Was ist der Unterschied zwischen den Republikaner und den Demokraten?

Das Ergebnis basiert auf 2 Abstimmungen

Demokraten 50%
Andere 50%
Republikaner 0%
Green Party 0%
Constitution Party 0%
Libertarian Party 0%

5 Antworten

Obwohl Du mehr als nur einen Unterschied haben willst, gibt es im Grunde doch nur einen einzigen (aber dafür großen) Unterschied zwischen den beiden Großparteien:

Die Demokraten sind für viel Einmischung des Staates ins Privatleben (z.B. durch staatl. Krankenkasse) und die Republikaner sind für wenig staatliche Einmischung ins Privatleben und individuelle Freiheiten. Daraus ergibt sich u.a., dass unter demokratischer Regierung oftmals Steuern erhöht werden, um staatliche Programme zu finanzieren, während bei republikanischer Regierung oftmals Steuern gesenkt werden.

Ein weiterer Unterschied ist, dass die Republikaner geschlossener dastehen als die Demokraten. Bei den Republikanern gibts zwar die Ultrakonservativen (Falken), aber im Großen und Ganzen steht die Partei geschlossen. Dagegen gibt es bei den Demokraten sehr viele sehr unterschiedliche Gruppierungen, die sich gegenseitig anfeinden; sie haben meist Probleme, eine einheitliche Linie zu beziehen. Allerdings haben die Republikaner neuerdings auch leichte Probleme in der Beziehung dank des Teaparty Movements.

Historisch gesehen sind die Demokraten älter als die Republikaner. Und es gibt auch noch andere, kleinere Parteien, die durchaus einen Einfluss haben können. So kann eine dritte Partei einer Großpartei Stimmen abzwicken, wodurch die Großpartei dann gegen die andre Großpartei ins hintertreffen gerät. In der internationalen Presse fällt das kaum auf und wer weiß schon, wer z.B. Ralph Nader ist?

Das "liberal" der Demokraten darf man nicht mit dem deutschen politischen Begriff "liberal" verwechseln, das sind zwei Paar Schuhe. Liberal ist hier das Gegenteil von conservative. Ein Amerikaner, der sich als liberal bezeichnet, möchte wahrscheinlich mehr soziale Projekte und weniger Unterstüztung für die Industrie sehen, während ein conservative Amerikaner wahrscheinlich lieber weniger Steuern zahlen möchte und der Wirtschaft freien Lauf geben möchte.

Der Umschwung im Süden kam erst ca. 1980, zuvor war der Süden democratic.

Der Umschwung im Süden begann nicht erst in den 80ern sondern bereits in den 60er-70er Jahren mit der Bürgerrechtsbewegung. Davor wurden im Süden traditionell die Demokraten gewählt, da man in den Republikanern den alten Gegner aus dem Bürgerkrieg sah (Partei Lincolns etc.)

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Bei der Bundeszentrale für politische Bildung (Bpb.de) kann man günstig Bücher bestellen. Dabei gibt es auch den "Länderbericht USA" von Peter Lösche, in dem ein Kapitel ausführlich auf die amerikanischen Parteien, ihre historische Entwicklung und die Unterschiede zu Parteien anderer Länder eingeht: http://www.bpb.de/publikationen/YCUB2A,0,0,L%E4nderbericht_USA.html

Demokraten

Ich fasse es mal ganz grob zusammen: Die Demokraten sind die "liberalere" Partei und die Republikaner die "konservativere". Konservativ ist hier aber nicht im Sinne von CDU / CSU gemeint. Die wären in den USA für die dortigen Verhältnisse eine linke Partei. SPD und GRÜNE würden dort wohl als Kommunisten beschimpft werden.

Man muss auch berücksichtigen, dass es in den USA nur diese beiden relevanten Parteien gibt. Darum decken sie jeweils ein viel breiteres Spektrum ab als die deutschen Parteien. Es kommt durchaus vor, dass ein "rechter" Demokrat weiter links steht als ein "moderater" Republikaner. In der Tendenz ist eine Mehrheit der Demokraten für das Recht auf Abtreibung, für Rechte für Gewerkschaften, für eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz und für den Ausbau des Sozialsystems der USA. Die Republikaner stehen tendenziell jeweils für das Gegenteil. Bei den Demokraten sind zusätzlich viele gegen die Todesstrafe, bei den Reps so gut wie niemand.

In der aktuellen Debatte ist vor allem wichtig zu wissen, dass heute eine Mehrheit der Republikaner für den "schlanken Staat" eintritt. Das heißt: So wenig soziale Absicherung wie möglich um die Steuern so niedrig wie möglich anzusetzen. Und man sollte bedenken, dass das Sozialsystem mit jenem von Deutschland jetzt schon nicht vergleichbar ist, mit denen von Dänemark, Schweden, Norwegen schon absolut gar nicht.

Ist wie bei uns CSU zu CDU mit etwas weniger konservativ.

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