Was ist der Unterschied bei einer Soap und Telenovela?

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Eine Telenovela hat ein vorherbestimmtes Ende, was die Laufzeit angeht. Üblich sind 200 Folgen, manchmal auch weniger. Ansonsten unterscheiden sich Soap und Novela nicht wirklich. Bei einer Novela erkenne ich jedoch eher den Bezug auf eine Hauptperson und eine Liebesgeschichte, während man das in einer Soap immer schwer feststellen kann, wer mit wem und warum. Liegt aber auch daran, dass Soaps meist ewig laufen und man trotz der begrenzten Hauptdarstellerschar Abwechslung reinbringen muss. Deshalb landet da auch fast jeder mit jedem irgendwann im Bett. Sogar bei wöchentlichen Serien wie der Lindenstraße spielt sich alles im eigenen Kosmos ab, Fremde kommen so gut wie nicht vor. Das ist in Soaps noch extremer.

Viele Serien, die als Novelas anfingen, sind mittlerweile zu Soaps geworden, wie z. B. "Rote Rosen". Auch "Verliebt in Berlin" wurde verlängert (soviel ich weiß), weil es so erfolgreich war.

Telenovelas kommen ursprünglich aus Südamerika. Diese Serien sind auf ein feste Laufzeit ausgelegt. Eine Verlängerung gibt es nicht (auch wenn deutsche Sender das anders sehen und damit das Fernsehpublikum nerven)

Seifenopern stammen aus den USA. Dort entstanden sie schon, bevor es überhaupt Fernsehen gab. Sie wurden als eine Art Hörspiel im Radio ausgestrahlt und häufig von Waschmittelherstellern gesponsort - daher auch der Name. Im Unterschied zu Telenovelas gibt es bei Seifenopern keine Begrenzung der Laufzeit. Sie sind quasi endlos. Die längste Seifenoper ist wohl Springfield Story (Guiding Light), die in den USA von 1952 bis 2009 gedreht und ausgestrahlt wurde.

Eines haben Telenovela und Seifenoper jedoch gemeinsam: unbekannte, meist schlechte Schauspieler und seichte Drehbücher - kurz gesagt: Es ist beides Schund.

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