Was ist der Unterschied bei der Verdauung zwischen Smoothies und Obst?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallöchen!

Also der einzige Unterschied ist, wie du erkannt hast, das es schneller Verdaut wird. Das führt dazu das es schneller in deinen Blutzucker übergeht und verstoffwechselt wird. Dadurch bekommst du geringfügig schneller wieder Hunger da wie gesagt dein Blutzucker schneller steigt und dann auch ein wenig früher wieder absingt. Ein niedriger Blutzuckerspiegel hat Einfluss auf dein Hungergefühl. Machst du jetzt aber noch zusätzlich Kleie, Chiasamen, Flohsamenschalen oder Leinsamen (geschrotet) mit in den Smoothie, bewirkt es das dieser Zucker der Früchte langsamer in dein Blut übergeht, dein Blutzucker länger konstant bleibt und du erst später wieder Hunger bekommst.

Also: Ja, wenn du statt dem Obst das ganze als Smoothie trinkst, bekommst du wieder schneller Hunger. Kompensieren kannst du das aber in dem du welche holst wo noch extra lösliche Ballaststoffe drin sind (siehe die oben genannten Quellen) oder sie einfach selbst noch dazu gibst. 

Grüße vom Ernährungsberater :)

Danke! Das war super erklärt! Da ich Chia sowieso liebe werde ich in Zukunft nicht nur das Frühstück damit aufpeppen! :)

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Mir fiel mal auf, dass bei Smoothies alles zu schnell geht, weil man sie nicht kaut.

Davon rät z.B. Jutta Bruhn, Ernährungsberaterin in Berlin, komplett ab, weil nämlich in der 'Bereichsleitung' Bauchspeicheldrüse in dem Moment, wo von der 'Rezeption' Essen gemeldet wird, die entsprechenden Verdauungssäfte produziert und bereitgestellt werden müssen. Dazu sind die Kaubewegungen im Mund erforderlich, bei denen Speichel produziert wird. Alles wird dann in die Chefetage geschickt und trifft dort mit den Säften aus dem Bereich Bauchspeicheldrüse zusammen. Nach der gründlichen Besprechung gehts dann ab in die Auslieferung.

Da mir das alles einleuchtet, mache ich seither diese Kaubewegungen - obwohl ja alles schon weitgehend flüssig ist - und siehe da - ich vertrage meine Smoothies besser.

Nach meiner anfänglichen Begeisterung habe ich die Smoothieproduktion inzwischen etwas zurückgefahren, denn ich bin durchaus aufnahmefähig für gut begründete, kritische Argumente und muss nicht unbedingt was mitmachen, nur weil es alle tun. 

Mit Kalorien hat das alles nichts zu schaffen - den Körper schert das nicht: ihn interessiert, wie bekömmlich es ist, was er bekommt. Und Naturgesetzen ist es komplett wurscht, ob wir sie für nötig, wahrscheinlich oder sinnvoll halten - sie wirken einfach.

Und durch Selberkauen hat man viele Vorteile, da die entstehenden Enzyme sich z.T. schon im Mund zu Zucker umwandeln. Irgendein Schöpfer hat das gut hingekriegt!

Meinen Smoothiemixer benutze ich inzwischen auch zum Schreddern von Lein-, Chia- und Hanfsamen, die ich eßlöffelweise in Müsli oder Joghurt reinrühre: Damit ist die Basisversorgung an Omega-3-Fetten gewährleistet (die wirken entzündungswidrig und werden überall gebraucht). So ist es preiswerter und frischer!

Und Kokosflocken zerkleinere ich damit in Richtung Mehl - auch ganz praktisch.

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Du wirst tendenziell schneller wieder Hunger bekommen, weil die Verdauung schneller geht und der Magen schneller wieder frei ist. Beim Trinken ist auch die "Ess"-Geschwindigkeit erhöht. Wie lange etwas im Mund gekaut wird beeinflusst das Hungergefühl. Je länger etwas im Mund war, umso schneller stellt sich ein Sättigungsgefühl ein. Das ist ja auch ein oft gewollter Nebeneffekt: In der Smoothie-Form bekommt man auch weniger leckere Sachen in größeren Mengen runter.

Ob die Auswirkung bemerkbar ist oder nur minimal kannst ja einfach mal ausprobieren (mehrmals morgens die Varianten testen z.B.).

Kann man also sagen das der Körper bei der "Flüssigvariante" per Hunger mehr Energie verlangt als er bei fester Nahrung fordern würde?

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@StoneRose

Nein nicht direkt. Der Körper orientiert sich "ohne Nachdenken" eher an der Zusammensetzung und Menge der tatsächlich aufgenommenen Nahrung (er steuert Hunger/Sättigung). 

Aber mental verlierst du an Appetit, wenn du Nahrung langsam aufnimmst. Das ist dann aber ein bewusster Vorgang und muss von der körperlichen Reizsteuerung unterschieden werden. 

Und dazu kommt noch, dass der Körper keine Zeit hat entsprechende Sättigungssignale  zu senden, wenn du sehr schnell Flüssignahrung ausnimmst. Es sei denn die Menge steht schon vorher fest.

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@StoneRose

Was ich schon oft erlebt habe: Ich fang an zu frühstücken und bin vielleicht bei der Hälfte als ich unterbrochen werde vielleicht für 5 Minuten. Vor der Unterbrechung hatte ich noch reichlich Hunger. Zurück komme ich aber mit einem klaren Sättigungsgefühl.

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