Was ist der unterschied in der seeligpreisung eines alten Menschen zu einem jungen menschen?

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6 Antworten

Ich finde die Antwort von Ichthys 1009 sehr gut. Ältere Menschen haben über die Jahre mehr erlebt, sie haben andere Wünsche und Wertvorstellungen und sie sind dem Tod näher als junge Menschen. Dadurch werden sie von einzelnen Passagen der Bergpredigt mehr angesprochen. Ich als alter Mensch denke eher an die ersten Verse, in denen die Aussage steht, daß ich demnächst bei G´tt sein werde. Als jüngerer Mensch sprechen Dich vielleicht eher die Verse 6,9,10,11 an, bei denen es eher um Dinge geht, die sich auf dieser Welt abspielen. In der "Gute Nachricht" Bibel ist der Text verständlicher übersetzt. https://www.die-bibel.de/de/online-bibeln/gute-nachricht-bibel/bibeltext/bibel/text/lesen/stelle/50/50001/59999/ch/a2c1f3b78c3fda3eca05baf22fbc2504/

kann mir jemand noch andere unterschiede sagen?

Ja, für den alten Mann gilt so was wie:

  • selig, wer nicht in Alterstarrsinn verfällt, sondern geistig gesund bleibt

und für einen Jungen so was wie:

  • selig, wer nicht jede neuen Denkmode für besser hält als die Weisheit früherer Zeiten

Wenn du deinen Fantasie etwas anstrengst, findest du sicher noch mehr.

PS:

Der Text, den der Lehrer gegeben hat, würde ich nicht als "Seligpreisung" bezeichnen. Das sind als Seligpreisungen getarnte Wünsche. Siehe auch homme.

Ich würde deinen Text so schreiben, dass er alles das enthält, was du dir selbst als junger Mensch wünschen kannst, z.B.

Selig, wer mich ernstnimmt.

Selig, wer mir hilft, meinen Weg durch das Chaos zu finden.

Selig, wer mich annimmt, auch wenn ich meine pubertäre Aufsässigkeit jetzt mal ausleben muss.

Selig, wer mich wahrnimmt, auch wenn ich nur einer von vielen unauffälligen Schülern bin.

Selig, wer mir hilft, dass ich einen guten Start ins Leben habe.

Selig, wer mir das Lernen in der Schule halbwegs interessant und erfolgversprechend macht.

Selig, wer nicht meine Unerfahrenheit ausnutzt.

Selig, wer mir Vertrauen entgegenbringt trotz meiner Unreife.

Selig, wer mir zuhört, wenn meine Eltern mir das Leben zur Hölle machen.

Selig, wer mir ein Freund oder eine Freundin ist, wenn alle in der Klasse mich mobben.

Selig, wer als Lehrer Interesse für seine Schüler hast.

Selig, wer die Jugendlichen begeistern kann....

Kann es sein, dass du beim Lesen der Selipreisungen der Bibel (Matth. 5) irgend etwas falsch verstanden hast, oder dass umgekehrt ich deine Frage nicht recht verstehe? - Was sollten die Seligpreisungen von Jesus Christus mit "alten" oder "jungen" Menschen und deren möglicherweise unterschiedlichem "Gemütszustand" zu tun haben?

Ich denke, wenn die Antworten Sinn machen sollen, dann ist zuvor deine Frage noch interpretierungsbedürftig.

nein du hast meine frage falsch verstanden, mir ist schon klar dass die seeligpreisung so eine art richtlinie für alle menschen ist , aber wir haben in der schule eine seligpreisung eines alten menschen bekommen :

Selig, die Verständnis zeigen für meinen stolpernden Fuß und meine lahmende Hand. Selig, die begreifen, dass mein Ohr sich anstrengen muss um alles aufzunehmen, was man zu mir spricht. Selig, die zu wissen scheinen, dass mein Auge trüb und meine Gedanken träge geworden sind. Selig, die niemals sagen: "Diese Geschichte haben Sie mir heute schon zweimal erzählt." Selig, die es verstehen, Erinnerungen an frühere Zeiten in mir wachzurufen. Selig, die mich erfahren lassen, dass ich geliebt, geachtet und nicht allein gelassen bin. Selig, die in ihrer Güte die Tage erleichtern, die mir noch bleiben auf dem Weg in die ewige Heimat.

und wir sollten eine eines jungen menschen schreiben und dann die unterschiede herausfinden.

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@Jeprincess

Tut mir leid, aber eine solche Aufgabenstellung ist vor dem Hintergrund der tatsächlichen Seligpreisungen der Bibel totaler Quatsch (fast schon Blasphemie) und allein philosophischer Hirnschmalz, mit dem sich beschäftigen soll, wer will. - Wäre ich dein Vater, würde dein Lehrer einen Besuch erhalten, welchen er nicht so schnell vergessen würde.

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@homme

Die Bibel und gerade die Bergpredigt sind doch Übersetzungen, in die die Ausdrucksweise der jewiligen Zeit z.b. die Sprache zu Luthers Zeit, die damals gültigen Paradigmen einfliessen. In den Urtexten steht häufig etwas, das den Text in einem anderen Licht erscheinen läßt. Ich empfehle, einmal in der Interlinear Übersetzung oder der "Guten Nachricht Bibel" nachzusehen. Ich finde die Anpassung an die heutige Sprache wie in der "Guten Nachricht" völlig legitim. Im übrigen hat Paulus im Römerbrief 14, 1ff sehr schön gesagt, daß man den Glauben aufverschiedenen Ebenen angehen kann, eben so, wie man ihn nach seinen Gaben versteht.

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@wheuhx

Mein Einwand richtet sich gegen die philosophischen "Ergänzungs-Seligpreisungen", nicht gegen Übersetzungsunterschiede der Originaltexte. Du scheinst mich da falsch verstanden zu haben bzw. einiges durcheinander zu "würfeln". LG homme

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Ein großen unterschied zwischen den Vorzügen der Jugend und des Altes siehst du, wenn du Sprüche 20:29 und 16:31 Liest.

Beides hat seine Vorzüge und seine nachteile.

Grüße Hans

Ein junger Mensch der selig Gepriesen wird, ist also schon Jung gestorben. Hat sich also schon in jungen Jahren in seinem Glauben verdient gemacht.Alte Menschen die selig gepriesen wurden. können auch erst im Alter zum Glauben gefunden haben, so das sie ab da tätig wurden

nein ich meinte mit seligpreisung jetzt eher soetwas: Selig, die Verständnis zeigen für meinen stolpernden Fuß und meine lahmende Hand., das wäre jetzt die eines alten mannes

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@Jeprincess

Selig sind die trauernden,denn sie werden getröstet werden.(gesättigt werden. gebamherzigt werden.Wärent es im Deutschen gar nicht klar ist, wer dafür sorgen wird,daß all die Entrechteten doch letzten Endes auf ihre Rechnung kommen,läst das Hebräische dem Grundtext keine Zweifel übrig.Es geht nämlich um das sogenannte Passivum Divinum,eine fromme Umschreibung Gottes,dessen Name man sich scheut,gemäß der 10 Gebote, zu nennen.zu nennen.Und so umschrieb man ihn mit Decknamen. wie z;B der Hochgelobte,der Herr der Welt,der Heilige und-die passive Form. Er allein ist es also, der Trost spendet, der Speise schenkt Gerechtigkeit übt und den Barmherzigen Barmherzigkeit angedeihen läst.Immer ist es Gott , der in keiner der neuen Seeligpreisungen fehlt,auch wenn er nicht immer genannt wird ** stolpernden Fuß und meine lahmende Hand** bedeutet eher nicht den rechten Weg gehen und nicht die rechten Dinge tun, Das hat mit dem Alter nichts zu tun !Solange sie umkehren und bereuen, wird Gott sie wieder annehmen Das ist der Trost , der versprochen wird.Auf den wir vertrauen können.

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