Was ist der Sinn der Bibel?

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27 Antworten

Die Bibel ist in erster Linie eine Sammlung religöser Texte. Das hat mehrere Zwecke. Zum einen historische, die einfach die Geschichte überliefert (wobei man sich da aber genauer mit befassen muß, was man wie zu verstehen hat, also nicht alles ist wörtlich zu nehmen) Aber in der Bibel stecken auch viele Lehren drin. Zum einen Regeln, aber auch Lebensweisen. Auch bringt sie einem ein Verständnis vom Glauben näher (wobei das jeder selber wissen muß). Es hängt davon ab, was man liest und wie man es verabeitet. Voraussetzung ist natürlich der Glauben. Ansonsten ist es einfach nur ein Buch wie jedes andere auch, wenn es einem nichts bedeutet.

Hallo ElseK,

der Sinn der Bibel ist in der Hauptsache der, Gott und sein Vorhaben kennenzulernen und eine enge Beziehung zu ihm aufzubauen. Warum kann man das sagen?

Einfach gesagt: Weil sie eigentlich wie ein langer Brief von Gott an uns Menschen ist. Natürlich ist die Form dieses "Briefes" eine ganz andere als bei einem normalen Brief. Gott gebrauchte über 40 Schreiber über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren, um dieses Buch zu verfassen. Gott wachte über das, was sie schrieben, damit es nicht ein menschliches, sondern ein göttliches Werk werden konnte. Warum kann man das sagen?

Nun beachte einmal eine Aussage, die die Bibel darüber macht, wie sie zustande gekommen ist: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk" (2. Timotheus 3:16,17).

Wie hieß es am Anfang dieses Textes? Die Schrift sei "von Gott inspiriert". Was heißt das? Das heißt, dass Gott beim Verfassen der Texte der Bibel Einfluss genommen hat. Einiges von dem, was die Bibelschreiber niederschrieben, wurde ihnen direkt von Gott diktiert, bei den meisten Texten jedoch ließ Gott den Schreibern die Freiheit, eigene Gedanken und Empfindungen mit einfließen zu lassen und auch eigene Formulierungen zu verwenden.

Es war in etwa so, als wenn ein Chef seiner Sekretärin sagt, sie solle einen Brief in seinem Namen verfassen. Der Chef sagt ihr, worum es in diesem Brief gehen und welche Gedanken er enthalten soll. Er schreibt ihr aber nicht vor, wie sie die einzelnen Sätze formulieren muss. Das kann sie selbst entscheiden. Nachdem dann die Sekretärin den Brief geschrieben hat, liest sich der Chef diesen Brief durch und unterschreibt ihn, sofern er so geschrieben ist, wie er sich das gedacht hat. So gilt dieser Brief nicht als der Brief der Sekretärin, sondern als der des Chefs.

So ähnlich musst Du Dir das Zustandekommen der Bibel vorstellen. Gott gab also den Schreibern der Bibel gewisse Freiheiten, doch passte er auf, dass genau die Gedanken in sein Wort, der Bibel, aufgenommen wurden, die er darin niedergelegt haben wollte. Auch ließ er nicht zu, dass sich Irrtümer, Fehler, Ungenauigkeiten und Ungereimtheiten einschlichen.

Aus den genannten Gründen kann man also Gott als den eigentlichen Autor der Bibel ansehen. Ist allein das nicht schon Grund genug, sich näher mit ihr zu befassen? Vielleicht ist es nicht unbedingt ratsam, gleich ganz vor in der Bibel anzufangen zu lesen. Befasst Du Dich z.B. zunächst einmal mit den vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes), wirst Du ganz sicher viel Interessantes kennenlernen, das Dich dazu anregen mag, noch weiter in der Bibel zu forschen. Auch wenn die Bibel stellenweise nicht so ganz einfach zu verstehen ist, kann ich doch aus eigener Erfahrung sagen, dass es ein großer Gewinn ist, in ihr zu lesen. Wenn man dabei richtig vorgeht, dann gelingt es durch sie auch, Gott näher zu kommen, was ja das eigentliche Ziel beim Lesen sein sollte. Viel Erfolg!

LG Philipp

Die Bibel erzählt Geschichten. Die sind nicht alle so passiert, gerade aus dem ersten Buch Mose gehört vieles in den Bereich der Mythologie. Aber gerade Mythen enthalten durchaus auch relevante Glaubensaussagen. Zum Beispiel der Mythos von Jakob, der mit Gott ringt. Das ist einer, in dem ich mich sehr gut wiederfinden kann. Weil es eine Geschichte davon ist, dass das mit Gott und dem Glauben nicht immer alles glatt geht. Dass man manchmal echt mit Gott ringt, dass man manchmal um den Glauben ringen muss. Und dass das aber nicht vergeblich ist.
Um nur ein Beispiel zu nennen.

Und dann nimm  mal die Psalmen. Das ist ein Buch mit 150 alten Gebeten. Und wenn man sich auf die fremde Sprache und Kultur einlässt, kann man da echt viel fürs Beten lernen. Zum Beispiel, dass man sich vor Gott nicht verstellen braucht. Dass ein Gebet auch durchaus mit "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen" anfangen kann. Aber auch, wie man in das Vertrauen zu Gott hineinwachsen kann.

Oder nimm die Evangelien: Da kannst du z.b. in den Evangelien die Botschaft Jesu nachlesen. Was er damals auf den Straßen gepredigt hat. Darüber, dass wir zu Gott kommen können wie zu einem Vater. Und dass es nicht um Selbstgerechtigkeit geht, sondern darum, immer wieder umzudenken und umzukehren, wenn man merkt, dass man sich verrannt hat. Und dass Gott bereit ist zu vergeben, wenn wir vergeben.

Und so könnte ich jetzt mit allen Bibelbüchern weitermachen, aber das sprengt hier wohl echt den Rahmen. Also zusammenfassend: Die Bibel gibt -wennauch in ungewohnter und teilweise ziemlich umständlicher Form- Glaubenserfahrung und ethische Maßstäbe wieder. Insofern kann man damit schon dem Glauben an Gott näher kommen. Oder zumindestens die Gedanken besser nachvollziehen.  Aber klar: Nicht alle Bibelstellen geben jedem gleich viel. Es gibt auch ganze Bibelbücher, mit denen ich sehr wenig anfangen kann. Ich glaube, das ist auch irgendwie schön, dass das so viel ist und man irgendwo immer etwas findet, was gerade passt.

Die Bibel ist eine Sammlung von Geschichten. Diese Geschichten wurden alle erst mündlich überliefert und dann irgendwann niedergeschrieben. Die Meisten (wenn nicht sogar alle) der Geschichten und Figuren dürften Fiktiv sein. Es gibt viel mehr dieser Geschichten, nur wurde im Jahr 382 in Rom beschlossen, welche Geschichten zur Bibel zusammengefasst werden sollen. Der Sinn dahinter war die Vereinheitlichung und Institutionalisierung des Glaubens. So lassen sich die Gläubigen leichter steuern.

Glauben kann man letzten Endes woran man will, denn der Schmöker ist sehr dick, eher schwammig formuliert und man kann hinein interpretieren was man will, es findet sich für jedes Vorhaben eine Stelle, die sich zu dessen Legitimation auslegen lässt.  Wer ein Fan von "Auge um Auge" ist, findet seine Stelle, wer dagegen ist, wird auch fündig. So ist für alle was dabei, nur eben keine klare Linie, die liefert die Kirche indem den Gläubigen eine Interpretation vorgegeben wird. Dann wird einem schon gesagt, was richtig und falsch oder gut und böse ist, ganz als ob es da ein duales System gäbe, was natürlich nicht stimmt.

Die Bibel dient also der Rechtfertigung der Vorschriften der Kirche, kann aber auch von jedem Gläubigen selbst interpretiert werden, wie er mag, wenn er denn mag.

Früher wurde sie noch wörtlich verstanden, heute wird alles für symbolisch erklärt, was sich als Unfug herausstellt. Trotzdem gibt es noch Leute, die Wort für Wort glauben, was in diesem Buch steht. Kreationisten zum Beispiel, glauben noch an die Schöpfung der Erde und des Lebens darauf durch eine Gottheit, einige sogar Wort für Wort. Dass es ohne Sonne nicht hell sein kann, es die Pflanzen nicht vor der Sonne und die Tiere nicht zuerst in der Luft und im Wasser und danach erst an Land gegeben haben kann, spielt für sie keine Rolle.

Von der Vorstellung einer Gottheit näher zu kommen, indem man alte Geschichten liest, sollte man sich besser lösen. Die Bibel hilft allerdings, die Widersprüche im christlichen Glauben zu finden.

Hallo,

Die Bibel ist kein Lehrbuch es ist eher eine Ansammlung von ich nenne es mal Geschehnisse. Der Sinn der Bibel liegt in der Interpretation. Du musst dafür nicht einmal gläubig sein, die einen interpretieren die Bibel als eine ethische Stütze, denn vieles was in der Bibel steht, hat einen ethischen Aspekt, es soll dir also zeigen wie du dich verhalten solltest. Zudem ist es evtl je nachdem ob man dem was in ihr steht glauben schenkt oder nicht, jedoch eine Quelle die Rückschlüsse auf die Vergangenheit gibt (nicht die wunder oder sonstiges sondern die Umwelt von damals), welche durch archäologische Funde belegt wurden.

Andere Menschen interpretieren sie auch anders, ich denke jedoch es ist ein Buch an welches man mehr oder weniger glauben kann. Jede Religion hat eine bestimmte wichtige Schrift, aus welcher gelesen wird. 

Ich denke gerade Menschen die verzweifelt, krank, schwach oder anderweitig begrenzt sind, ziehen aus dem Buch und aus der christlichen Gemeinde Kraft und erhalten Anerkennung welche ihnen vielleicht außerkirchlich nicht zu teil wird.

Keine Geschehnisse im Sinne eines Geschichtsbuches, sondern einfach nur Geschichten wie in einem Märchenbuch.

Für ethische Werte kann man die Bibel nicht gebrauchen, die enthaltenen werte sind über 2000 Jahre alt und längst überholt.

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@Giustolisi

Natürlich muss man nicht glauben was darin erzählt wird. Jedoch stimmen z.B. die Lebensumstände mit der Realität überein. Meine Aussage betrifft nicht den Kram den man glauben kann oder auch nicht, sondern gibt Rückschlüsse auf das damalige Leben, auf die handwerklichen Betätigungen z.B.

Die enthaltenen Werte sind zwar uralt jedoch kann man sie übertragen, doch dafür braucht man Hirn.

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Da hast du allerdings Recht, zumindest auf Menschen die der Vernunft zugänglich sind, trifft das zu dass sie durch das Lesen 2.000 Jahre alter Märchen und Mythen nicht anfangen zu glauben was sie vorher auch nicht für Wahr gehalten hatten.

Die Bibel wurde und wird als Referenz verwendet, als Informationsquelle und als "Beweis" (auch wenn sie das in keinster Weise ist) für die Richtigkeit der Aussagen der Religion.

Der Sinn der Bibel ist, dass man schriftliche Aufzeichnungen hat. Würde man immer nur erzählen, verändert sich eine Geschichte: der eine vergisst jenes Detail, der andere verwechselt zwei Geschichten und fügt der Geschichte ein Detail hinzu, das eigentlich woanders hingehört, usw. Darum ist man dazu übergangen, alles aufzuschreiben.

Indem man die Bibel liest, kann man dem Glauben sehr wohl näher kommen. Es kommt darauf, wie man sie liest. Du kannst sie als Roman lesen, eine Story, die passiert ist, aber mit dir nichts zu tun hat. Du kannst sie als Dokumentation lesen und dich sachlich damit auseinander setzen. Oder du nimmst sie als das, was sie ist: eine Urkunde des Glaubens, die dir von deinem Gott erzählt. Dazu ist aber bereits Glauben nötig. Die Bibel stärkt den Glauben, aber sie weckt ihn nicht.

Na eben doch. Der Glaube kommt aus der Predigt, und die Predigt durch die Worte Jesu in der Bibel (Römer 10,17). Zudem hat Gott in der Bibel seinen Willen offenbart. In 2. Petrus 1, 19-21 steht:

"Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet''.

Gott redet zu uns durch sein Wort (das nie vergehen wird) - das ist Grund genug für die Bibel, oder...:-)?

man die Bibel beispielsweise liest, kommt man dem 
Glauben bzw. Gott auch nicht näher,

Sehr richtig, es sei denn, man glaubt schon vorher an die Bibel selbst.
Aber auch da kann es sein, daß sich der Glaube an Gott eher verflüchtigt.
Die Bibel ist eine Zusammenstellung vieler Schriften. Das Lesen dieser Schriften kann garnicht das leisten, was du erfragst - so oder so.
Für Christen ist das Lesen der Botschaft Jesu (nur in den Evangelien enthalten) hilfreich um Erkenntnisse darüber zu gewinnen was von ihnen erwartet wird, um  das "Reich Gottes" zu erlangen.
Dies könnte auch helfen Gott näher zu kommen, wenn man sich der Botschaft Jesu öffnet.

Die biblische Geschichte dient im "Alten Testament" zur Darstellung der jüdischen Geschichte, dem Verhältnis der Juden zu Gott und dem Weg zu Jesus Christus.

Im "Neuen Testament" finden sich dann die glaubensrelevanten Punkte für Christen und deren Glaubensausrichtung. Dies in der Darstellung von Jesus, seinen Lehren und natürlich auch bei den Aposteln.

Es ist folglich schon sehr wichtig, dass man die Bibel gelesen hat, da in der Bibel der Sinn dann schon ersichtlich werden kann.

Das kommt darauf an (Joh.5,39-47).

Für den Großteil der Menschen ist sie tatsächlich nur ein "Buch", für "Auserwählte" von heute das "Buch des Lebens" (Röm.4,3; Joh.2,22).

"Auserwählte" in dieser Zeit siehe Mt.22,14. Die anderen "Berufenen" werden zu "ihrer" (Offb.20,5) Zeit Gott begreifen (Mt.20,16).

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"Oder"? Ja, genau, man kann dadurch Gott und dem Glauben näher kommen!

Der Sinn der Bibel: In der Bibel steht die Geschichte vom christlichen Gott und den Menschen. Im Alten Testament bezieht sich das hauptächlich auf die Israeliten, und im Neuen Testament offenbart sich Gott durch Jesus Christus und das Heil gilt allen Menschen!

Wenn nun also Gottes Heil auch mir gilt, dann komme ich durch das Bibellesen durchaus Gott näher! Und viele Menschen kommen durch das Bibellesen auch zum Glauben an den christlichen Gott.

Es gibt keinen christlichen Gott, sondern nur den abrahamitischen Gott. Das ist der Gott der Juden, Christen und Munslime. Jehova war der Gott der Ziegenhirten, der dann zum alleinigen Gott hoch stilisiert wurde.

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In der Bibel stellt sich der Gott Jahwe (="Ich bin da") vor. Er erzählt, wer er ist, wie er ist, was er von uns Menschen will, und was er uns Menschen bietet.

Im alten Testament wird vor allem die Geschichte Jahwes mit seinem auserwählten Volk Israel erzählt.

Im neuen Testament wird erzählt, wie Jahwe in Gestalt von Jesus Christus selbst in diese von ihm erschaffene und von uns Menschen bewohnte Welt aus Raum und Zeit kommt, um uns Menschen einen neuen einfachen Weg zu sich zu eröffnen.

Im Römerbrief in den Kapiteln 1 bis 3 erklärt der Apostel Paulus diese Zusammenhänge recht gut:

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Roemer3

der sinn der schriften ist es, menschen mit märchen zum glauben zu bringen........... dass die schriften jedoch voller widersprüche sind, einen gott als monster und verbrecher zeigen, der die selben eigenschaften besitzt, mit denen der teufel eigentlich beschrieben wird, hat man damals vor 2000 jahren nicht so richtig geschnallt, als man die schriften kanonisierte......... fakt ist aber auch, dass viele schriften nicht in der bibel mit aufgenommen wurden, weil sie nämlich nicht in das "schöne" glaubensbild passten...........denn die schriften stammen aus einer zeit, als die menschen noch anders tickten, als das wort "menschlichkeit" noch gar nicht wirklich existierte oder eine völlig andere bedeutung hatte als heute............ alleine dieses wort, "menschlichkeit", beweist, dass der gott in den alten schriften niemals allwissend war/wäre, denn sonst hätte er wissen müssen, dass die interpretation von damals zu heute bezüglich dieses wortes ein unterschied ausmacht, wie tag und nacht und ein "alle menschen liebender gott" hätte schon damals diesem wort eine bedeutung zugeschrieben, die wir niemals erreichen könnten.......... trotzdem wird heute menschlichkeit viel höher bewertet und ausgelebt als damals............. tja, eben nur ein märchengott.........und schon gar nicht allwissend................*g*

Die Bibel ist kein "Schmöker", kein Märchenbuch uns keine Legendensammlung. Das ist sie höchstens für jene Menschen, die keinen Zugang dazu haben können. Für alle anderen ist es Gottes Wort an die Menschen, die sich noch verantwortlich fühlen. Es ist grob gesagt eine Anleitung zum wirklichen Leben. Die Bibel erschließt sich nur Menschen, die ihr inneres Wesen und ihr eigenes Gewissen darin widererkennen. Sie ist für Menschen, die Gott suchen, weil sie ihn brauchen. In jedem Forum, in dem über Religion diskutiert wird, geben auch immer Menschen ihren Kommentar, die sich als Atheisten bekennen. Und was sie schreiben ist niemals neu, es ist immer gleich. Wer glaubt, ist in ihren Augen schwach im Verstand, unselbständig, unmündig und entscheidungsfaul. Und wenn es noch weiter geht, dann liest man Vorwürfe von Märchenglauben, Aberglauben und Dummheit. Es fällt geradezu auf, mit welchem Eifer man den Glauben an Gott ausreden möchte. Man tut ja so, als wäre es eine ansteckende Krankheit, die ganze Bevölkerungen gefährden könnte. So viel Sorge um das “bisschen Glauben”? Da scheint mir doch mehr dahinter zu stecken. Und ich vermute, dass es bei manchen die Rechtfertigung der eigenen Lebensweise ist, einer Lebensweise, die fast ohne Moral und Verantwortung vor Gott auskommen möchte. Man gibt sich als modern und aufgeklärt, ist es aber meist im Leben nicht. Und jetzt möchte ich verallgemeinern, weil der Hang zum Unglauben ein allgemeiner Hang ist. Denn unsere Welt wird ja von aufgeklärten Menschen gestaltet - jedenfalls wird es behauptet. Aber was hat denn das Aufgeklärtsein bewirkt? Unsere Welt ertrinkt im Blut! Jeder fühlt sich von allen Seiten bedroht! Fast jeder beklagt die Korruption und die Ungerechtigkeit - und macht doch irgendwie mit! Opfer und Täter sind jederzeit austauschbar! Wer heute Opfer ist, rächt sich Morgen schon an seinen Peinigern. Unsere Welt wird von einer “Neandertaler-Moral” beherrscht, und die heißt: jeder kämpft gegen jeden. Fressen und Gefressenwerden ist das Gebot der Zeit. Und im Angesicht dieser Situation will man den Glauben an Gott lächerlich machen und ihn als größte Dummheit hinstellen? Ist es denn die persönliche Verantwortung vor Gott, die uns in diese bedrohliche Situation gebracht hat? Nein, sie ist es nicht. Auch wenn die Religionen viel Schuld auf sich geladen haben und unsere Welt immer mehr verfinstern. Aber was - so frage ich - hat das mit Gott zu tun? Was hat das mit der Bibel zu tun, wenn das Christentum sogar die Feindesliebe fordert? Was hat es mit Gott zu tun, wenn sogenannte Christen ihren Glauben durch ihre Lebensweise verleugnen? Sind die Menschen nicht selbst verantwortlich? Doch, sie sind es. Sie sind es, weil sie die Hauptforderung des Christentum vergessen oder verdrängt haben: “Du sollst deinen Nächsten liebe wie dich selbst!“ Und diese Verantwortung nimmt uns niemand ab. Und so müssen alle ernten, was sie gesät haben. Und wir haben alle ein Gewissen, einen goldenen Maßstab für Recht und Unrecht. Warum handeln wir nicht danach? Warum bilden wir uns ein, ungeschoren und unschuldig davonzukommen? Warum haben wir nicht genug Mut und Anständigkeit, um z. B. zum Krieg “Nein!” zu sagen? Aber gerade dieser Mut und diese Art von Verantwortung fordert das Christentum, der Glaube an Gott! Was macht man falsch, wenn man sich für den christlichen Glauben mit aller Aufrichtigkeit einsetzt? Was macht man falsch, wenn man weiß, dass es Verantwortung nur in Verbindung mit Gott geben kann? Denn nur diese Verantwortung ist tragfähig; alles andere ist Beliebigkeit. Was macht man falsch, wenn man den Menschen empfiehlt, die Bergpredigt von Jesus zu lesen? (Die Bergpredigt findet man in Matthäus Kapitel 5 bis 7.) Hier soll nur ein Satz aus der Bergpredigt zitiert werden: “Alles nun, was immer ihr wollt, das euch die Menschen tun sollen, tut auch ihr ihnen.” Was ist gegen diese Worte zu sagen? Was hat Jesus falsch gemacht, dass man gegen ihn schreiben und argumentieren muss? Und wenn er wirklich nicht gelebt hätte (was sich nicht beweisen lässt), was wäre dann an diesen Worten falsch? Heißt Atheist sein, dass man immer wieder diese Lehren als Unfug bezeichnen muss? Denn das tut man ja wohl, wenn man Glauben an oder Vertrauen zu Gott verunglimpft. Und was macht man falsch, wenn man sich ehrlich mit der Bibel beschäftigt? Die atheistischen Kritiker haben dieses Buch selten (!) gelesen oder selbst kennengelernt. Sie sprechen oft über Dinge, die sie nicht selbst erarbeitet haben. Und wenn sie die Bibel tatsächlich einmal in Auszügen gelesen haben, dann offenbaren sie oft, dass sie keinen Zugang gefunden haben! Und dann reden sie über die Bibel? Ich muss schon sagen, dass dies keine edle Haltung ist. Denn wenn man den Atheismus für das Bessere hält, dann sollte man durch mein Leben zeigen, wozu er taugt. Aber was man sieht, ist allgemein enttäuschend. Hier jedenfalls ist das Licht auch nicht zu finden. Dagegen gibt es viele Leben, in denen dieses Licht leuchtet. Dass dieses Licht so geringe Wirkung in der Allgemeinheit zeigt, muss man ihm nicht vorwerfen. Und diese schwache Wirkung in einer Welt der reinen Zwecke ist auch kein Beweis für seine Bedeutungslosigkeit und Falschheit. Auf jeden Fall zeigt es im Leben einzelner Menschen eine positive Wirkung. “Ein Baum wird an seinen Früchten erkannt”. Das ist auch ein Satz aus der Bergpredigt.

Der Sinn der Bibel besteht darin. dass wir gerettet werden durch Jesus Christus. Die Bibel zeigt uns deutlich, dass Gott selbst in Jesus Mensch wurde um für uns zu sterben damit wir leben. Wir müssen dieses Geschenk nur annehmen, dann sind wir gerettet und brauchen keine Angst mehr haben, denn Jesus sagt, wer an mich glaubt, wird leben auch wenn er stirbt.

In diesem einen Satz steckt der ganze Sinn der Bibel.

Die Bibel beantwortet diese Frage folgendermaßen:

"Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet" (2. Timotheus 3,16-17).

Also die Bergpredigt drückt da sicherlich wesentliche Elemente des Glaubens aus.

Natürlich ist es auch nützlich, die geschichtliche Seite und die Zusammenhänge zu verstehen... ( sofern es einen überhaupt interessiert..

Der "Sinn" aller Schriften/Informationen u.ä. wird durch den jeweiligen Menschen festgelegt.

Einen interessiert es, und es macht für ihn "Sinn"... andere sehen es anders...

Durch die Bibel - speziell das neue Testament - spricht Gott zu dir.  

Nein,nicht wirklich! Bedenke mal,wie oft ist die Bibel neu übersetzt und geschrieben worden,was ist jetzt noch Wahrheit und was erfunden?!

Also eine gewissenhafte Übersetzung mit "Erfindung gleichzusetzen.. dem stimme ich nicht zu.

Ebensowenig, wie wenn eine Schrift dem aktuellen Sprachgebrauch angepasst wird.

Zudem kann man ja jederzeit mit älteren Schriften vergleichen.. 

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