Was ist der Unterschied zwischen Buddhismus und Hinduismus?

7 Antworten

Unterschied Hinduismus zum Buddismus:

Hindus sehen das Leben als einen ewigen Kreislauf an (Karma, Kastenwesen). Es heißt, dass es im Hinduismus 330 Millionen Götter gibt, dennoch soll der Hinduismus nicht polytheistisch sein. Im Hinduismus glaubt man an die Unsterblichkeit der Seele und an eine Qualhölle.

Der Buddhismus befreite zwar das Volk bis zu einem gewissen Grad von den Fesseln des Hinduismus, aber das Karma und Samsara wurden übernommen. Der Unterschied zum Hinduismus: er leugnet die Existenz einer unsterblichen Seele. Trotzdem drehen sich seine Lehren um die Vorstellung, dass alle Menschen durch unzählige Wiedergeburten von einem Leben zum andern wandern (Samsara) und unter den Folgen vergangener und gegenwärtiger Taten zu leiden haben (Karma).

Offiziell klammert der Buddhismus die Existenz eines Gottes aus. Doch der Durchschnittsbuddhist verehrt trotzdem Götzen und Reliquien, Götter und Dämonen, Geister und Ahnen, und er übt viele Riten und Bräuche aus, die wenig mit dem zu tun haben, was Gautama, der Buddha, gelehrt hat. 

Schau auch hier rein: https://www.gutefrage.net/frage/worin-unterscheiden-sich-hinduismus-und-buddhismus-vom-christentum-judentum-und-islam

LG ...

Beide sind eng verwandt und im Grunde gehen sie (bei bestimmten Traditionen) fast nahtlos ineinander über.

So betrachten die heutigen Hindus der gängigen Sichtweise nach den Buddhismus zB. als "nicht-orthodoxe" Tradition (Nastika), da der Buddha sich nicht auf die Veden als heilige Schrift bezieht.

Manche sehen in Buddha auch den 9ten Avatar des Gottes Vishnu (nach dem 8ten Krishna).

Thematisch und vom Grunddenken her sind beide jedenfalls eng verwandt.

Sie kommen nur in ihrer Methodik und einigen Kernpunkten ihrer Lehre zu unterschiedlichen Aussagen.

Ich könnte das noch weiter ausführen, aber als groben Vergleich dürfte das Dir einen Einblick geben.

Interessant zu erwähnen ist zudem das Forscher und Religionswissenschaftler teilweise ein anderes Bild des Früh-Buddhismus zeichnen als das was landläufig bekannt ist, nämlich das der Buddha das Kastensystem strikt ablehnte und eine strikte Trennung zwischen Hinduismus und Buddhismus zu ziehen wäre usw.

Wie sich herausstellt (nach Forschermeinung) sei das alles nicht so haltbar sondern Interpretationen späterer "Neo-Buddhisten".

Mehr dazu hier: http://web.uni-frankfurt.de/irenik/relkultur42.pdf

Wenn du Fragen hast, nur zu!

Gruß

Die Gemeinsamkeiten sind z.B. der Glaube an die Wiedergeburt oder die (Nicht-)Entstehung der Welt. Während Hindus aber auf die Brahmanen hören, das Kastenwesen streng einhalten sollen oder an Brahman und Shiva glauben, hat Buddha sich darüber hinweggesetzt.

Er sieht Götterglauben als nicht zielführend an, spricht jedem Wesen das Potential zur Befreiung zu und sieht die Wiedergeburt in höheren Kasten geradezu als Behinderung auf dem Weg an.

Es wäre aber schlau, sich diesem sehr umfassenden Thema nicht unbedingt über diese Plattform anzunähern. Lieber etwas eingehender studieren und selber differenzieren. Vielleicht habe ich ja auch Käse erzählt?

Das googelst du besser selbst mal.

Buddhisten haben keinen Gott, Hindus haben ca. 330 Millionen davon.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ex-Christ und Ex-Muslim, schon ok so.✔️

ein wenig übertrieben nh

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@joerosac

Ja habs mal gegoogelt, stimmt tatsächlich, nur werden auch mal nur 180mio und mal 400 mio angezeigt

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@JvstLvkas

Hier spielt vielmals eine Begriffsverwirrung mit rein, wenn man sich mit der indischen religiös - philosophischen Gedankenwelt nicht auskennt wird man unweigerlich zu Fehldeutungen kommen.

Es hängt im Grunde alles an der jeweiligen Philosophie/ Theologie die hinter den hinduistischen Traditionen stehen.

So sind die Götter zB. nicht 1 zu 1 gleichzusetzen mit dem Schöpfergott in abrahamitischen Religionen.

Nicht 180 Mio, nicht 330 Mio, auch nicht 400, mittlerweile müssten es mehr als 1,2 Milliarden sein. ;-)

Schau Dir dazu mal bitte folgendes Video an:

https://youtu.be/kF3vIkvhBWM

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