen aufzuschwatzen und der ewige Papierkram mit Rechnungen einreichen und so...

Beamte oder Selbstständige sowie sonstiger Freiberufler müssen sich z.B. privatversichern, ob sie wollen oder nicht.

Ist falsch. Wenn obige Personengruppe bisher gesetzlich versichert waren können sie sich auch weiterhin gesetzlich versichern, und zwar freiwillig. Man hat dann Wahlrecht zwischen gesetzlicher freiwilliger Versicherung und privater Versicherung.

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@Kunterbunt23

Oft zahlen die gesetzlichen Krankenkassen mehr als der gewählte Tarif der Privatversicherung: Reha, Hilfsmittel, Haushaltshilfe, Psychotherapie, Taxifahrten, Mutterschaftsgeld ....

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gesetzliche muss jeder Bürger eines Staates zahlen um im Falle einer Krankheit versichert zu sein. die leistet aber nicht immer so viel wie die privat. Bei der privaten musst du aber auch mehr bezahlen. Und bei der gesetzlich krankenkasse geht das ganze Geld in einen Topf von dem alle bezahlt werden und bei der privaten zahlst du in deinen eigenen geldtopf ;)

Oft zahlen die gesetzlichen Krankenkassen mehr als der gewählte Tarif der Privatversicherung: Reha, Hilfsmittel, Haushaltshilfe, Psychotherapie, Taxifahrten, Mutterschaftsgeld ....

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