Was ist der Unterschied zwischen der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung?

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7 Antworten

Hallo Mertooooouu,

ein wesentlicher Unterschied liegt sicherlich in der Beitragskalkulation.

In der gesetzlichen Krankenkasse berechnet sich der Beitrag prozentual vom Bruttogehalt.

In der privaten Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nach dem gewählten Versicherungsschutz, sowie nach Alter und Gesundheitsstatus bei Antragsstellung. Das Einkommen spielt keine Rolle.

Du zahlst demnach wirklich nur das, was statistisch gesehen benötigt wird um die gewählten Leistungen dauerhaft zu erbringen. So kannst du deinen Beitrag sogar ein Stück weit mitgestalten, in dem du für dich entscheidest, was dir wichtig ist und auf was du verzichten kannst.

Der zweite wesentliche Unterschied bei der Frage "GKV oder PKV?" liegt bei den Leistungen.

In der GKV gilt: Gleicher Leistungsanspruch für alle. Dabei wird der Umfang der Leistungen vom Gesetzgeber festgelegt und kann auch jederzeit gekürzt oder gestrichen werden.

Die Leistungen der GKV sollen grundsätzlich "ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich" sein. Bedeutet leider häufig, dass nur eine Grundversorgung gewährleistet ist. In vielen Bereichen - gerade beim Zahnarzt oder wenn es um Vorsorgeuntersuchungen geht - zahlt man als Patient ordentlich drauf.

In der PKV hingegen hast du die Möglichkeit den Versicherungsschutz auf deine individuellen Bedürfnisse anzupassen. Die Leistungen werden dir darüber hinaus lebenslang garantiert.

Sollte jedoch eine Pflichtversicherung in der GKV bestehen, so kann man parallel dazu bei einer privaten Krankenversicherung eine Ergänzungsversicherung abschließen. Welche Bereiche man trotzdem noch zusätzlich zu der GKV absichern kann siehst du hier:

http://www.barmenia.de/de/produkte/krankenversicherung/zusatzversicherung/uebersicht.xhtml

Ich hoffe, du bekommst hier schon einen ersten Eindruck der zwei Systeme.

Viele Grüße

Katharina vom Barmenia-Team

 

 

 

 

AalFred2 19.05.2017, 10:44

Dass du so bedeutsame Unterschiede wie die beitragsfrei Familienversicherung nicht erwähnst, war bestimmt nur ein Versehen und keinesfalls der Tatsache geschuldet, dass ihr mit PKVen euer Gelde verdient, oder?

Igrendwie klingt dein Beitrag mehr nach Verkaufsveranstaltung als nach wirklicher Information.

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Um in der Privaten Krankenversicherung Aufnahme zu finden, musst Du im Jahr 2017 ein Jahreseinkommen vom mindestens 57.600 € haben.

Vorteil PKV: 

Die Ärzte reißen sich um Dich, weil sie im Regelfall für die gleiche Leistung den 2,8-fachen Satz der GKV-Sätze bekommen. In besonderen Fällen auch den 3,5-fachen Satz.

Nachteil:

Die Beitragssteigerungen fallen in aller Regel höher aus als in der GKV, da die PKV mit niedrigen Sätzen die gutverdienenden Singles anködert und erst dann die Sätze erhöht, wenn diese nicht mehr aussteigen können (oder wollen).

Weiterer Nachteil: 

Alle Familienmitglieder müssen in der PKV mit eigenem Vertrag und zusätzlichen Beiträgen versichert werden. Zudem können die PKV Familienmitglieder ablehnen (z.B. wenn ein Kind mit Behinderung zur Welt kommt) bzw. nur mit mit sehr hohen Beitragssätzen in die PKV aufnehmen.

Die eine ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die andere ein Wirtschaftsunternehmen. 

Beide bezahlen die medizinische Versorgung, manche mehr, manche weniger. 

  1. Private viel teurer als gesetzliche

  2. bei privater zahlst du erst mal sämtliche Kosten für Arzt, Medikamente usw. selber. Dann musst du die Rechnungen an die Kasse schicken. Erst dann bekommt man das geld zurück. (Eigenanteil evtl nicht)
  3. Bei gesetzlicher Kasse zahlst du nur einen Anteil für Medikamente und Massagen usw. Arztkosten sind niemals zu bezahlen
Tunatttt 18.05.2017, 11:04

privat ist die bessere wann man sich sie leisten kann

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Griesuh 18.05.2017, 11:33
@Tunatttt

Die Zeiten, dass eine PKV besser war als die GKV sind lange vorbei. Wenn du dir nicht alles extra versichern kannst, stehst du mit der Basis oder Standart PKV schlechter da als ein GKV versicherter.

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wurzlsepp668 18.05.2017, 11:09

1. komisch ....

ich habe bisher mit meiner privaten Versicherung um EINIGES weiniger bezahlt als in der gesetzlichen Versicherung

2. bei hohen Rechnungen ist ein Abtretung durchaus üblich, d.h. die Versicherung zahlt direkt an den Arzt / Krankenhaus

3. echt? bei gesetzlichen sind Arztkosten niemals zu bezahlen?  komisch .... warum jammern dann die gesetzlich Versicherten, dass die Krankenkassen Untersuchungen nicht mehr bezahlen und diese selbst bezahlt werden müssen? Stichwort IGEL-Leistungen beim Arzt ....

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latricolore 18.05.2017, 11:32
@wurzlsepp668

ich habe bisher mit meiner privaten Versicherung um EINIGES weiniger bezahlt als in der gesetzlichen Versicherung

Wenn man jung genug eintreten kann, ist das so.
Ändert sich jedoch spätestens, wenn du pensioniert bist.

IGeL-Leistungen sind keine Arztkosten!
Heißt nicht ohne Grund Individuelle Gesundheitsleistungen.

Aber es stimmt leider trotzdem - es wird nur noch die Basisversorgung finanziert.
Wobei ich z.B. eine Brille durchaus als Basis ansehe - nix bekommt man mehr dazu.

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Griesuh 18.05.2017, 11:35
@wurzlsepp668

Tja, dann hast du nur das nötigste versichern lassen. Warte mal ab wenn du in rente gehst, dann komm t das große Heulen.

Und auch deine PKV bezahlt diese Igel-Leistungen nicht immer..

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wurzlsepp668 18.05.2017, 11:56
@Griesuh

klar, Grisuh, du kennst ja meine Leistungen der PKV ........

dummerweise habe ich VOLLSCHUTZ in der PKV

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wurzlsepp668 18.05.2017, 12:25
@latricolore

dann ist es gut, dass sich für mich nix ändert, da ich nie pensioniert werden kann ...

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AalFred2 19.05.2017, 10:46
@wurzlsepp668

Und im Alter zahlst du dann deutlich mehr als die GKV-Versicherten.

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Zu zahlreich, als dass sie in einem Beitrag abzuhandeln wäre.

Ich empfehle google. Wenn danach konkrete Fragen offen sind beantworten wir die gerne.

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