was ist der beste song von metallica

9 Antworten

Naja, die Frage, welcher der beste Metallica Song ist halte ich auf jeden Fall mal nicht für die beste Frage, die man in seinem Leben stellen kann... :3 Eigentlich müsste man die Frage konkreter stellen, in dem man erst mal angibt ob man nun Wert auf Beliebtheit, komplexen Song-Writing (wo for allem die Songs der ersten vier Alben besonders Justice mit seinen vielen Breaks punkten können) oder anderen Punkten wie auch Einflüsse und genauere Genrezugehörigkeit legt. Wenn man mal nach der hier schon angesprochenen "Beliebtheit" geht, dann gewinnt da ganz klar „Nothing Else Matters.“ Sieht man ja hier schon, wenn man sich mal die vorherigen Antworten gibt. Ist halt mit so ziemlich das Massentauglichste, was die Band produziert hat.

Doch kommen wir zu erst mal auf Metallicas jüngstes Werk "Death Magnetic" zu sprechen. Das gefällt mir auch eher weniger, da Metallica mit diesem Album versuchen, wieder zu ihren Wurzeln, dem Thrash Metal zurückzukehren. An sich einene feine Idee, mir kann jedoch keiner der Songs wirklich zusagen, da einfach die Aggression und das Feeling fehlen, so kann ich nichts aus dieser Ära empfehlen.

Zu dem Vorschlag für „Frantic“ muss ich sagen, dass insgesamt der St. Anger Stuff halt nicht zu den besten Alben gehören kann, (meiner Meinung nach) da es zum ersten halt nicht mal ein Gitarrensolo in dem gesamten Album zu hören ist, man jedoch durch unzählige Breaks und Wiederholungen die Lieder schon auf ordentliche Längen gestreckt hat. Ach der Sound des dauerhaft ausgeschalteten Snare-Teppichs ist halt nach einiger Zeit recht eintönig. Trotzdem laufen „Frantic“ und auch „Some Kind of Monster“, was so meiner Meinung nach das beste Lied des Albums (dank des Hammer Gitarrenriffs) ist, immer wieder durch meine Boxen.

Auch zu dem Garage Inc./ Garage Days lässt sich, finde ich, nicht viel sagen, da sich das alles nur aus Covern zusammensetzt. Wer aber mal auf der Suche nach eventuellen Metallica Covern seiner Lieblingslieder sucht, sollte dort mal vorbeischauen. Auf der Scheibe gefallen mir auf jeden Fall „Breadfan“,“ Am I Evil“, „Last Cares“ und „Stone Cold Crazy“.

Wer vor allem Wert auf Massentauglichkeit legt, ist dann Mit den drei Alben „Reload“, „Load“ und „Metallica (dem schwarzen Album)“ gut beraten. Doch vorab, nur weil ich hier über Massentauglichkeit schreibe, handelt es sich hier nicht zwangsläufig um stumpfen Mainstream. Alle drei Alben punkten meiner Meinung nach mit einer hochwertigen Produktion, was sich durch guten, an sich fetten Klang bemerkbar macht. Kommen wir deshalb erst mal zu „Reload“: Dieses ist das von dem drei Alben, mit dem ich am wenigsten anfangen kann, da es mir stilistisch am wenigsten zusagt. Dieses wie auch der direkte Vorgänger „Load“, welche dann zusammen ein ursprünglich geplantes Doppelalbum bilden, bewegen sich im Vergleich zu den ersten fünf Alben auf den sanftesten Schienen. Hier sind primär auch leichte Countryeinflüsse gemischt mit kernigem Hardrock zu vernehmen. Auf „Reload“ punktet für mich trotzdem der ziemlich „schmuddelig“ klingende Song „Bad Seed“ und als Autofetischisten auch „Fuel“. Weiter geht’s dann mit „Load“, welches im Vergleich zu „Reload“ noch etwas härter unterwegs ist. Hier höhre ich vor allem „Until It Sleeps“, „Ain’t My B*tch“, „King Nothing“ und „Bleeding Me“. Also für mich schon wieder eher verwertbarer Stuff. Das älteste Album dieser kommerziellen Phase ist jedoch das selbstbetitelte Werk „Metallica“. Nach zehn Monaten Produktion und unzähligen Dollars an Produktionskosten, katapultierte es die vorher inzwischen schon recht erfolgreiche Band an die Spitze. Das wohl bekannteste Lied dieser Platte wenn nicht sogar der ganzen Bandgeschichte ist da wohl „Nothing Else Matters“. Eine recht starke Ballade, die von Beziehungen und der Belanglosigkeit materiellen Besitzes berichtet. Zwar ein tolles Lied, jedoch finde ich da vor allem den Nachfolger auf dieser Platte treffend. Denn nach diesem eher sentimentalem und ruhigen Lied und einer kurzen Pause, hauen die Jungs von Metallica mit einem wortwörtlichem tierischem Hetz-Lied namens „Of Wolf And Man“ rein. Doch auch Hits, wie „Enter Sandman“, der spätestens nach Einsatz der richtig cool klingenden Drums zu begeistern weisß, so wie auch das Epische „Wherever May I Roam“ und das schleppende „Sad But True“ sollten nicht unerwähnt bleiben. Nun gut, genug Black Album-Verwöhnung^^

Hier noch der Rest meiner Antwort: Berichten wir zu guter Letzt über die wilden, alten Thrash Metal-Zeiten der Band, welche „...And Justice For All“, „Master Of Puppets“, „Ride The Lightning“ und des gnadenlose Debutalbum „Kill ‘Em All“ hervorbrachten. Da hätten wir zu Beginn das „Justice“-Album, welches vor allem durch sein komplexes Songwriting punktet. Mit den Ersten Beiden Liedern „Blackened“ und „…And Justice For All“ werden hier gute zwanzig Minuten totgeschlagen. Weiter geht’s für mich dann weiter mit „Eye Of The Beholder“ welches vor allem mit dem Leise eingeblendeten Intro punktet. Auch erwähnenswert, ist die Antikriegs-Halbballade „One“ die von dem grauenhaften schiksal eines Soldaten berichtet. Auch geil, das Hasserfüllte und wahnsinnige „Harvester Of Sorrow“, welches mit seinem recht geringen Tempo und den hasserfüllten Gitarrenläufen nur so voran wälzt. Noch erwähnen möchte ich noch die zweite Halbballade „To Life Is To Die“, welche dem verstorbenen Bandbassisten Cliff Burton gewidmet ist. Dieses fast ausschließliche Instrumental gelingt vor allem durch den Wechsel der Melodie lastigen Gitarrenparts mit dem sehr grauen. Höhepunkt für mich bildet in diesem Lied, ein Gedicht, des ehemaligen Metallica-Bassers, welches noch zu hören ist. Einziges makel des Albums, der Bass wurde stark runtergemischt. Weiter geht’s nun mit einem Meilenstein des Metals, so deal with the „Master Of Puppets“(!!!). Vielmehr muss man über dieses Meisterwerk des Thrash und Speed-Metals gar nicht mehr sagen, denn diese Scheibe Überzeugt nur. Das erste gewaltgeladene Lied „Battery“ welches auf gefühlten 666 bpms reinhaut, das meisterliche Titellied, welches mit einem unglaublichen Solo reinhaut, das gottgleiche, schleichende Böse in „The Thing That Should Not Be“, die Gänsehaut erzeugende Halbballarde „Sanitarium“ und auch das Instrumental „Orion“, welches vom Gott aller Bassiten, Cliff Burton höchst persönlich dominiert wurde, sollten schon Grund genug sein, sich das gesamte Album zu kaufen. Auch Metallicas zweites Album „Ride The Lightning“ ist einfach nur ein Klassiker. Neben dem förmliche jaulenden Titellied, welches die Angst vor dem elektrischen Stuhl beschreibt, ist auch der epische Dampfwalze „For Whom The (Fucking) Bell Tolls“, welche mich überhaupt erst auf Metallica brachte, mit ihrem endverzerrtem Bassintro ein echter Hin-Hörer. Auch die selbstmordgedankengeladene Halbballade „Fade To Black“ ist einfach nur geil und das passende Lied, für jeden deprimierenden Regentag. Ach darf man das epische und rasante Creepung Death, was einfach keine Schwächen aufzeigt und das wiederum bassdominierte Instrumental „The Call Of Cthulhu“ nicht vergessen. Alles im Allen: Auch ein reines Meisterwerk, diese scheibe. Und zu guter Letzt: Das gnadenlose Debutalbum „Kill ‘Em All“!!! Das Werk, welches als einer der ersten Thrash Metal-Alben überhaupt und auch als Metallicas offizieller Karrierebeginn bekannt ist, macht keine Kompromisse. Hier Punkten vor allem „The Four Horsemen“, welches mit einem affent*ttenmegageilem Solo bestückt ist, das jaunernde Basssolo von Meister Cliff Burton, so wie die Metal-Hymnen „Whiplash“ und „Seek And Destroy“ bei denen kein Kopf ungebangt bleiben kann und kein Stimmband danach nicht heiser ist. Eine Schibe, die vor Geschwindigkeit und frischer Aggression nur so strotzt. Alles im Allem finde ich, daraus lässt sich nur ein Fazit machen: Es gibt kein bestes Metallica Lied. Jeder, der die Band wirklich mag, wird das bestätigen können.

Ich finde von den Liedern ab dem Album ...and justice for all (wenn man bei den Liedern dort versuchen würde einsauszuwählen, könnte man auch gleich den Atomkrieg starten 😜) das Lied ,,Spit out the bone" vom neuen Album ,,Hardwired to self-destruct" am besten finde ich, weil es die typischen Bedingungen eines Thrash-Metal-Liedes erfüllt, nämlich:
-Killer Gitarren-riff (und gute Bassspur)
-Mindestens 5 Minuten lang
-Krasses Gitarrensolo
-Ständig wechselnde Melodien
-und die Tatsache das kein Kopf und keine Haare (egal ob kurz oder lang) früher oder später nicht geschüttelt werden

Deswegen ist das meister Meinung nach das beste Metallicalied der letzten 20 Jahre

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