Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Immunsierung?

2 Antworten

Aktive Immunisierung:

Einem gesunden Menschen werden abgeschwächte Krankheitserreger in unschädlicher Form gespritzt. Der Körper des Geimpften entwickelt dann gegen die Erreger die passenden Antikörper. Der Impfschutz besteht hier erst nach einiger Zeit nach der Impfung, weil der Körper ja erst die Antikörper bilden muss.

Passive Immunisierung:

Hier werden dem bereits erkrankten Menschen erregerspezifizische Antikörper gespritzt. Diese Antikörper entnimmst du aus dem Blut von z.B. Pferden, Rindern etc., denen man zuvor mehrfach den abgeschwächten Erreger dieser Krankheit gespritzt hat. Die haben dann schon auf den Erreger Antikörper gebildet, dein Körper muss sie also nicht noch selber bilden (die antikörper). Passive Immunisierung machst du als Sofortmaßnahme bei akuter Erkrankung (also du hast bereits die Krankheit) oder als kurzfristige Schutzmaßnahme (Fernreisen z.B.). Der Schutz tritt hier innerhalb weniger Std. ein, ist aber im gegensatz zur aktiven Immunisierung nur begrenzt!!

Ich hoffe, ich konnte dir es etwas verständlich erklären?? Viel Erfolg! :)

Die aktive Immunisierung

Ziel der aktiven Impfung ist der Aufbau eines langfristig wirksamen Schutzes. Hierzu werden abgetötete oder auch nur Bruchstücke der Erreger bzw. abgeschwächte Krankheitserreger, die selbst keine ernsthafte Erkrankung mehr verursachen können, verabreicht. Dem Körper wird so eine Infektion vorgetäuscht und er reagiert mit der Bildung von Antikörpern und so genannten Gedächtniszellen. Wenn man sich zukünftig einmal mit dem echten Erreger ansteckt, können diese schnell aktiv werden und die Erkrankung abwehren.

Für den Aufbau des Impfschutzes sind in vielen Fällen mehrere Teilimpfungen nötig. Man spricht dann von Grundimmunisierung. Die einzelnen Impfzeitpunkte sind im so genannten „Impfschema“ festgelegt. Bei einigen Impfungen hält der Schutz danach ein Leben lang, andere müssen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Auffrischungsimpfungen bei Jugendlichen und im Erwachsenenalter dienen somit einer nochmaligen "Erinnerung" des Immunsystems und halten den Impfschutz aufrecht.

 

Die passive Immunisierung

Bei einigen Krankheiten besteht die Möglichkeit, durch eine passive Immunisierung einen schnellen Schutz aufzubauen. Dies kann notwendig sein, wenn ein Mensch aktuell mit einem Krankheitserreger in Kontakt gekommen ist und kein ausreichender Impfschutz gegen diese Krankheit besteht. Hierzu muss man allerdings merken, dass man sich angesteckt hat.

Bei der passiven Impfung werden Konzentrate von Antikörpern gespritzt, die in der Regel von Menschen stammen, die z. B. durch Impfung gegen die Krankheit immun sind. Im Unterschied zur aktiven Impfung bietet die passive Impfung einen sofortigen Schutz, der jedoch nur für kurze Zeit - ungefähr drei Monate - anhält.

Woher ich das weiß:Recherche

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