Was ist der Sinn des Lebens für euch (Danke im Voraus)?

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5 Antworten

Keiner weiß, was der individuelle Sinn des Lebens ist. Da wir aber eine Vernunft mitbekommen haben, sind wir durchaus in der Lage, den Sinn des Lebens halbwegs zu erschließen bzw. ihm nahezukommen. Die antike Philosophie hat gute Antworten gegeben (s. Platon, Aristoteles, Stoa, Epikur zum Glückseligkeitsziel als Sinn des Lebens). Wer Christ ist, wird das Leben als Vorstufe zum ewigen Leben bei Gott sehen. Er wird, um nicht am „Jüngsten Tag“ der Verdammnis anheim zu fallen, versuchen, möglichst ein guter Mensch zu sein (s. Johannesevangelium). Als Buddhist, Hindu oder Jainist wird der Mensch versuchen, möglichst gutes Karma zu „sammeln“ (d.h. gute Taten zu vollbringen), damit er im nächsten Leben besser dasteht als in seinem jetzigen Leben. Wer Atheist ist, sympathisiert wohl mit der Existenzphilosophie Sartres, dass der Mensch, in die Welt geworfen, sich selbst definieren müsse. Der Mensch sei nichts anderes als das, wozu er sich macht. Er konzipiere ständig neue Entwürfe von sich, die er dann (nach-) lebe. -  Der Mensch hat - wie gesagt - eine Vernunft mitbekommen; also soll er von seiner Vernunft auch Gebrauch machen und sie nicht in sich „verschimmeln“ lassen (s. Shakespeare, Hamlet, 3. Akt). Die Vernunft nun führt den Menschen zwangsläufig dahin, dass er moralisch i.S. des kategorischen Imperativs handeln soll (s. Definition bei Kant). Dies sagen letztlich auch die Glückseligkeitstheorien der Aristoteles, Platon und der Stoa aus. Eine Glückseligkeit ist hiernach ohne ein tugendhaftes Leben nicht erreichbar. Aber Glückseligkeit bedeutet nicht, in einem subjektivem Glücksgefühl zu schwelgen, weil man mal - sagen wir: als Fußballspieler eine Meisterschaft gewonnen hat. Glückseligkeit bedeutet (z.B.) nach Aristoteles „geglücktes Leben“. Aristoteles  nannte das Glück auch ’oberstes Gut’ und sah in diesem höchsten Wert, sollte man ihn je erreichen, den Sinn des Lebens. Was aber ist das: ’Glück’? Um sich dessen bewusst zu werden, was das oberste Gut ist, müsse man eine gewisse Vernünftigkeit und sittliche Grundhaltung voraussetzen. Wer sich von seinen Leidenschaften treiben lasse oder wer nach äußeren Gütern strebe, wisse nichts von dem Gefühl höchster Zufriedenheit, das den Menschen im Falle des Glücks durchdringt. Was die Menge darunter versteht, das Handgreifliche oder Augenfällige, zum Beispiel Lust, Wohlstand, Ehre, größtmögliche Anerkennung, sei allenfalls eine sekundäre Erscheinung des Glücks. Erst recht bedeute Glück nicht das satte Gefühl der Grobschlächtigen, die in einem Leben des Genusses, in einem animalischen Dasein ihr Genüge finden. Überhaupt bestehe das höchste Gut nicht in einem Zustand, sondern in einem Tätigsein, bei dem Talente, Fähigkeiten und sonstige in einem Menschen angelegte Möglichkeiten derart entfaltet werden, dass man in einem vortrefflichen Leben, über das hinaus nichts mehr zu wünschen übrig bleibt, seine Erfüllung findet. Dieses „Tätig-sein“ muss von Dauer sein, darf also nicht nur vorübergehend anhalten. So hat Aristoteles das „geglückte Leben“, in dem er den Sinn des Lebens sah, umschrieben (s. Nikomachische Ethik, Anfangskapitel).

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der Sinn und Motor des Lebens ist der Kreislauf, das Sterben inbegriffen.

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Meine Kinder aufwachsen zu sehen und sie auf dem Weg ins Erwachsenwerden zu begleiten. Dies beinhaltet viel Freude, aber auch Sorgen und Erziehungsarbeit.

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Der Sinn des Lebens ist (mMn.) Erfahrungen machen . Wer hat gesagt ,dass diese nur gut sein werden ?

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