Was ist der Unterschied von eingängigen und doppelgängigen Gewindegängen bei Schrauben bei der Anwendung?

3 Antworten

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eingängiges Gewinde: für geringere Steigungen, also z.B. für Befestigungsschrauben

mehrgängiges Gewinde: für große Steigungen - schnelle Längsbewegungen, also z.B. für Spindeln an Pressen

PS: Schnellbauschrauben u.a. heißen so, da sie selbstschneidend sind.

Danke schonmal für die Antwort. 

Biete ein eingängiges Gewinde mehr Halt als ein mehrgängiges? Also geringere Steigung - geringeres Risiko des Ausbrechens/Lösens?

Warum haben dann die SBS für Metallprofile ein mehrgängiges Gewinde? Auch wegen der schnellen Längsbewegung beim Einschrauben ähnlich zu Spindeln? 

Ah okay, danke für die Angabe mit dem Selbstschneidend.

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@Moreppo

Ja, eingängige Gewinde sind aufgrund der geringeren Steigung  (geringere Gewindetiefe als Normalgewinde) Feingewinde. Bei Feingewinden hat man ein geringeres Risko vor selbsttätiges Lösen der Schraube. Sie hält sicherer.

Feingewinde nutzt man daher für z.B. Verschraubungen an dünnwandigen Rohren, Hülsen, Hohlwellen etc.

Daher haben Schnellbauschrauben, z.B. für die Befestigung von Gipskartonplatten auf Metallprofilen häufig Feingewinde (also eingängige Gewinde und nicht mehrgängig).

Der Verwendungszweck der Schraube  ist dabei auch zu beachten!

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

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@ctie123

Dankesehr! 

Habe ein Fachbuch zum Innenausbau und darin steht, das Schnellbauschrauben meist doppelgängig sind, und nur die Varianten für Holz teilweise eingängig sind. Aber anscheinend ist dem nicht so. Habe mir gerade mal mehrere Fabrikate angeschaut und die waren alle mit eingängigen Gewinden versehen. Also so wie du beschrieben hast.

Wann würde in der Befestigungstechnik ein mehrgängiges Gewinde Sinn machen? 

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@Moreppo

Mehrgängiges Gewinde machen logischerweise zur Befestigung wenig Sinn.

Diese Normalgewinde werden als Bewegungsgewinde (z.B. Schraubstock) genutzt und höchstens zusammen mit einer selbsichernden Mutter zur Befestigung verwendet.

Über eine hilfreichste Antwort würde ich mich freuen :)

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@ctie123

Deine Mühen sollen belohnt sein! Danke nochmal, nun hat sich das für mich geklärt

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Hallo Moreppo,

Also meines Erachtens ist das ganze - kurz gesagt so: Bei Metallschrauben (Schrauben die in Metall gedreht werden) unterscheidet man zwischen Grob- und Feingewinde! Nur bei Schrauben in Holz (Spax oder Ähnlich) gibt es (seit ein paar Jahren erst) Gewinde mit zwei parallel laufenden Gewindegängen damit die Schraube doppelt so schnell in das Holz geschraubt werden kann. Also reine Arbeitszeitersparnis!

Also: Eine normale Holzschraube hat eine Spitze und dann geht das (Einläufige) Gewinde allmählich bis zum Schaft hoch. Bei den neueren Schrauben mit zwei Gewindegängen kommt auch erst die Spitze dann geht das erste Gewinde los, aber dann nach einer halben Drehung geht ein zweites Gewinde los und setzt sich parallel zum ersten bis hoch zum Schaft hin fort. Man kann das mit bloßem Auge zwar schwach, aber dennoch sehen und wenn man mit dem Fingernagel einem Gewinde folgt merkt man dass  da zwischen immer noch ein Gewinde ist.

So wie wenn man zwei Bindfäden gleichzeitig parallel um einen Stab wickelt!!!!!

Ich hoffe - ich konnte das hier einigermaßen erklären.

Schöne Grüße

Hallo, Bei schnellbauschrauben hast du zwei Gewinde die sich parallel in das Ständerwerk schneiden. Mehrgängige Holzschrauben haben dagegen zwei verschiedene Gewindesteigungen. Diese dienen dafür, zwei Hölzer beim verschrauben aneinander zu ziehen.

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