Was ist der Unterschied von freie Marktwirtschaft, soziale Marktwirtschaft und Planwirtschaft?

9 Antworten

Hast du denn schon etwas selbst erarbeitet?

Freie Marktwirtschaft ist Kapitalismus

heißt der Staat versucht nichts zu regulieren und so gut wie nicht einzugreifen.

Survival of the fittest

wer Erfolg hat hebt sich in fast allen Kategorien von der Mitte und denen die weniger haben ab.

soziale Marktwirtschaft ist auch Kapitalismus

allerdings mit sozialen Einschnitten um das Existenzminimum auf relativ komfortable Weise zu gewährleisten und sie an Erfolg und Erfolg der Wirtschaft mit einzubinden, zumindest zu einem Minimum.

Wettbewerb gibt es trz, mit den oben genannten Unterschieden zw. ,,Unter-,Mittel- und Oberschicht.´´

Die Soziale Marktwirtschaft versucht die Vorteile einer freien Marktwirtschaft, insbesondere eine hohe Leistungsfähigkeit und Güterversorgung, mit dem Sozialstaat als Korrektiv zu verbinden, der mögliche negative Auswirkungen von Marktprozessen verhindern soll.[42] Zu ihren Gestaltungselementen gehören freie Preisbildung für Güter und Leistungen am Markt, Privateigentum an Produktionsmitteln und Gewinnstreben als Leistungsanreiz. Durch die Schaffung eines rechtlichen Rahmens sollen die persönlichen Freiheitsrechte, wie Gewerbe-, Konsum-, Vertrags-, Berufs- und Koalitionsfreiheit gewährleistet werden. Zugleich soll staatliche Wettbewerbspolitik den Wettbewerb sichern und private Marktmacht (Monopole, Kartelle) nach Möglichkeit verhindern. Der Grundgedanke besteht darin, dass die Marktwirtschaft ihre wohlstandsmehrende wie koordinierende Funktion nur entfalten könne, wenn sie durch eine strenge staatliche Ordnungspolitik auf den Wettbewerb verpflichtet werde. Der Staat soll durch aktive Eingriffe in die Wirtschaft das Marktgeschehen ergänzen und korrigieren (zum Beispiel durch sozialpolitische, konjunkturpolitische oder arbeitsmarktpolitische Maßnahmen), wenn dies im allgemeinen Interesse für notwendig erachtet wird. Die sozialpolitisch orientierte Korrektur der Markteinkommen soll jedoch insoweit begrenzt sein, als die Funktionsfähigkeit einer Wettbewerbswirtschaft nicht beeinträchtigt und die Eigenverantwortung und Initiative der Bürger nicht durch einen Versorgungsstaat gelähmt werden darf, die konkrete Grenzziehung bleibt aber offen. „Auch das für den Sonderfall prozesspolitischer Maßnahmen vorgeschlagene Kriterium der Marktkonformität bleibt im Einzelfall allerdings auslegungsbedürftig“.[3] Als Urheber des Konzepts wird zumeist Müller-Armack genannt, Erhards Verdienst liegt in der wirtschaftspolitischen Umsetzung der Sozialen Marktwirtschaft in der Nachkriegszeit.[43]

https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft

kurz um: es wird versucht wenn notwendig oder sinnvoll gewisse Absicherungen, Regulierungen oder Minimal-Normen für alle einzuführen, ohne freien Markt und Marktwirtschaft zu gefährden.

Planwirtschaft ist eine sozialpolitisch radikale Ausrichtung des Sozialismus oder der Kommunismus.

Die Wirtschaft ist gelenkt und geplant. Es geht nicht nach Angebot und Nachfrage sondern Notwendigkeit und Zuteilung was geplant und benötigt ist.

Alles andere müsste als ,,Extrawunsch´´ produziert werden in geplanter Kapazität.

In einer idealtypischen Zentralverwaltungswirtschaft wird der Wirtschaftsprozess, also die Produktion und der Konsum von Gütern, vollständig von einer zentralen Instanz geplant. Im Gegensatz dazu erfolgt in einer idealtypischen Marktwirtschaft die Wirtschaftsplanung dezentral durch alle Marktteilnehmer, wobei Angebot und Nachfrage über den Preismechanismus gesteuert werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralverwaltungswirtschaft

  1. In einer Marktwirtschaft, insbesondere in einer freien Marktwirtschaft hält sich der Staat weitestgehend aus dem wirtschaftlichen Geschehen raus. Damit ist die Wirtschaft vom Marktgeschehen geprägt. In den Formen der sozialen und sozialistischen Marktwirtschaft, wird mehr Einfluss ausgeübt
  2. Soziale Marktwirtschaft ist ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Leitbild mit dem Ziel, „auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden“.
  3. Planwirtschaft ist eine staatlich gelenkte Wirtschaftsform.

Die Grenzen Planwirtschaft/Kapitalismus (Marktwirtschaft) verschwimmen im globalen Handel zunehmend.

Chinas "sozialistische Marktwirtschaft" zielt mit der "new silk road" auf eine globale wirtschaftliche Vormachtstellung.

Schluss mit „Made in Germany?“

Der „Drache aus dem Reich der Mitte“ ist hungrig: China kauft seit einigen Jahren deutsche Mittelstandsbetriebe im großen Stil. Was steckt dahinter? Und wie sollten deutsche und europäische Politiker auf die chinesische Kauflust reagieren?

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/dokthema/china-kauft-mittelstand-100.html

Planwirtschaft oder besser Zentralverwaltungswirtschaft ist eine Wirtschaftsordnung, in der die Produktionsmittel vergesellschaftet sind und in der die Produktion für eine gesamte Volkswirtschaft deshalb nach einem zentralen Plan ausgeführt wird.

In der Marktwirtschaft sind die Produktionsmittel in Privatbesitz und die Produktion wird zwar auch nach Plan, aber nach dem Plan jedes einzelnen privaten Akteurs ausgeführt. Nur in der Marktwirtschaft können die Mechanismen von Angebot und Nachfrage funktionieren und nur in der Marktwirtschaft können deshalb Preise entstehen (was das Kalkulationsproblem löst und deshalb die Misswirtschaft der planwirtschaftlichen Systeme überwindet).

Die freie Marktwirtschaft ist nun ein Gedankenkonstrukt, in dem überhaupt keine Regeln außer den Marktregeln gelten. So eine Wirtschaftsordnung existiert nicht und hat auch nie existiert. Ein Markt kann immer nur in dem staatlich abgesicherten Bereich funktionieren, der durch Vertrags- und allgemeine Rechtssicherheit sowie eine starke Eigentumsordnung entsteht (sowie viele weitere Ordnungsrahmen).

Die soziale Marktwirtschaft ist ein netter Propagandabegriff, der die Marktwirtschaftler mit den Sozialisten versöhnen sollte und aussagt: Wir belassen zwar das Privateigentum an den Produktionsmitteln, schröpfen die Reichen aber im nachhinein und verteilen das an die Ärmeren.

Erkenntnis und ernsthafte systematische Einordnung kann man sich von den Begriffen der freien und der sozialen Marktwirtschaft nicht erwarten.

Frei Marktwirtschaft betreibt die USA das bedeutet der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt (ohne Staatlichen eingriff).

Die Soziale Marktwirtschaft wird z. B. in Deutschland betrieben. Hier wird der Preis zwar durch Angebot und Nachfrage bestimmt doch greift der Staat ein falls die Preise zu tief sinken oder zu hoch steigen durch z. B. Förderungen.

Planwirtschaft beschreibt das was früher die DDR betrieben hat der Staat gibt vor wie viel von einem Produkt produziert und zu welchem Preis es verkauft wird.

Freie Marktwirtschaft

Kapitalismus ist die aggressivste Art des Wettbewerbs.

Wirtschaftlicher Erfolg bringt automatisch auch Macht über andere mit sich.

Wer wirtschaftlich erfolgreich sein will muss aggressiv seine Ziele verfolgen, darf zu seinen Mitbewerbern nicht rücksichtsvoll sein, sonst wird er selbst weggedrückt.

Wer wirtschaftlich erfolgreich ist erhebt sich über andere.

Der wirtschaftlich Erfolgreiche hat in der Gesellschaft eine hohe Anerkennung.

Sehr schnell wirtschaftlich erfolgreich zu sein ist nur in einem kapitalistischen Wirtschaftsystem möglich.

Starke machtbewusste Persönlichkeiten werden immer aggressiven Kapitalismus bevorzugen, weil sie nur in diesem politischen System die Chancen sehen, ganz schnell in Machtpositionen zu gelangen.

Diese Macht können sie, nur durch Gesetze begrenzt, die sie durch persönliche Netzwerke oft mitbestimmen, nutzen, um die eigene Machtposition und die der Nachkommen zu zementieren.

Wettbewerb im kapitalistischen System ist Hoffnung auf Macht, Hoffnung auf Anerkennung und Hoffnung auf den Machterhalt der Nachkommen.

Soziale Marktwirtschaft

Soziale Marktwirtschaft ist ein gemilderter Kapitalismus.

Der Wettbewerb der Erfolgreichen ist der gleiche wie beim Kapitalismus.

Man lässt lediglich den größten Teil der Bevölkerung am wirtschaftlichen Erfolg durch gerade ausreichende finanzielle Mittel abgestuft teilhaben.

Abgestuft, weil natürlich in allen Stufen der Arbeitswelt, beim Einkommen, im gesamten Dasein, Wettbewerb herrscht.

Ob aggressiver Kapitalismus oder Soziale Marktwirtschaft, immer hat auch der Geringste noch die Hoffnung.

Selbst wenn er einsehen muss, dass er auf „Normalem Weg“ nie zu Macht und Anerkennung kommt, bleibt immer noch Hoffnung dass man irgendwie zu Reichtum kommen könnte. Reichtum wird mit Macht und Anerkennung gleichgesetzt.

Selbst wenn es extrem unwahrscheinlich, und die Chance verschwindend gering sind, hoffen wöchentlich zig Millionen Menschen auf den Hauptgewinn in der Lotterie.

Planwirtschaft im Kommunismus

Im Kommunismus ist theoretisch der wirtschaftliche Wettbewerb ausgeschaltet.

Jeder stellt seine Arbeitskraft, sein Wissen und Können zur Verfügung zum Wohle der Allgemeinheit.

Keiner erhebt sich, bzw. seine Person über andere.

Eine von allen gewählte Gruppe entscheidet über die Richtung und das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung. Was natürlich dann auch Auswirkungen bis in die persönlichen Belange jeder einzelnen Person hat.

Jede persönliche Entfaltung ist stark begrenzt.

Der Kommunismus bremst bzw. unterbindet Wettbewerb und nimmt auch die Hoffnung sich Machtpositionen durch eigene Kraft, Wissen und Können zu erobern.

Kommunismus steht also der ureigensten evolutionären Entwicklung, die auf Wettbewerb und Hoffnung ausgerichtet ist, entgegen.

Kommunismus wird vom wettbewerbsbestimmten Menschen, nicht akzeptiert, von starken Personen bekämpft, weil er wirtschaftliches Machtstreben nicht zulässt.

Im Kommunismus gibts kein wirtschaftliches Machtstreben mehr, dafür aber das Machtstreben in de facto mafiösen Strukturen.

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@Deponentiavogel

Du hast recht. Das ist ja auch zutieft menschlich. IMMER wollen Menschen für sich Machtstrukturen aufbauen. Im Kampf gegen Korruption hat ja auch China riesige Probleme. Lies mal hier : googeln . 002 Evolution ist Wettbewerb

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@stormy

kommunistischer Global-Kapitalismus? Was ist das? Ist das so wie "trockenes Wasser waschen"?

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