Was ist der Unterschied zwischen evangelischen und katholischen Christen?

11 Antworten

Ein Unterschied, der bisher noch nicht erwähnt wurde ist, dass sich der römische Klerus herausnimmt Gott gegeueber eine höhere Position inne zu haben, als das "gewöhliche Fussvolk", während reformierte Geistliche sich auf der gleichen Ebene sehen, wiealle anderen.

In der evangelischen Kirche wird mehr gesprochen und gepredigt, in der katholischen wird zelebriert mit Weihrauch und Prozzessionen, Meßdiener mit Gewändern, die die Gaben zum Altar bringen und läuten. Alles katholisch.... Evangelisch dagegen schlicht und einfach

Hallo leakissful

Es begann einmal als die Reformationsversuche innerhalb der katholischen Kirche konkret wurden und am 31. Oktober 1517 der Augustinermönch Martin Luther (1483—1546) seine 95 Thesen an die Tür der Schloßkirche in Wittenberg schlug.

Sein Protest richtete sich gegen den Ablasshandel. Damals wurden die päpstlichen Ablassbriefe nicht nur für die Lebenden verkauft, sondern auch für die Verstorbenen.

„Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt“, lautete ein Sprichwort. Für das allgemeine Volk wurde ein Ablassbrief fast eine Versicherung gegen Strafe für jede Sünde, und die Reue trat völlig zurück. „Er wird aber nicht nur verkauft, sondern er wird denen, die ihn ablehnen, sogar aufgezwungen.“ berichtete ein Zeitzeuge

Unter dem Druck der katholischen Hierarchie und den Schlichtungsversuchen des damaligen Kaiser Karl V verwässerten sich sehr schnell die Reformationsversuche. Ein Nebenprodukt dieser Reformversuche war die Lutherübersetzung der heiligen Schrift in die deutsche Sprache.

Immerhin räumt die „Catholic Encyclopedia“ ein, dass Luther, „alles vom alten Glauben und der alten Liturgie beibehalten (hat), was zu seiner eigenartigen Auffassung von Sünde und Rechtfertigung paßte“. Und im sogenannten Augsburger Bekenntnis heißt es „Diese Lehre [ist] in der Heiligen Schrift klar begründet . . . und außerdem [widerspricht sie] der allgemeinen christlichen, ja auch der römischen Kirche… NICHT.“

Der lutherische Glaube, wie er im sog. Augsburger Bekenntnis dargelegt wird, umfasst (wie gehabt) unbiblische Lehren wie die Dreieinigkeit, die Unsterblichkeit der Seele und die ewige Qual sowie Bräuche wie die Kindertaufe und kirchliche Feiertage und Feste

Langer Rede kurzer Sinn „Von den Protesttanten sind nur noch die Tanten übriggeblieben“


in der katolischen kirche dürfen die Pastoren nicht heiraten und es dürfen nur Männer Pastoren werden, in der evangelischen kirche dürfen das auch frauen und die pfarer dürfen heiraten und kinder bekommen.

http://www.karl-leisner-jugend.de/Evangelisch-katholisch.htm

Die Frage nach dem Verhältnis von evangelisch und katholischem Glauben ist - wie schon Shrek von sich selbst sagte - wie eine Zwiebel: Sehr vielschichtig.

Eine Schicht ist das praktische Erleben der Trennung: Nicht nur die gewünschte «Abendmahlsgemeinschaft» bleibt vorläufig ein unerfüllter Traum; auch das gemeinsame Feiern der Sakramente wie Taufe, Firmung / Konfirmation, Trauung und Weihe / Ordination bleibt uns vorläufig versagt - gar nicht erst zu reden von den unterschiedlichen Tradition an Ostern oder in der Fastenzeit, an Marienfesten, Schulentlassungen oder Segensfeiern.

Eine weitere Schicht ist die Geschichte der beiden Konfessionen, die oftmals viel Leid mit sich brachte - von beiden Seiten gleichermaßen verschuldet. Es klingt immer noch nach, was sich die Konfessionen über Jahrhunderte physisch angetan haben - in den großen Religionskriegen genauso wie in den kleinen Streitigkeiten auf dem Schulhof zwischen evangelischen und katholischen Schülern. Viel Leid hat sich vor allem in der Handhabung der "konfessionsverschiedenen Ehen" (früher "Misch-Ehen", die lange Zeit nicht erlaubt waren) ergeben - eine Schuld, von der sich keine Konfession freisprechen kann.

Eine dritte Schicht ist die persönliche Gefühlslage. Viele Christen beider Konfessionen fühlen sich gar nicht getrennt: Im Grunde glauben sie das Gleiche, haben die gleichen Werte und Lebensauffassungen. Sie fragen, warum denn immer noch so ein Trara gemacht wird - glauben wir denn nicht alle gleich?

Noch mehr Schichten können beschrieben und von einander unterschieden werden. Ganz unten, als Grund aller Schichten, liegt eine theologische Auseinandersetzung, ausgehend von einer unterschiedlichen Grundeinstellung - aber diese Schicht bleibt meist verborgen und ist kaum bekannt. Von bloßen Symptomen abgesehen ("die Evangelischen haben keine Heiligenverehrung" - "die Katholiken bekommen ein Aschekreuz") ist die theologische Differenz der beiden Konfessionen selten ein Thema. Das soll sich mit dieser Katechese ändern.

Wo ist die Quellenangabe? Urheberrecht.

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@ReinerUnsinn

Die ist drin.. cool bleiben Baby. So schnell bin ich auch wieder nicht..

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Die Hauptdifferenz...

Gehen wir direkt medias in res: Im Grunde unterscheiden sich evangelisch-protestantische Theologie und katholische Lehre nur in einer Vorentscheidung: Hat Gott sein Heilswirken an Menschen (und menschliche Institution) verbindlich weitergegeben?

Die katholische Kirche beantwortet diese Frage munter mit "Ja" - Gott hat sich in die Hände des Menschen gegeben: "Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat." (Lk 10,16); "Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mt 16,19) oder auch: "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Joh 20, 23)

Die protestantische Kirche weist diesen Anspruch empört zurück: Kann Gott daran gebunden sein, was Menschen tun? Sich regelrecht davon abhängig machen? Niemals! "Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus" (1 Tim 2,5). Nur einer, Jesus Christus, und kein weiterer Mensch.

Damit es keine Missverständnisse gibt: Selbstverständlich kennt die protestantische Theologie Fälle, in denen Gott Menschen zu seinen Mitarbeitern erwählt und sie in seinen Heilsplan einbaut. Es gibt Propheten, Evangelisten, Apostel und aufrichtige Christen, die Gottes Willen tun und in seinem Namen handeln. Die Frage, die die beiden Konfessionen so unterschiedlich beantwortet, ist allerdings nicht, ob das (gelegentlich oder häufig) vorkommt, sondern ob Gott sich an das menschliche Handeln unwiderruflich gebunden hat.

Luther hat diese Frage klar beantwortet: In Bezug auf sein Heil kann der Mensch nichts wirken - in Bezug auf sein Heil ist der Mensch unfrei und unfähig zur Mitwirkung.

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@Dory1

schön hier mal solche guen kommentare zu lesen, vielen dank.

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