Was ist der Mensch- Ethik?

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2 Antworten

Das Problem kurzer Sinnsprüche ist, dass sie irgendwo einen kleinen Teil der Wahrheit streifen und dann so tun, als ob sie die ganze Wahrheit seien.

1) Dass Menschen nicht vernünftig sein können (DER MENSCH gibt es nicht), würde als Behauptung den guten Kant zur Weißglut bringen. Natürlich können Menschen auch vernünftig sein, aber eben nicht nur. Ist immer auch eine Frage, wer was als vernünftig definiert.

2) Ich weiß nicht, was für den Betroffenen schrecklicher ist, ob einem ein Taliban den Kopf abhackt oder ob einem ein Eisbär mit der Tatze durchs Gesicht fährt und die Frisur umordnet. Dass Menschen in ideologisch-religiöser Verirrung Schreckliches angerichtet haben, sei nicht bestritten und diese Einsicht hat leider noch niemanden von neuen Verirrungen abgehalten. Doch ist die Frage, wie sinnvoll es ist, die Aufmerksamkeit nur auf die Untaten zu richten und alles Gute und Schöne außer Acht zu lassen, was auch auf Menschen zurückgeht.

3) Wenn es so wäre, gäbe es keine soziale Hilfe, keine Krankenhäuser und keine Alten- und Pflegeheime. Diese Darstellung von Menschen ist extrem einseitig. Man könnte bei allen Zitaten fast von einer ungebremsten Gier sprechen, nur das Schlechte an Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Wozu?

4) Dass Menschen irren können, ist eine Plattitüde! Wir sind immer Suchende und können irren, immer, nicht nur, wenn wir streben. Würden wir in dem Maße irren, wie es der Spruch unterstellt, müssten wir noch in den Höhlen der Steinzeit wohnen, oder wo kommt der Fortschritt her?

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Kommentar von Sailormoon00
05.10.2016, 18:17

kannst du mir das 2 erklären, was du damit meinst

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Zitat 1 ist falsch formuliert. es soll heissen: ..nicht immer. Manchmal sind die Menschen recht vernünftig; allzuoft übernehmen sie eine Meinung oder ein Urteil ohne nachzudenken. 

Zitat 2: Man schaue die vielen sinnlosen Verbrechen an; die häufig passieren. Nicht nur grobe Gewalt, sondern auch ganz gemein überlegte Verbrechen. (Computer-Erpressung usw.)

Zitat 3: Wahrscheinlich ist damit gemeint, dass der Mensch zu den wenigen Tierarten gehört, welche die Angehörigen der eigenen Art Schaden zufügen. Das macht der Wolf innerhalb des eigenen Rudels zwar nicht; dafür reisst er viel mehr Beutetiere, als er für seine Ernährung braucht. (Deshalb der Ausdruck ,,böser Wolf")
Auch der Mensch fügt dem Mitmenschen sehr viel mehr Schaden zu, als zum Überleben nötig wäre..

Zitat 4: Streben heisst: ein (manchmal unscharf definiertes) Ziel verfolgen.
Sowohl das Ziel und auch die zu verfolgende Strategie (Der ,,Weg zum Ziel") sind unklar und deshalb gibt es dort viele Irrtümer.
Ein gutes Beispiel: Die Religionen haben eigentlich das Glück der Menschen zum Ziel. Es gibt aber kaum mehr Irrtümer auf dem Wege zum Ziel als in der Geschichte der Religionen.

 

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