Was ist der Unterschied zwischen Autismus und Asperger?

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5 Antworten

Asperger gehört - wie jede andere Form des Autismus - zur Autismusspektrumstörung.

Es wird immer mehr dazu übergegangen, von ASS zu sprechen.

Diese Menschen sind auch keine Patienten in dem Fall, da ASS keine Krankheit ist, die sich irgendwie heilen lässt.

Was Kontakte knüpfen anbelangt, gibt es Leute mit ASS, denen das sehr schwer fällt und anderen, die das verhältnismäßig gut hinbekommen.

Asperger ist eine Form von Autismus. Die Frage ist so in etwa, wenn du fragst: Was ist der Unterschied zwischen einem Auto und einem BMW.

Es gibt verschiedene Formen von Autismus und eine davon ist Asperger. Es gibt noch den frühkindlichen Autismus und den hochfunktionalen Autismus.

Der frühkindliche Autismus fällt meistens recht früh auf, weil die Kinder z.B. oft nicht sprechen und die Verhaltensauffälligkeiten sehr stark hervortreten. Die Personen haben meistens auch einen geringen IQ. Daher kann man sich mit solchen Leuten meistens gar nicht erst unterhalten.

Wenn alle Kriterien vom frühkindliche Autismus zutreffen, aber die Personen einen IQ von über 70 haben, dann gilt das als hochfunktionaler Autismus.

Asperger ist ein bisschen anders. Oft wird die Diagnose erst viel später gestellt, weil die Betroffenen meistens recht intelligent sind und dadurch in der Lage sind sich anzupassen, Dinge von anderen abzuschauen...usw. Dadurch fallen sie lange nicht so auf wie Kinder mit frühkindlichem Autismus. Die meisten lernen sogar recht früh sprechen und lesen, sodass man davon ausgeht, dass alles ok ist.


WPOAS 03.07.2017, 22:25

Der geringe IQ bei Frühkindlichem Autismus ist oft nur scheinbar so gering. 

Vielmehr sind die gängigen IQ-Tests nicht geeignet, um bei nicht sprechenden Autisten ein valides Ergebnis zu bekommen. 

Daher ist solchen Aussagen, dass solche Autisten einen geringen IQ haben, mit Skepsis zu begegnen.

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Kimster 03.07.2017, 22:36
@WPOAS

Das mag sein, aber das sind Vermutungen. Jedenfalls schneiden die
Frühkindliche Autisten wesentlich schlechter ab und das ist dann schon ein Kriterium.

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WPOAS 04.07.2017, 01:05
@Kimster

Da ich mittlerweile deutlich mehr als 100 Autisten persönlich kennen gelernt habe, glaube ich, dass ich über die Phase der Vermutungen hinweg bin.

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Kimster 04.07.2017, 01:07
@WPOAS

Nunja, aber dann sind es keine Frühkindlichen Autisten sondern Hochfunktionale...ich hab doch geschrieben, ab einem IQ ab 70...also wo ist denn jetzt der Diskussionspunkt?

IQ ist ja speziell definiert und wenn sie da schlecht abschneiden, dann haben sie eben nunmal in der Weise, wie IQ definiert ist, schlechtere Ergebnisse.

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Asperger ist eine Form von Autismus.

Es fällt einem Aspie in der Regel leichter sich zu integrieren, weshalb viele von "einer leichten Form" reden. Ich will nicht sagen, dass es eine leichtere Form ist, aber es ist sicherlich einfacher für einen Asperger Autisten im Leben, als z.B. für einen mit frühkindlichem Autismus.

Asperger ist Autismus. Traditionell unterscheidet man mehrere Formen. Nach neuester Definition gibt es diese Trennung gar nicht mehr.

Das Asperger-Syndrom ist eine leichtere Form des Autismus, keine eigene Krankheit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Autismus#Asperger-Syndrom

WPOAS 03.07.2017, 22:29

Das Asperger-Syndrom ist keine leichtere Form des Autismus, sondern die nach außen sichtbaren Symptome sind weniger auffällig, oft deshalb, weil die Betroffenen selbst eine Großteil der Anpassung übernehmen, um ihre Umwelt zu entlasten!

Die Kernprobleme sind meistens die gleichen, aber das erlebt nur der Betroffene selbst - - und leider ist es immer noch so, dass die Betroffenen zwar Experten in eigener Sache sind, aber vom Fachpersonal nicht wirklich ernst genommen werden.

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