Was ist der steuerliche Unterschied bei verheirateten oder ledigen Personen?

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6 Antworten

Wenn die verheirateten Partner ähnlich gut verdienen, macht es in der Tat keinen Unterschied. Aber verheiratete Paare können das Ehegattensplitting nutzen und bei unterschiedlichem Einkommen macht das eben einen Vorteil. Es wird nicht auf 4/4 runter gerechnet, Steuerklassen spielen dann keine Rolle mehr. Die Einkommen werden dann zusammen addiert und die Freibeträge bei 2 Personen verdoppelt. 

Verdient ein Ehepartner dann aber relativ wenig oder hat gar kein Einkommen (bzw. Minijob), dann kann er alleine seine Freibeträge ja gar nicht wirklich ausnutzen, bei gemeinsamer Veranlagung aber eben schon. Hinzu kommt noch der Steuersatz, der sich ja mit gutem Einkommen erhöht und bei Ehegatten dann gemeinsam geringer ist. Die Folge, gemeinsam bekommt man mehr Netto raus als jeder einzeln für sich. 

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Das, was Du mit runterrechnen auf 4/4 meinst, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ein lediger kann nicht gemeinsam veranlagt werden, da entfällt die Frage nach der Steuerklasse. Er wird als einzelner Steuerpflichtiger berechnet.

Bei gemeinsamer Veranlagung - quote wiki:
Die Ehegatten werden wie ein einziger Steuerpflichtiger behandelt,
allerdings mit doppeltem Steuerbetrag, der sich für die Hälfte des
gemeinsam zu versteuernden Einkommens ergibt (Ehegattensplitting). Dies ist aufgrund der Steuerprogression im Regelfall günstiger, wenn die Einkommen beider Partner unterschiedlich sind.

Vielleicht hilft das Beispiel hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Ehegattensplitting#Beispiel

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Wenn nur "er" arbeitet (Steuerklasse III) und "sie" nicht, macht das schon Sinn.

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Es sollen die Ehepaare/Lebenspartner steuerlich gefördert werden, bei denen ein Partner nicht arbeitet. Da muss nämlich der arbeitende Partner den anderen finanziell unterstützen, deswegen bekommen Paare das Splitting-Verfahren. Da ist aber eben nur günstiger, wenn einer nicht oder nur wenig arbeitet.

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Wenn beide richtig arbeiten und etwa gleich gut verdienen hat verheiratet sein keinen steuerlichen Vorteil.

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