Was ist der Unterschied zwischen Diazepam und Lorazepam?

7 Antworten

Lorazepan ist mit Diazepam (Handelsname Valium) chemisch verwandt.Es wirkt mehr angstlösender als muskelrelaxierend. Lorazepan ist potenter als Diazepam, ist das (zweit-) potenteste Benzodiazepin überhaupt. Tageshöchstdosis ist hier, per Packungsbeilage 7,5 mg bei Valium liegt die stationäre Behandlung bei Problemfällen mit einer Höchstdosis bei 40 und bis zu 60 mg. Bei beiden Medikamenten muss sonst mit Atemlähmungen,-bescherden gerechnet werden. Tavor ist weniger muskelrelaxierend,wirkt schneller auf psychischer Ebene (Angstfreiheit, teils Euphorie). Wegen des schnellen Wirkmechanismus und der hohen Potenz ist bei Tavor das Abhängigkeitspotential größer als bei Diazepam ( also Valium, Valiquid etc.). Daher gibt es Tavor höchstens in 2,5mg Stärke zu kaufen, Valium bis zu 10mg.

Ein Benzodiazepinentzug ist härter,als ein Alkoholentzug. Delirium Tremens (also ganz real anmutende Halluzinationen), Epileptische Krampfanfälle sind da auch mit drin, nur das sich die Metaboliten (chemische Abbauprodukte) im Fettgewebe speichern. So ein Valiumentzug dauert deswegen dann schon so seine mindestens 6 Wochen voller Angst und Depressionen. Gegen Alkoholentzug gibt es Diazepam, gegen Diazepamentzug... (Es gibt einen Schwartzmarkt unter Heroin-Suchtkranken und nicht nur unter ihnen, es wirkt dem Entzug entgegen, lässt einem aber auch nach einem überdrehten Amphetaminrausch schlafen). Am besten, sowenig wie möglich nehmen, da die psychische Abhängigkeit fast sofort einsetzt (was z.Bsp. bei Lorazepan hohe Dosen angeht). Die intellektuelle Leistung nimmt bei der Einnahme eines Benzodiazepins sehr schnell ab, das Erinnerungsvermögen wird erheblich beeinträchtigt. Valium ist da nicht viel besser, man kann es sich bei jedem zweitem Arzt verschreiben lassen. (gegen Panikttacken z.Bsp. wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung, Muskelspasmen, Flugangst..)

Die Anwendungsdauer sollte 6 Wochen nicht überschreiten, wobei schon ab der dritten Woche die Medikation abgesenkt wird, bis zur sechsten Woche ausgeschlichen wird.

Wer Diazepam oder Valium wirkllich benötigt tut dies, um Sicher zu gehen, mit der begleitenden Absprache seines Arztes. Das Patent auf Diazepan Lorazepan etc. ist ausgelaufen. Es gibt also viel preisgünstigere und gleichwertige Präparate von Ratiopharm und Hexal(einfach in der Apotheke nachfragen). Allerdings gibt es auch hochentwickelte Antidepressiva, die nicht süchtig machen, aber ähnlich wirken,helfen.

Gegen Depressionen helfen Benzodiazepine nicht! Man könnte auch sagen, dass Amphetamine dort genau so helfen, "Hey ich hab wieder Antrieb"!. Bei Panickattacken sind Benzos das einzige Mittel und mit begleitender Therapie sind die Heilungschancen wirklich sehr gut.

Sehr gute Erklärung für einen Laien!
Klugscheißer, wie ich bin, muss ich noch etwas ergänzen:
"Lorazepa[m] [...] ist das (zweit-) potenteste Benzodiazepin überhaupt." - Falsch.
Clonazepam, Clonazolam, Alprazolam, Flunitrazolam, und, und, und sind alle mindestens doppelt so stark wie Lorazepam. Gerade für die Triazoloanaloga geht man ja von einer durchschnittlich höheren Potenz von 50-100% aus.
"[Da sich] die Metaboliten (chemische Abbauprodukte) im Fettgewebe speichern. So ein Valiumentzug dauert deswegen dann schon so seine mindestens 6 Wochen voller Angst und Depressionen."
Ganz wichtiger Punkt: Halbwertszeit der verschiedenen Benzodiazepine. Diazepam hat eine HWZ von (je nach Quelle) 20-100 Stunden. Seine Metaboliten haben nochmal zusätzlich eine HWZ von 36-200 Stunden. Daher auch der extrem lange Entzug beim Diazepam.
Im Gegensatz dazu hat Lorazepam eine kürzere HWZ von ca. 10-20 Stunden. Daher wird hier der Entzug/das Ausschleichen vermutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen als bei Diazepam oder anderen langwirkenden Benzodiazepinen wie Flurazepam.
Dennoch möchte ich nochmals auf die Warnung von JulianHaber zurück kommen: Auch wenn der Entug ein oder zwei Wochen kürzer ist (je nach Benzo), ist ein Benzodiazepinentzug (nach längerem, hochdosierten Konsum) ohne ärztliche Überwachung LEBENSGEFÄRHLICH. Es kommt zu einem s.g. Rebound Effekt, dieser beschreibt das Auftreten der Symptome, die von der Subtanz unterdrückt wurden, nach dem Absetzen.. Der mMn wohl gefährlichste Aspekt daran sind Krampfanfälle, die zu ernsthaften Schäden führen können, sowie mögliche paranoide Phase, Angstzustände, Panik etc. die einen selbst, sowie andere in große Gefahr bringen können.

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Lorazepan ist mit Diazepam (Handelsname Valium) chemisch verwandt.Es wirkt mehr angstlösender als muskelrelaxierend. Lorazepan ist potenter als Diazepam, ist das (zweit-) potenteste Benzodiazepin überhaupt. Tageshöchstdosis ist hier, per Packungsbeilage 7,5 mg bei Valium liegt die stationäre Behandlung bei Problemfällen mit einer Höchstdosis bei 40 und bis zu 60 mg. Bei beiden Medikamenten muss sonst mit Atemlähmungen,-bescherden gerechnet werden. Tavor ist weniger muskelrelaxierend,wirkt schneller auf psychischer Ebene (Angstfreiheit, teils Euphorie). Wegen des schnellen Wirkmechanismus und der hohen Potenz ist bei Tavor das Abhängigkeitspotential größer als bei Diazepam ( also Valium, Valiquid etc.). Daher gibt es Tavor höchstens in 2,5mg Stärke zu kaufen, Valium bis zu 10mg.

Ein Benzodiazepinentzug ist härter,als ein Alkoholentzug. Delirium Tremens (also ganz real anmutende Halluzinationen), Epileptische Krampfanfälle sind da auch mit drin, nur das sich die Metaboliten (chemische Abbauprodukte) im Fettgewebe speichern. So ein Valiumentzug dauert deswegen dann schon so seine mindestens 6 Wochen voller Angst und Depressionen. Gegen Alkoholentzug gibt es Diazepam, gegen Diazepamentzug... (Es gibt einen Schwartzmarkt unter Heroin-Suchtkranken und nicht nur unter ihnen, es wirkt dem Entzug entgegen, lässt einem aber auch nach einem überdrehten Amphetaminrausch schlafen). Am besten, sowenig wie möglich nehmen, da die psychische Abhängigkeit fast sofort einsetzt (was z.Bsp. bei Lorazepan hohe Dosen angeht). Die intellektuelle Leistung nimmt bei der Einnahme eines Benzodiazepins sehr schnell ab, das Erinnerungsvermögen wird erheblich beeinträchtigt. Valium ist da nicht viel besser, man kann es sich bei jedem zweitem Arzt verschreiben lassen. (gegen Panikttacken z.Bsp. wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung, Muskelspasmen, Flugangst..)

Die Anwendungsdauer sollte 6 Wochen nicht überschreiten, wobei schon ab der dritten Woche die Medikation abgesenkt wird, bis zur sechsten Woche ausgeschlichen wird.

Wer Diazepam oder Valium wirkllich benötigt tut dies, um Sicher zu gehen, mit der begleitenden Absprache seines Arztes. Das Patent auf Diazepan Lorazepan etc. ist ausgelaufen. Es gibt also viel preisgünstigere und gleichwertige Präparate von Ratiopharm und Hexal(einfach in der Apotheke nachfragen). Allerdings gibt es auch hochentwickelte Antidepressiva, die nicht süchtig machen, aber ähnlich wirken,helfen.

Gegen Depressionen helfen Benzodiazepine nicht! Man könnte auch sagen, dass Amphetamine dort genau so helfen, "Hey ich hab wieder Antrieb"!. Bei Panickattacken sind Benzos das einzige Mittel und mit begleitender Therapie sind die Heilungschancen wirklich sehr gut.

Lorazepam wird zum Einschlafen, Entspannen und gegen Angstschübe verabreicht. Es macht im höchsten Maße abhängig. Ich habe einen Entzug gemacht und binsofort wieder rückfällig geworden. Während des Entzugs durchlitt ich Depressionen und Krampfschübe. Ich nahm damals bis zu 8 mg Tavor also Lorazepam. Diazepam ist Valium (oder Walium?) und wird vom Körper erst nach längerer Zeit wieder abgebaut. Es wird ebenfalls bei Unruhezuständen verabreicht. Auf mich wirkte es dröhnender, so richtig auf die Muskeln. Und ich wa nach einem Tag noch nicht wieder klar. Auch Diazepam gehört zu den Benzodiacipinen und macht schnell abhängig.

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