Was ist der Unterschied zwischen diesen Strafdiligten?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Beim Totschlag tötest du jemanden gewollt. Beim Mord tötest du jemanden gewollt mit hinzukommenden Mordmerkmalen. (zb Habgier, Befriedigung des Geschlechtstriebes, grausam oder aus niederen Beweggründen usw.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Tötung ist alles, wenn es am Ende eine Leiche gibt.

Mord ist in Deutschland eine besonders verwerfliche Art der vorsätzlichen Tötung.
Totschlag ist die vorsätzliche Tötung eines Menschen, bei der es sich weder um Mord noch um Tötung auf Verlangen handelt.
Mit diesem kleinen Unterschied befassen sich nicht nur die Gerichte sondern auch dutzende Unversitätsjuristen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mord ist in §211 StGB definiert.

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.(2) Mörder ist, wer 
aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, 
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder 
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, 
einen Menschen tötet.

Trifft nur einer dieser niederen Beweggründe zu, so ist mandatorisch eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes zu verhängen. 

Die niederen Beweggründe sind dabei vom Richter auslegbar.

Nimmt etwa jemand Geld an, und tötet im Gegenzug dafür einen Menschen, so ist Habgier gegeben, demensprechend Mord

Totschlag ist in §212 und §213 StGB definiert.

$212 

(1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.

Also die

vorsätzliche

 Tötung eines Menschen, allerdings ohne niedere Beweggründe.

Wird in einer Kneipe ein Mann leicht gereizt, auch wenn nur er die Äußerungen als beleidigend empfindet, dass er dem anderen sein Taschenmesser in den Hals stößt, so wäre es Totschlag, es sind keine niederen Beweggründe gegeben der Täter handelte im Affekt.

Wird er allgemein zum Zorn gereizt, kann allerdings §213 StGB, also der minder schwere Fall des Totschlages eintreten.

Daneben gibt es noch §222 StGB, die fahrlässige Tötung

Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Wirft beispielsweise jemand einen Stein über eine Mauer, in der Annahme das dort niemand sei, und trifft eine Person, welche deswegen stirbt, so wäre es fahrlässige Tötung.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mord ist geplant, Totschlag im Affekt und Tötung unbeabsichtigt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Szwab
06.06.2016, 22:10

Leider nicht korrekt. Wenn man unbeabsichtigt tötet, begeht man fahrlässige Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge aber nicht totschlag

1

Was möchtest Du wissen?