Was ist der unterschied zwischen Butter und Margarine?

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11 Antworten

Butter: Ein Naturprodukt Das Ausgangsprodukt für Butter ist Süssrahm, der sich in Steingutgefässen als oberste Schicht auf der Milch bildet und gesammelt wird. Der Süssrahm wird im Butterfass so lange gerührt, bis sich das Fett zur Buttermasse verbindet. Butter gibt den Speisen ein feines Aroma. Für süsse Mehlspeisen ist sie die unerlässliche Zutat. Über den Winter wurden die Kühe mit Heu gefüttert. Im Frühjahr, wenn sie das erste grüne Gras frassen, schmeckte die daraus entstandene Butter aromatischer, ausserdem war sie gelber. Im süddeutschen Raum sagen viele Leute noch »der« Butter. Das kommt daher, dass man früher die ältere Bezeichnung »der« Anken verwendete. Der männliche Artikel hat sich erhalten. Bauer/Arndt: Rezepte aus DL Margarine: Ein Kunstprodukt. Margarine Auch gekühlt immer streichfähiges Kunstprodukt und Intimfeindbild des Buttermarketings, nur durch alltäglichen Gebrauch erscheint es beinahe nicht mehr künstlich. Das Buttersurrogat (jede Namensnähe zu einem Kuhprodukt wird geahndet) wurde 1896 von dem Franzosen Hypolite Mège-Mouries erfunden, nachdem Napoleon III. einen Wettbewerb ausgeschrieben hatte, um für seine Armee einen kostengünstigen Butterersatzstoff zu bekommen. Für die erste Margarine mischte Mege-Mouries noch Milch, Wasser, Rindertalg (Nierenfett) und (zweckloserweise) Lab. Dieses Gemisch war durchaus gebräuchlich. 1869 erfolgte die Patentanmeldung als »Erzeugung gewisser Fette tierischen Ursprungs«. Der Name des Kunstprodukts lautete »Oleomargarin« (von lat. oleum = Öl und griech. margaros = Perlmuschel wegen der Produktfarbe). Der ohnehin überflüssige Labzusatz wurde später weggelassen. Die industrielle Herstellung entwickelten erst die Holländer, weil die englisce Butternachfrage die Kapazitäten der Produktion überstieg. 1871 entstand die erste Margarinefabrik der drei Familien Juergens, van den Bergh und Lever (Unilever). Als Rohmaterial dienten Schweineschmalz, Walöl, Palmöl, Erdnuss-fett sowie Kokosfett. In England wurde das Kunstprodukt zunächst als »Butterine« vermarktet. Laut Gesetz ist die gelbe Streichmasse definiert als eine Zubereitung, die durch Emulgieren, d. h. inniges Vermischen von Fetten (min*l. 80 %) und Wasser (max. 20 %) entsteht. Milchfett und Milcheiweiss sind maximal zu 1 % enthalten. Haushaltsmargarine besteht aus tierischen oder pflanzlichen Fetten oder beidem, wobei Standardmargarine zu gleichen Anteilen aus tierischen und pflanzlichen Fetten besteht. Pflanzenmargarine enhält immer mind. 98 % pflanzliche Fette. Rohstoffe für tierische Fette stammen meist aus den Fetten diverser Schlachttiere; die pflanzlichen Öle lassen sich aus Sojabohnen und Erdnüssen, zum grossen Teil aus Sonnenblumenkernen, und aus Mais- und Weizenkeimen gewinnen. Pflanzliche Fette stammen aus Kokosnüssen und Olpalmfrüchten. Um die gewünschte Härtung zu erreichen, entsteht konventionelle Margarine heute mit chemischer Unterstützung (Erhöhung des Schmelzpunktes durch eine Umesterung, bei der das Öl auf bis zu 200 °C erhitzt und unter Vakuum gerührt wird). Wasser, Emulgatoren und Zusatzstoffe wie Betakarotin (zur Färbung), Salz, Sorbinsäure und Antispritzmittel werden untergerührt. Da dabei viele gesättigte Fettsäuren entstehen, werden wertvolle ungesättigte wieder zugesetzt, ebenso werden Vitamine zwar zerstört, nachher aber künstlich wieder zugeführt. Nur Bioprodukte (kein Umestern, keine Fetthärtung) werden rein physikalisch erzeugt. Bei ihnen werden pflanzliche Fette durch einen Kälteprozess von der flüssigen Phase getrennt und mit Wasser, Maisstärke und kalt-gepresstem nativem Öl (z.B. Sonnenblumenöl) gemischt. Sie enthält keine Konservierungs- und Farbstoffe, Salz oder zugesetzte Vitamine. Biomargarine ist daher eine gute Alternative zur cholesterinhaltigen, tierischen Butter. Inhaltsstoffe pro 100g Pflanzenmargarine: 722 kcal/3023 kj, 19,1 g Wasser, 0,2 g Eiweisse, 80 g Fette, 0,4 g verwertbare Kohlenhydrate, 7 mg Cholesterin, 101 mg Natrium, 7 mg Kalium, 10 mg Kalzium, 10 mg Phosphor, 13 mg Magnesium, an Vitaminen (Zugabe) bis 533 μg A. Quelle: Pini, Das Gourmet-Handbuch

Ups - solch eine Erklärung hab ich hier noch nie gefunden. Hab ich mir gleich ausgedruckt. Wunderbar. Was noch zum Anfügen wäre, Süßrahmbutter fürs Butterbrot Sauerrahmbutter (weniger Wasser)zum Erhitzen. Für den Menschen ist die Butter auch besser zu verarbeiten, Margarine hat zu viele Nebenstoffe.

Also ich benutze auch zum Kochen Margarine. Butter ist mir einfach zu teuer geworden. Die ungesättigten Fettsäuren in Margarine sind besser für den Körper.

ja aber die gehärteten Fette sind schädlich fürs Herz

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