Was ist der philosophische Sinn des Lebens?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

»Wie werde ich glücklich?«

Je mehr ich von der Welt sehe, um so deutlicher wird mir, daß wir uns alle nach Glück sehnen und Leid vermeiden wollen – ganz gleich, in welcher Lage wir uns befinden, ob wir reich oder arm, gebildet oder ungebildet sind, dem einen oder anderen Geschlecht, dieser Rasse oder jener Religion angehören. Jede bewußte Handlung und in gewisser Weise sogar unser ganzes Leben, das wir uns unter den gegebenen Beschränkungen einrichten, läßt sich als Antwort auf die große Frage auffassen, die uns alle beschäftigt: »Wie werde ich glücklich?« Was uns bei dieser großen Suche nach dem Glück aufrechterhält, ist die Hoffnung. Selbst wenn wir es uns nicht eingestehen, wissen wir doch, daß es keine Garantie für ein besseres, glücklicheres Leben als unser jetziges gibt. [...] Meiner Erfahrung nach ist das Hauptmerkmal echten Glücks Frieden – innerer Frieden. Damit meine ich nicht so ein Gefühl, wie »high« zu sein. Ich meine damit auch nicht die Abwesenheit von Gefühl. Nein, der Frieden, den ich beschreiben möchte, wurzelt im Gegenteil in der Anteilnahme an anderen und beinhaltet ein hohes Maß an Sensibilität und Gefühl, wenngleich ich für mich persönlich nicht in Anspruch nehmen kann, es hierin sehr weit gebracht zu haben. Ich schreibe meinen »Frieden« eher dem Bemühen zu, Anteilnahme für andere zu entwickeln. Die Tatsache, daß innerer Frieden das Hauptmerkmal des Glücks ist, erklärt das scheinbare Paradoxon, daß es auf der einen Seite Menschen gibt – so jemanden kennen wir sicher alle -, die unzufrieden bleiben, obwohl sie materiell mit allem versorgt sind, während auf der anderen Seite Menschen existieren, die den allerschwierigsten Umständen zum Trotz glücklich bleiben. [...] Der große indische Gelehrte und Lehrer Shantideva merkte einmal an, wir hätten keine Aussicht, jemals genug Leder aufzutreiben, um die Welt damit zu bedecken, damit wir uns nie einen Dorn in den Fuß stechen könnten, aber das sei auch nicht nötig, denn es reiche ja, unsere Fußsohlen mit Leder zu bedecken. Mit anderen Worten: Wenn wir die äußeren Umstände nicht so verändern können, daß sie uns passend erscheinen, können wir immer noch unsere Einstellung ändern. - XXIV. Dalai Lama; Das Buch der Menschlichkeit

http://zumlink.de/DasBuchDerMenschlichkeit

babulja 08.07.2011, 11:14

Ist das der Dalai Lama, der die A-Bomben-Versuche Indiens ausdrücklich begrüßt hat?

0
Lezaza 08.07.2011, 15:58
@babulja

Nein, den anderen!

Der XIV. Dalai Lama und die Hindu-Bombe

Die erste indische Atombombe wurde am vermeintlichen Geburtstag des Buddhas gezündet (1974) und trug den Namen „lächelnder Buddha“. Diese für eine Nuklearexplosion erstaunliche Bezeichnung mag auch deswegen zustande gekommen sein, weil das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus, der XIV. Dalai Lama, mit dem Ereignis in einem mittelbaren Zusammenhang stand. In einem geheimen „Deal“ zwischen dem indischen Ministerpräsidenten Jawaharlal Nehru und Washington wurde nämlich 1958 vereinbart, dass Indien dem Religionsführer Asyl gewährt und dass es als Gegenleistung die Hilfe der USA beim Aufbau eines Atomwaffenprogramms durch die Ausbildung von 400 indischen Wissenschaftlern erhält, die dann später die „Bombe“ gebaut hätten.

Erstaunlich war auch, dass der tibetische Friedensnobelpreisträger im Jahre 1998, als die Inder erneut ihre Nukleartests durchführten und die gesamte Welt, einschließlich der USA, heftig dagegen protestierte, einen Kotau vor seinem Gastland machte und erklärte: „Ich denke, das atomare Waffen gefährlich sind. Deswegen sollte man jegliche Anstrengung unternehmen, Nuklearwaffen zu eliminieren. Aber die Anmaßung des Konzepts, dass es für wenige Nationen okay ist, Atomwaffen zu besitzen und für den Rest der Welt nicht .... das ist undemokratisch. [...] Indien sollte nicht von den entwickelten Ländern unter Druck gesetzt werden, seine Atomwaffen aufzugeben.“

Obgleich diese Äußerung zu einer weltweiten Irritation führte, änderte der Dalai Lama in einem späteren Interview (2001) seine Meinung nur insoweit, als dass er sich unentschlossen gab. Auf die Frage des französischen Journalisten François Gautier, ob der Einsatz von Atomwaffen legitim sei, wenn dies mit einer guten Absicht geschehe, antwortete er: „Nun, das ist eine sehr komplizierte Sache (Pause). Die Konsequenzen eines Atomkrieges sind schrecklich, dass es schwer fällt, die Bombe zu rechtfertigen, selbst wenn sie mit einer guten Motivation eingesetzt wird. [...] Doch ich verstehe die Bedenken der Inder: Da haben Sie die fünf Großen, die von Indien verlangen, dass es keine nuklearen Waffen besitzt, und die sich selber das Recht vorbehalten, welche zu haben. (Pause) Das ist ungerecht und gefährlich. Die Inder stehen zwei atomaren Bedrohungen, die aus dem Westen und Osten (Pakistan und China) kommen, gegenüber. Also ich weiß nicht, was ich da sagen soll.“

QUELLE: http://www.iivs.de/~iivs01311/Komparativ/Nuklear.htm

0

Jeder definiert den Sinn des Lebens mehr oder weniger anders.

Begriffe die immer wieder genannt werden sind Liebe, Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Spaß, Verwirklichung der Träume, ein ausgeglichenes Inneres bzw Selbstfindung.. eben die Dinge, die das Leben wirklich lebenswert machen! ;)

Der Sinn des Lebens ist, im Kontakt mit der eigenen Seele das zu verwirklichen, wozu man hier her auf die Erde kam. Da die wenigsten gelernt haben, wie das geht - tut es kaum jemand. Und dann werden alle möglichen und unmöglichen pilosophischen oder nicht-philosophischen Theorien entwickelt - was das Ganze hier soll... Und man bestätigt sich gegenseitig: Ha, ha, ist doch trotzdem lustig.

Nun, nicht mehr so lustig ist es, wenn man stirbt, und bei der Rückschau auf das eigenen Leben merkt, dass man mit dem, was man tun wollte, noch gar nicht angefangen hatte. Weil man mit allem möglichen anderen - zum Beispiel dem Nachmachen von dem, was andere gut und richtig finden - beschäftigt war. Und beim angesagten Konkurrieren überhaupt nicht dazu kam, seins zu tun. Auch nicht wusste, dass man nicht nur ein Recht dazu hat, seins zu tun - sondern eigentlich die Pflicht, weil man seine eigene Seele - den Kompass im Leben - nicht verraten sollte; Krankheit kann längerfristig eine Folge von so einem Irrtum sein.

Die Frage läßt sich nicht beantworten im Sinne einer festgesetzten "philosophischen" Bedeutung. Jeder, der sich mit Philosophie stärker auseinandersetzt erkennt schnell, das es so etwas wie eine auf die Ewigkeit festnagelbare bestimmung nicht gibt und nie geben wird. Wenn jemand eher hedonistsich orientiert ist, wie er für die Abwesenheit von Leidenzuständen oder erotische Exzesse/Perversionen offener sein, als jemand, der als Fundament Arbeit und Gebet setzt.

Wenn du es wirklich in einem Satz haben willst:

Der Sinn des lebens meint das Gute. Das ist das Fundament eines jeden Menschen. Was es auch immer sein mag.

Dabei ist das Wort "Sinn" irreführend. Es ist bildlich gemeint.

Leben will in erster Linie leben. Die Natur der Erde, zu deren System wir gehören, strebt stets den Zustand des "Seins" an. Leere ist nicht naturgemäß, daher begrünt sich fast jede kahle Fleckchen "von selbst" und daher wird jede ökologische Nische flugs gefüllt.

Fortpflanzung als Erhaltung der Art steht zumindest bei höheren Arten in der Rangfolge nach dem Erhalt des Individuums. In Hungerzeiten ist die Fortpflanzungsfähigkeit eingeschränkt.

Das Leben hat weder biologischen noch philosophischen Sinn. Sinn verstanden als Absicht, Bedeutung oder Plan. Da ist kein Sinn. Dem Leben einen Sinn geben ist Konvention, Mittelpunktswahn und Eigenwelttraum. Dies sei dem Menschen freigestellt, da kein allgemeingültiger Maßstab ist. Das Leben ist.

Haha, genau die Frage haben wir heute in Bio auch geklärt.

Unser Lehrer hat uns erzählt, dass ein bekannter Philosoph (Namen leider vergessen) mal gesagt hat:

"Das Leben hat keinen Sinn, aber man kann trotzdem Spaß haben/sich für andere Sachen engagieren/etc."

Über den zweiten Teil des Satzes bin ich mir nicht mehr ganz im Klaren, aber bei der ersten Hälfte bin ich mir sicher!

Und ich finde, diese Meinung kann man auch gut teilen, oder?

MfG


der sinn des lebens liegt im lernen an dem, was dir die erde geben kann. wenn der mensch seinen physischen körper abgelegt hat (tod), geht er in seine geistige heimat wieder zurück, um dort dasjenige, mit dem er auf der erde bekanntgemacht wurde, zu verarbeiten. gibt es wieder neues für ihn zu lernen, wird er auf der erde wiedergeboren. der mensch ist auf der erde, um folgendes zu lernen, oder sich weiter zu vervollkommnen in:

-liebe

-freiheit

-mitgefühl mit allen irdischen wesenheiten

-gedächtnisschulung

-moralschulung

-ethikschulung

-kennenlernen des schönen, guten und wahren und deren gegenteile

-erkennen naturgegebener rhythmen und deren kraft auf den menschen

-erkennen kosmischer rhythmen und deren kraft auf den menschen

-erfinden von eigenen rhythmen, um sich von der natur und dem kosmos zu emanzipieren


hake doch mal ab, was du schon alles erreicht hast.

Sinn des Lebens, meiner Meinung nach, dem Leben einen Sinn zu geben <3

Das muss jeder für sich wissen... Für einige ist es, schlau zu sein und die Welt zu sehen. Für andere die Religion... Kann man so nicht sagen.

phillosophisch is immer alles in frage gestellt kann man sich eig sparen

Was möchtest Du wissen?