Was ist der Unterschied zwischen E-zigarette und normale Zigaretten​und was ist besser​ für unseren Körper​?

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4 Antworten

Hallo,

Der Begriff E-Zigarette ist eigentlich sehr unglücklich gewählt. 

Der Begriff impliziert, dass geraucht wird. Bei E-Zigaretten ist das nicht der Fall. Mit den Geräten wird lediglich Dampf erzeugt. Das ist ein wesentlicher Unterschied, in dem auch die Schädlichkeit des Rauchens, bzw. nahezu Unschädlichkeit des Dampfens begründet liegt.

Das rauchen herkömmlicher Tabakzigaretten sehr gesundheitsschädlich ist und manche Stoffe stark krebserregend sind, ist seit Jahrzehnten bekannt.

Dein Thema behandelt gleich mehrere Fragen, die sehr komplex sind. Untrennbar verbunden mit E-Zigaretten ist das Liquid. Es ist die Flüssigleit, die verdampft und dann inhaliert wird.

Zu Deinen Fragen:

Ist Liquid schädlich?

Es gibt nicht „das Liquid“. Man muss gewisse Unterscheidungen treffen.

In Deutschland produziertes Liquid ist mit der TPD2 reglementiert und darf max. 5 Bestandteile enthalten. Es enthält keine an sich schädlichen Stoffe. Es handelt sich um Lebensmittelergänzungsstoffe, die als unbedenklich gelten. Auch Nikotin ist in der Dosierung, wie wir es im Liquid vorfinden nicht giftig, sondern vergleichbar mit Koffein.

PG Propylenglycol

VG vegetable Glycerin (pflanzliches Glycerin)

destilliertes Wasser

Aromen (Lebensmittelaromen)

Nikotin

Bei ausländischem Liquid, explizit chinesischem Liquid, kann das anders ausfallen.

Zurück zu deutschem Liquid. Das Problem bei den Bestandteilen ist, dass sie ursprünglich auf orale Einnahme und nicht auf Inhalation getestet wurden.

Mittlerweile weiß man jedoch wesentlich mehr.

Die aktuellen wissenschaftlichen Studien, wozu eine 2 jährige vom britischen Gesundheitsministerium zählt, wie auch diverse andere, teilweise von renommierten Toxikologen, zeigen auf, dass es zwar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt, diese aber im Vergleich zum Rauchen von herkömmlichen Tabakzigaretten etwa 95% weniger schädlich ist.

Dabei erwähnenswert sind die Studien von Prof. Dr. Bernhard-M. Mayer Universität Graz, Österreich (Pharmakologie, Toxikologie) und von Prof. Dr. Dartsch. Herr Prof. Dr. Dartsch ist Diplom-Biochemiker, habilitierter Humanphysiologe, Arbeits- und Umwelttoxikologe. Untersucht wurde z.B. die akuttoxische Wirkung von Zigarettenrauch im Vergleich zum Dampf von Liquid einer E-Zigarette, mit 18mg/ml Nikotin.

Es lässt sich festhalten, das dampfen mit E-Zigaretten keineswegs gesundheitsförderlich ist, abgesehen von der persönlichen Situation eines jeden Rauchers der auf E-Zigaretten umsteigt. Für Raucher stellt die veränderte Situation jedoch eine gesundheitsförderliche dar.

Auch wenn dampfen für Nichtraucher nicht gesund ist, also der Gesundheit förderlich, so ist sie auch nahezu nicht schädlich.

Ist in der E-Zigarette Nikotin enthalten?

In E-Zigaretten befindet sich kein Nikotin.  Wenn, dann befindet sich das Nikotin im Liquid. Beim Liquid hat man stets die Wahl auf nikotinfreies oder nikotinhaltiges Liquid zurückzugreifen. Bei nikotinhaltigem Liquid wird zusätzlich zwischen der enthaltenen Nikotinmenge unterschieden. Bei Fertigliquid besteht die Wahl, je nach Hersteller unterschiedlich, zwischen verschiedenen Nikotinmengen zu wählen, z.B. 3mg/ml, 6mg/ml, 9mg/ml etc. Die enthaltene Nikotinmenge wird in Milligramm pro Milliliter angegeben.

Sind die Bestandteile krebserregend?

Auch hier muss unterschieden werden zwischen in Deutschland hergestelltem Liquid und Liquid aus dem Ausland. In Deutschland hergestelltes Liquid darf per TPD2 keine Bestandteile enthalten, die krebserregend sind.

Bei unsachgemäßer Bedienung von E-Zigaretten, insbesondere bei den mit sehr hoher Leistung arbeitenden SubOhm E-Zigaretten, kann es bei der Verdampfung, durch zu hohe Temperaturen, dazu führen, dass krebserregende Stoffe produziert werden.

Das ist ein Grund warum E-Zigaretten die im SubOhm Bereich arbeiten, grundsätzlich für Anfänger ungeeignet sind.

Führt die unsachgemäße Handhabung zum Kokeln der sich in den Verdampferköpfen befindlichen Watte, entsteht ein derart penetrant widerlicher Geschmack, dass jeder Dampfer das Dampfen sofort einstellt.

Eine unsachgemäße Bedienung kann eine zu hoch eingestellte Leistung sein, zu hohe Temperatur, dass nutzen eines ungeeigneten Liquid oder Fehler beim Be- oder Nachfüllen von Liquid (zu spät nachgefüllt oder keine entsprechende Wartezeit eingehalten).

Bei sachgemäßer Bedienung der E-Zigaretten entstehen keine krebserregenden Stoffe.

Macht die E-Zigarette süchtig?

Herkömmliche Tabakzigaretten verfügen über ein extremes Suchtpotential.

Das liegt weniger am Nikotin, als an den vielen Zusatzstoffen und ist durchaus gewollt. Manche der Zusatzstoffe wirken suchtsteigernd. Erst dadurch wird aus Nikotin dieser extrem gefährdende Stoff.

Nikotin in Reinform ist nur sehr gering suchtgefährdend. Das bedeutet nicht, dass keine Suchtgefahr vom Nikotin ausgeht. Jeder Organismus reagiert anders auf Suchtstoffe. Auch wenn manche Nichtraucher beim Dampfen mit nikotinhaltigem Liquid vielleicht kein Suchtverhalten entwickeln, so besteht trotzdem immer ein Restrisiko.

Nichtrauchern, die dampfen möchten sollten immer auf Liquid ohne Nikotin zurückgreifen. Das ist das Schöne am Liquid, man hat immer die Wahl. Deswegen kann man E-Zigaretten auch nicht als Einstieg zum Rauchen betrachten. Davon abgesehen, sind sowieso fast alle Dampfer ehemalige Raucher, die ihre Chance für einen Umstieg genutzt haben.

Dieses sehr geringe Suchtpotential lässt sich für Raucher nutzen, um langfristig das Suchtverhalten immer weiter abzubauen.

Wenn ein paar Punkte beachtet werden, verläuft ein Umstieg vom Rauchen zum Dampfen, ohne Entzugserscheinungen. Durch das sehr geringfügige Suchtpotential des Nikotins, beim Dampfen, verändert sich das Suchtverhalten. Es wird schwächer und schwächer, so dass sich die Nikotinmenge im Liquid immer weiter reduzieren lässt. Am Ende lässt sich ohne Nikotin dampfen oder man steigt komplett aus.

Diese einfache Handhabung beim Umstieg, gepaart mit den fehlenden Entzugserscheinungen, macht die E-Zigarette zu dem erfolgreichen Mittel, sich vom Rauchen abzuwenden.

Laut der neusten Studie der Eurostat (europäisches Statistikamt) gab es in 2014 bereits 6 Millionen Menschen in Europa, die durch E-Zigaretten einen totalen Rauchstopp erwirkt haben.

Viele werden folgen, so man sie lässt….

E-Zigaretten sind kein Allheilmittel, aber sie sind eine Chance für weltweit Milliarden Raucher. Dennoch müssen der Wille und die Einsicht vorhanden sein, für Veränderung und eine Abkehr vom Rauchen. Nur dann kann es ein dauerhafter Umstieg werden.

Die erkaufte Angst vor E-Zigaretten….

Der große Erfolg der E-Zigaretten blieb nicht ohne Folgen. 

Es gibt starke Gegner, die nichts auslassen um E-Zigaretten weg zu regulieren. Es handelt sich um die Tabakindustrie, für die es ein Existenzkampf werden wird, dazu kommt die Pharmaindustrie, die ihre nicht nutzlosen Präparate nicht mehr verkauft bekommen und der Staat, der Milliarden an Steuereinnahmen verliert.

Die Tabakindustrie macht nicht einmal vor Ärzteverbänden und Ärzten halt. So werden weiterhin von Ärzten lieber Pflaster gegen rauchen verschrieben oder sogar auf Antidepressiva verwiesen, als E-Zigaretten zu empfehlen.

In Großbritannien hat man die Chance erkannt, die E-Zigaretten bieten und fördert sie.

In Deutschland hat man lieber auf die Aussagen einer Allgemeinmedizinerin vertraut. Fachärzte, wie Toxikologen kamen bei der öffentlichen Anhörung im Bundestag, wo es sich um die Ausformulierung und Verabschiedung der TPD2, der Regulierung unter Anderem der E-Zigarette und dem Liquid handelte, kaum zu Wort.

Die TPD2 wird nicht die letzte Regulierung gewesen sein. Aktuell ist sie bindendes Recht. Es gilt abzuwarten wie sich das deutsche Krebsforschungszentrum neu ausrichtet, nach dem nun eine entscheidende Gegnerin der E-Zigaretten nicht mehr zu den Mitarbeitern zählt.

Da es aktuell eine Überregulierung der E-Zigaretten und des Liquid gibt, wird es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit sein, bis es korrigiert wird.

Zu den großen Gegnern gesellen sich gern kleine Trittbrettfahrer, bei denen Niemand die Intention versteht. Schließlich geht es denen lediglich um Stimmungsmache. Da werden die haarsträubendsten Argumente aufgefahren und grundsätzlich auf unseriöse Studien verwiesen, von denen es viele gibt.

Da heißt es dann "gefährlich, krebserregend, alles Chemie..."

Es ist nicht so schwer zwischen seriösen und unseriösen Studien zu unterscheiden. Manchmal jedoch wird es erschwert, weil nicht Jeder über das Fachwissen verfügt um die Unterscheidungen treffen zu können.

"Alles Chemie" ist das Beste... Alles ist reine Chemie. Daraus besteht unsere Welt, selbst ein Apfel, eine Banane oder Wasser....

Für Stimmungsmache reichen diese postfaktischen Phrasen jedoch aus....

Gruß, RayAnderson  😏

ist doch simpel:

  • bei ner Zigarette wird Tabak verbrannt und man atmet den Rauch ein
  • bei ner Dampfe wird eine Flüssigkeit verdampft und dieser Dampf inhaliert

Besser für den Körper ist garnicht rauchen bzw. dampfen... wer aber Raucher ist und nicht aufhören kann, sollte zum Dampfen wechseln, weil das weit weniger schädlich ist: Tabakrauch enthält tausende (Gift)Stoffe, von denen etliche als krebserregend gelten, dazu kommen dann noch feste Verbrennungsrückstände, die sich auf der Lungenoberfläche ablagern.

Dampf enthält keine Feststoffe, kein Kohlenmonoxyd, bei sachgemäßer Nutzung auch keine krebserregenden Stoffe...

Besser ist nichts da beides schädlich ist.

Dampf ist aber vermutlich weniger schädlich da die ganzen Verbrennungsstoffe wegfallen.

Solange du ohne Nikotin dampfst kann bisher noch keiner sagen was langfristig mit deinem Körper passiert. Hier fehlen einfach die langzeit Studien.

sunnymarie32 03.05.2017, 18:21

das mit den fehlenden Langzeitstudien ist ein beliebtes Totschlagargument unserer Gegner... Frag mal Fr.Dr. Pötschke-Langer ( http://www.akdae.de/Kommission/Organisation/Mitglieder/AOM/Poetschke-Langer.html ) danach, wie sie sich so eine Langzeitstudie und deren Durchführung überhaupt vorstellt - ich wette da kriegst du keine Antwort drauf, weil sie es selber nicht weiss....

Nee... es gibt schon "Langzeitstudien" bezüglich der inhalativen Wirkung der Hauptbestandteile unserer Liquids - in Disconebel ist nämlich nichts anderes drin, nur haben wir noch Aromen und ggf. Nikotin dabei. Disconebel gibts schon weit länger als Dampfen und bisher ist es nicht "gelungen" auch nur eine einzige Krankheit darauf zurück zu führen.

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Desox 04.05.2017, 08:10
@sunnymarie32

Ziehst du Disconebel jeden Tag mehre male direkt in deine Lunge und das 7 Tage die Woche? Ich glaube ja wohl eher nicht. Sorry aber das Argument greift überhaupt nicht. Ist kein vergleich zum Dampfverhalten.

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E-Zigarretten brennen nicht. Man atmet Dampf ein, bei "normalen" ist es Rauch.

Beides ist ungesund.

Man muss zwischen 2 ungesunden entscheiden.


LetalisAffectus 03.05.2017, 23:49

Beim einen raucht man Tausende giftige Stoffe ein und nimmt die Gefahr in kauf irgendwann einmal daran elendig zu verecken, bei der anderen Sache läuft man Gefahr einen trockenen Hals zu bekommen wenn man nicht genug dabei Trinkt.

Man muss sich zwischen 2 Dingen entscheiden ja .

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