Was ist der Konstruktivismus im Bezug auf die Religion kath?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Als "radikaler" Konstruktivist sei mir die kurze Antwort erlaubt: Religion ist eine Konstruktion menschlicher Generizität - hier speziell in der Suche nach Antworten auf ein weitgehend perzeptiv- bedrohliches Leben und dessen Bewältigung. Darüber hinaus als erweitertes mentales Modell (z.B. einer essentiellen Vor- und Nachsorge - im "Vergewissern", Glauben, Hoffnung, Orientierung, Normierung, Kollektivierung, usw.) mit "Ausführung" (als Institut "Religion").

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ich mich nicht irre bedeutet das Creationism auf Englisch, das haben wir mal in der Schule gemacht.
Der Konstruktivismus ist an die Bibel abgelehnt und basiert auf dem Alten Testament. Hier ist es so, dass man es mit extremen Christen zu tun hat, die nicht einsehen, dass die Welt durch physikalische Methoden entstanden ist. Diese Leute sind davon überzeugt, dass die Welt von Gott in 7 Tagen geschaffen worden ist.
Hilfreich ist der Film Jesus Camp.!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In der Religion nennt man diese Philosophie 'Idealismus' bzw noch genauer: Spiritualismus. Hauptvertreter dort: der anglikanische Bischof Berkeley.

Diese radikale Lehre wird aber in der kath. Theologie nicht schulmässig gepflegt (dass das Körperliche eine Erscheinungsweise des Geistes darstellt, als ein Produkt des Geistes anzusehen ist, ja sogar durch Geistiges verursacht ist, dass die Außenwelt nur in der Wahrnehmung vorhanden ist oder nur als Vorstellung oder gar nicht existiert).

Sie hat aber Anhänger unter modernen Psychologen zb im Umfeld von Paul Wazlawick.

Reine Spiritualisten sind auch die Christian Science (Church of Christ, Scientist), die Krankheit und Sünde als Irrtümer, falsche Annahmen versteht. Eine spiritualistische Philosophie gibt auch im Buddhismus: Yogacara (Chittamatra - Nur-Geist-Lehre).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rosenblad
17.05.2016, 14:57

Du verweist auf Paul Watzlawick - sehr gut!

Er "spricht" von der "erfundenen [oder konstruierten] Wirklichkeit" und folgt man den Ergebnissen der Neurologie, dann ist die Welt, so wie wir sie abbilden und immer wieder selbstreferentiell und selbstrepräsentativ Konstruieren (als kulturelle Efferenz) eine neurologische Folgeerscheinung (eine These die natürlich sehr umstritten ist).

Zu diesem Thema empfehle ich gern den Aufsatz des von mir sehr hoch geschätzten Philosophen Thomas Nagel "Wie ist es, eine Fledermaus zu sein". (im Netz unter: https://tu-dresden.de/gsw/phil/iphil/theor/ressourcen/dateien/braeuer/lehre/qualia_debatte/nagel_fledermaus?lang=de)

0

Nichts.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?