Was ist der Unterschied zwischen Bowling und Kegeln?

3 Antworten

Viel Richtiges und viel Falsches wurde hier gesagt. Kegeln und Bowling haben zwar eine gemeinsame Wurzel, unterscheiden sich aber doch sehr wesentlich:

Die Bowlingbahn ist flach und liegt in der Waage. Aufsatzpunkt für die Kugel (Ball) kann vor der Foul Line jedoch jeder Punkt auf der Breite der Bahn sein. 10 Kegel (Pins) im Dreieck wurde bereits gesagt, aber Fingerlöcher in den Kugeln besitzen auch die Kugeln der Freizeitkegler auf Asphaltbahnen, diese heißen heute Classicbahnen.

Die Bowlingbahn kennt nur eine Spielweise, 10 Durchgänge reihum mit je max. zwei Würfen, der erste Wurf auf alle 10 Pins, der zweite auf den Rest. Etwas anderes kann man auf der Bowlingbahn nicht spielen!

Kegeln unterscheidet sich schon durch 4 verschiedene Bahnarten (regional bedingt): Bohle, Schere und Asphalt (heute Classicbahn), sowie die Lattenbahn in Baden-Württemberg. Letzte ist fürs Sportkegeln nicht zugelassen.

Beim Kegeln auf allen Bahnarten muss die Kugel auf der 35 cm breiten Aufwurfbohle aufgesetzt werden. Die Bahnen sind Präzisionslaufflächen, Bohle und Schere besitzen eine Kehlung und eine Steigung von 10 cm auf die Länge. Die Classicbahn ist flach und in der Waage, also ohne Steigung, wie die Bowlingbahn. Holpern tut da nichts mehr, seitdem die Asphaltbahn aus Kunststoff besteht.

Beim Freizeitkegeln gibt es keine Vorschrift über den Spielverlauf. Es existieren hunderte abwechslungsreiche und spannende Spiele für die Kegelbahn, die das Kegeln unheimlich abwechslungsreich machen. Dabei kommt es weniger auf das Gewinnen, als auf den Spaß beim Kegeln an. Diese Spiele können je nach Spiel als Mannschaftsspiele oder jeder gegen jeden gespielt werden. Diese, schier unbegrenzten Möglichkeiten, bietet die Bowlingbahn nicht!

Sportkegeln ist richtiger Sport, es werden pro Spieler 200 Wurf hintereinander geworfen, ohne Unterbrechung, und zählt damit zu den gefährlichen Sportarten, zumindest für Untrainierte! Dabei ist z.B. auch alle 50 Wurf ein Gassenwechsel vorgeschrieben, d.h. die Kugel muss entweder auf der linken Seite oder auf der rechten Seite des Kegelstandes einschlagen, gemessen am vordersten Kegel. Dies verlangt ein Höchstmaß an Präzision und Konzentration vom Kegler. Beim Bowling ist der Spieler frei vom Gassenzwang, Rechtshänder lassen i.d.R. die Kugel von der rechten Seite auf die Kegel einschlagen, Linkshänder links. Kegeln oder Bowling werden wohl nie olympisch. Im "Olympischen Komitee" ist man der Meinung, Bowling ist im Gegensatz zum Kegeln zuwenig sportlich, Kegeln ist im Gegensatz zum Bowling zu wenig weltweit verbreitet!

Die Aufstellmaschinen sind nicht vergleichbar! Beim Bowling stellt der Pinsetter die Pins zwar frei auf, dafür ist er langsamer und erfordert einen hohen Wartungsaufwand von mindestens einem Wartungsmechaniker ständig vor Ort, der sich nur dann rechnet, wenn viele Bahnen in einer Anlage (Halle) zusammen betrieben werden. Die Störanfälligkeit ist sehr viel größer als beim Seilautomaten der Kegelbahn, die ja zudem oft auch als Einzelbahn in Gaststätten zu finden ist. Seilautomaten für Bowling sind grausam! Beim Bowling stehen die Pins sehr viel dichter zusammen als beim Kegeln. Es kommt häufig zu Seilverwicklungen und das Fallergebnis wird beeinflusst. Für Experten: Die Spot-Off-Stellung der Pins kann der Seilautomat beim 2. Wurf auch nicht wiederherstellen. Dafür bietet er aber die Möglichkeit, bestimmte Pins z.B. für Trainingszwecke immer wieder aufstellen zu lassen.

Der Seilautomat ist für das Kegeln allerdings die ideale Maschine: Preisgünstig, wartungsarm, kaum störanfällig, vom Gastwirt selbst zu warten. Seilverwicklungen sehr viel seltener als beim Bowling und die Fallergebnisse werden durch den Seilautomaten so gut wie garnicht beeinflusst. Das ist in vielen Versuchen belegt! Der größte Vorteil: Die Seilmaschine ist programmier- und steuerbar, das muss sie auch sein, damit z.B. die oben beschriebenen Spiele, die ja eine bestimmte Folge von Stellvorgängen bedingen, überhaupt erst möglich sind.

Zusammenfassend kann man sagen: Die Bowlingbahn ist vielleicht die besser verpackte Art eine Kugel auf Pins oder Kegel zu werfen. Sie scheint die modernere Variante zu sein, in Wirklichkeit bietet sie aber keine andere Spielmöglichkeiten und stellt an die Spieler sehr viel geringere Anforderungen als die Kegelbahn. Aber das kennt man auch von anderen amerikan. Spiel- und Sportmöglichkeiten, die ursprünglich aus Europa kamen: Das Material wurde enorm aufgemotzt, die Virtuosität des Spieles ging jedoch zu Lasten einer Simplifizierung verloren! Es lohnt sich wirklich, Kegeln kennenzulernen!

verschiedene Regeln, verschiedene Kugeln, unterschiedliche Anzahl der Kegel.

Fazit: Zwei ganz unterschiedliche Sportarten.

Es gibt nicht nur andere Regeln, sondern die Sportart unterscheidet sich schon wesentlich.

Der wohl gravierernste Unterschied ist der, dass beim Bowling die Bahn durchgehend breit ist. Außerdem befinden sich auf einer Bowlingbahn sieben Pfeile, die als Zielpunkte dienen. Es gibt insgesamt zehn Pins, während es beim Kegeln nur neun Kegel sind. Und auch die Kugel ist beim Bowling eine ganz andere. Sie ist größer als beim Kegeln und besitzt drei Löcher. Ebenso unterscheiden sich beide Sportarten in ihren Anlauftechniken.

Während es neben sportlichem Kegeln z.B. auch Kegeln in Kneipenkellern gibt, wo es oftmals sehr ungezwungen und unterhaltsam zugehen kann, ist Bowling rein sportlich ausgerichtet.

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