Was ist der Unterschied zwischen dem theologischen und metaphysische denken und der Erkenntnistheorie der positives Wissenschaft?

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2 Antworten

Positive Wissenschaft bedeutet, dass man ohne transzendentes Hinterfragen der Erfahrungswelt diese erst mal als gegeben hinnimmt und Erkenntnisse innerhalb dieser möglichen Erfahrungen anstrebt. Grundlage ist meist ein "kritischer Realismus", was bedeutet, dass die Art und Weise unseres Erfahrungsgewinns nicht als "täuschbar" hinterfragt würde.

"Kritischer Realismus" ist bereits eine metaphysische Position, die allerdings bewusst auf ein Hinterfragen der erfahrbaren Welt verzichtet. So gibt es noch weitere metaphyische Grundeinstellungen, die wie der Monismus ein Hinterfragen der erfahrbaren Welt nicht ausklammern sondern bewusst als Grundlage ihrer Überlegungen setzen. Diese können deterministische sein (Demokrit) oder indeterministisch (Epikur). Dann gibt es metaphysische Einstellungen, die die erfahrbare Welt spekulativ überschreiten. Manchmal werden nur diese die Erfahrungen überschreitenden Spekulationen als Metaphysik gewertet. Die Bandbreite der unterschiedlichen Auffassungen dieses Bereichs ist riesig, weil den Spekulationen nicht wirklich Grenzen gesetzt sind.

Theologie ist bereits eine "beschränktere" Metaphysik, weil sich jede Theologie auf ein Gottesbild als unhinterfragbare Wahrheit festlegt und andere Gottesbilder höchstens als andere spekulative und irrige Metaphysik betrachtet. Die unterschiedlichen Religionen haben einen auf ihre eigene beschränkte Sicht verengten Bekenntnischarakter ("Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.").

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