Was ist der Unterschied zwischen einer Entzugsbehandlung und einer Entwöhnungsbehandlung?

3 Antworten

Entziehungskur ist eine Bezeichnung für Entwöhnungsbehandlungen bei Abhängigkeitserkrankungen. Die Behandlung erfolgt in der Regel unter ärztlicher Aufsicht in einer Fachklinik. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff bereits in der medizinischen Literatur und in Lexika verwandt. Teilweise auch als synonym für die Bezeichnung Hungerkur. Der Begriff wurde zunehmend insbesondere für die Behandlungen der Alkoholabhängigkeit gebraucht, ist aber in der aktuellen Suchthilfe nicht mehr üblich.

Im Zusammenhang der Strafrechtspflege wird die Bezeichnung in Deutschland noch verwendet, insbesondere im Maßregelvollzug. Die Vorschrift Gefährdung einer Entziehungskur schützt in Deutschland behördlich angeordnete oder sonst ohne Einwilligung des Betroffenen veranlasste Entziehungskuren gegen Störung durch Dritte. Aktuell findet man den Begriff im deutschen Strafgesetzbuch (§ 56c, § 59a, § 67a, § 68c, § 323b), der Strafprozessordnung (§ 265a) und im Jugendgerichtsgesetz (§ 10, § 57). Zudem gibt es in der deutschen höchstrichterlichen Rechtsprechung im Arbeitsrecht einige Urteile zur Alkoholabhängigkeit mit anschließender Entziehungskur. (WIKIPEDIA)

Medizinisch unterscheidet man wohl zwischen der schnellen und kurzfristigen Entgiftung und der langfristigen Entwöhnung durch eine Therapie.

Der Begriff "Entzug" steht hier dann wohl für die Entgiftung.

Hallo,

Entzug oder Entgiftung erfolgt in einem Krankenhaus. Die Kosten trägt die gesetzliche Krankenkasse. Bei privaten Krankenversicherungen ist der gewählte Tarif maßgebend (Alkohol- bzw. Suchtfolgen sind teilweise ausgeschlossen).

Die Entwöhnung dauert wesentlich länger und erfolgt in Rehakliniken. Die Kosten trägt meist die Rentenversicherung, teilweise die gesetzliche Krankenkasse.

Gruß

RHW

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