Was ist der Unterschied zwischen dem Denken eines Menschen und dem Rechnen eines Computers?

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12 Antworten

Jein.

Es ist uns nicht möglich, z.B. bildhaftes Denken einer Maschine einzuprogrammieren, denn dazu müssten wir es zuerst vollständig verstanden haben, und das haben wir nicht.

Aber es ist möglich, Computer zu bauen die selbst lernen können beispielsweise Bilder besser und schneller zu erkennen als es ein Mensch könnte. Man nennt das heute meistens "deep learning" und es handelt sich um vielschichtige "neuronale Netze". Solche Computer werden dann aber nicht "programmiert" sondern eher "trainiert" - man gibt ihnen keinen Algorithmus, sondern Musterbeispiele von denen sie lernen müssen.

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Kommentar von rr1957
26.03.2016, 11:24

noch ein paar Ergänzungen dazu:

wir können programmieren wie ein generischer Rechenmechanismus (neuronales Netz genannt) schrittweise "lernen" kann, oder präziser gesagt: seine Fehler in vorgegebenen Übungsbeispielen reduzieren.

Das Ergebnis dieses Lernvorgangs ist dann eine riesige Menge von Gewichtungsfaktoren (Millionen, Milliarden, ...), mit denen die Antwort aus den Inputdaten ermittelt wird. Diese Gewichtungsfaktoren kann man dann kopieren und damit das Lernergebnis vervielfältigen und reproduzieren.

Aber: diese riesige Menge an Gewichtungsfaktoren kann man dann in der Regel als Mensch nicht verstehen, man kann daraus keine Theorie oder Erklärung ableiten, und auch keinen einfacheren Algorithmus. Man weiss dann insbesondere nicht, was der Computer in Fällen tun wird, die nicht den Musterbeispielen entsprechen. Und wenn man das herausfinden will, muss man es halt im Einzelfall ausprobieren - man hat keine Theorie mit der man das vorhersagen könnte. (Das ist übrigens ein interessantes Forschungsthema für die Zukunft ...)

Der praktische Anwendungsfall für die Entwicklung in diesem Bereich ist derzeit hauptsächlich das selbststeuernde Auto. Hier ist es heute bereits so, dass ein neuronales Netz die Verkehrzeichen an der Strasse besser und zuverlässiger erkennt als ein Mensch es könnte. Das ist ein Fortschritt für das "System Auto" ...

Aber ob das "System Auto" da nun "bildhaft denkt" kann man nicht beantworten - wenn der Fahrer auf die Verkehrzeichen schaut, wird man das wohl unterstellen - wenn es das neuronale Netz übernimmt, ist es eine offenen Frage.

Ja, ich denke dass Computer in vielen Fällen das Denken von Menschen ersetzen können - das ist die jetzt erwartete nächste Welle der Automatisierung: Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte, Lehrer etc. werden zunehmend durch Computer verdrängt werden, die ihre Aufgabe besser und zuverlässiger erfüllen. Man muss halt aufpassen, wo man das will und wo besser nicht:  natürlich kann man die Arbeit der Lehrlinge ersetzen durch Maschinen, die es besser können - aber dann bekomm ich eben keine Gesellen mehr, und auch später keine Meister ...

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Ich denke nicht das Du auf diese Frage eine endgültige Antwort erhalten wirst. Die Frage Die Du hier stellst ist eigentlich eine philosophische Frage über die man ganze Bücher schreiben kann ohne zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. Die eigentliche Frage ist hier eher was ist Intelligenz bzw. was ist freier Wille bzw. was macht uns zum Menschen / Lebewesen. Es gibt hier sehr viele verschiedene Ansichten.

Eine davon ist das es im Grunde keinen freien Willen gibt. Wenn das Gehirn praktisch nichts anderes ist als ein Computer und der Körper eine Ansammlung von Sensoren, dann ist der Mensch im Grunde auch nichts anderes als eine Maschiene die auf Eingaben von Aussen reagieren.

Aber wie gesagt, es gibt Meterweise Bücher die sich mit solchen philosophischen Fragen beschäftigen ohne zu einer Antwort zu kommen.

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Computer haben (noch) keine Gefühle, die ihr Denken beeinflussen.

Schau mal den Link an. DER Computer ist schon ziemlich gut.

 http://www-05.ibm.com/de/watson/

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Deine Frage sollte mal ein Mensch in 50 oder 100 J. stellen, denn dann wissen wir vielleicht endlich wie Denken im Hirn abläuft. Bis jetzt ist das alles noch weitestgehend ein Terra incognita.

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ganz einfach: ein mensch ist ein mensch und ein PC nur ein Computer.

Menschen haben vielfältige Persönlichkeiten und somit auch unzählige Pfade auf denen sich die Gedanken von menschen bewegen können.

Computer haben keine Dinge wie Fantasie, Einfallsreichtum und Kreativität; sie folgen nur dem Weg den ihr System zulässt und das ist meist der logischte Weg während menschen meist von ihren gefühlen fehlgeleitet werden und vom logischen Weg abkommen- was manchmal gut, aber meistens schlecht ist.

Deswegen ist es ja auch so einfach einen Computer im Schach zu besiegen^^ Der beste Schachcomputer der Welt ist darauf programmiert IMMER den best möglichen zug zu machen. Wenn er das macht kann man jeden zu vorraus sehen und ihn besiegen wenn man richtig spielt und ihn in eine falle lockt. So kann ein guter Schachspieler 10 von 10 Spielen gegen einen Computer gewinnen^^ Das is ein gutes Beispiel, denke ich.

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Kommentar von Bujin
23.03.2016, 09:44

Schachcomputer sind seit Jahrzehnten besser als jeder Mensch und nicht zu schlagen. Sie machen immer den bestmöglichen Zug der möglich ist so dass es keinen besseren mehr gibt. Die Rede ist hier natürlich nicht von Computerprogrammen die dazu gemacht sind auch mal zu verlieren. Wenn ein Computer verliert lässt er einen quasi nur gewinnen weil man sein Vorausdenken limitiert. 

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Kommentar von Schachpapa
23.03.2016, 09:53

Wenn der Computer immer den besten Zug macht, kann ein schlechterer Zug nicht dazu führen, dass man gewinnt. Dann ist entweder der Zug nicht schlechter oder der Computer hat nicht den besten Zug berechnet.

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Was ist der Unterschied zwischen dem Denken eines Menschen und dem Rechnen eines Computers?

Ein Computer kann gar nicht denken! Der kann NUR Befehle ausführen! Er arbeitet immer Schritt für Schritt.

Es gibt zwar etwas, was man in der Informatik "Intelligente Systeme" nennt, aber richtig "intelligent" sind die auch nicht. Auch diese funktionieren nach Algorithmen! Selbst so Dinge wie der Bayes-Klassifikator, der Ereignisse vorrausberechnen kann baut nur auf Wahrscheinlichkeiten auf!

Oder neuronale Netze. Die sind aber auch nur Quasi-Intelligent

Es ist nicht möglich einen Rechner das Denken beizubringen! Er wird immer nur das können, was ihm mal beigebracht wurde.


Denkt ihr, dass ein Computer jemals das Denken des Menschen ersetzen kann?

Auf keinen Fall! Er kann Entscheidungen treffen (wird ja heut auch schon getan), schnell rechnen, Bilder erkennen, usw. Aber niemals wird er das menschliche Denken ersetzen können!

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Im Grunde keiner. Wir Menschen funktionieren ähnlich, also auch mit elektrischen (und auch chemischen) Signalen. Der Unterschied ist dass Wir wesentlich komplexer aufgebaut sind und deshalb viel mehr Rechenleistung besitzen. Jedoch gibt es schon Teile des Menschen die auf Computerprogramme übertragen wurden z.B. das Lernen durch neuronale Netze, damit ist es heute schon möglich das ein Computer selbstständig lernt und das auf die selbe Art und Weise wie ein Mensch (das wird z.B. bei Siri verwendet, welcher durch die verschiedenen Eingaben der Benutzer immer dazu lernt)

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Momentan nicht, aber man geht davon aus, dass um 2040 Computer menschliches Denken erreichen werden und von da an den Menschen überholen.

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Es dürfte einfacher sein manche Menschen zu immitieren als andere. Wer sich zb das Hirn mit so manchem Nachmittags Fernsehen zu knallt hat gar nicht mehr so viel Kapazität übrig. 

Dass ein Computer so programmiert wird, sich in gewissen situationen Menschlich zu verhalten ist möglich. Siehe Siri, die wird sauer wenn du sie mit Cortana anredest oder ähnlicher Unsinn. Aber das sind vorporgrammierte Entscheidungen die einmal jemand getroffen hat. 

Wirklich eigenständiges Denken ist schwierig, und aktuell nicht möglich. Dass es aber dauerhaft unmöglich bleibt würde ich nicht sagen :D

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Kommentar von alvajaro
23.03.2016, 10:32

Wenn ich korrigieren darf? Siri wird nicht sauer, sie reagiert lediglich "sauer". Ist jetzt doch kein unwesentlicher Unterschied.

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Hi, mittlerweile hat die Wissenschaft den so genannten "Determinismus" akzeptiert. Das heißt sowas wie eine freier Wille existiert nicht und jede Entscheidung die wir treffen könnte an einer Reihe von Ereignissen logisch zurückverfolgt werden. 

Das heißt letzten Endes basieren wir auch nur auf dem Grundprinzip dass eine Reaktion nur nach einer Aktion stattfindet. Nichts passiert ohne Grund bzw. Auslöser! 

Wir haben einen ziemlich großen Teil in unserem Kopf der dafür verantwortlich ist die Entscheidungen die wir treffen als frei zu interpretieren - das Bewusstsein. In Wahrheit bekommt dieser Teil vor jeder Entscheidung allerdings einen Impuls vom Unterbewusstsein was so auch schon zweifellos nachgewiesen wurde. 

Das heißt egal wie spontan und frei eine Entscheidung wirkt, man könnte sie zu 100% vorhersagen würde man genau wissen wie dein Gehirn beeinflusst wurde. Am besten zu sehen ist das zB. bei engen Zwillingen. Befragt man sie unabhängig von einander zu Dingen die sie zum ersten mal sehen, geben sie größtenteils die gleichen Antworten! Man kann praktisch alle Antworten eines Zwillings vorhersagen wenn man die des Anderen kennt. Bei einem wirklich freien Willen wäre das unmöglich! 

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Kommentar von Imago8
23.03.2016, 10:10

jede Entscheidung die wir treffen könnte an einer Reihe von Ereignissen logisch zurückverfolgt werden

Würde das gerne nachlesen. Hast du da eine gute Quelle?

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Kommentar von Bujin
23.03.2016, 10:53

Um nochmal auf den Computer einzugehen: Aktuelle Computer arbeiten schon anders als unser Gehirn auch wenn das Grundprinzip gleich ist. Unser Gehirn ist extrem komplex aufgebaut und selbst simple Dinge wie den Arm heben können ein Feuerwerk im Gehirn verursachen. Es wird eben nicht wie beim Computer ein Schalter umgelegt sondern große Teile des Gehirns werden ständig aktiviert weil alles irgendwie miteinander verknüpft ist. Hebst du den Arm könnte dich das an ein Ereignis aus deiner Schulzeit erinnern das mit dieser Bewegung verknüpft ist so dass du ein Dejavu erlebst. 

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Kommentar von Ahzmandius
23.03.2016, 16:27

Wo soll die Wissenschaft den sog. Determinismus akzeptiert haben?

das P vs. NP Problem ist doch nach wie vor ungelöst.

Insbesondere die QM hat den Determinismus ganz und gar nicht "akzeptiert".

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