Was ist das richtige Leben... Lebe ich "richtig"?

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15 Antworten

Was ein Philosoph dazu sagen würde, hängt ganz vom Philosophen ab. ;)

Die Nihilisten würden sagen: "Ist doch eh völlig schnurz."
Die Utilitaristen würden sagen: "Sehr gut. Das Wohl ist das Wichtigste und du verletzt keinen."
Die Skeptizisten würden sagen: "Wer weiß schon, ob das Leben überhaupt existiert und Wrestling real ist?"

Kant würde vermutlich zu dem Schluss kommen, dass es nicht "ausreichend rational" ist, sich mit Wrestling zu beschäftigen, weil man den Geist zu wenig bildet.
Schopenhauer würde darauf hinweisen, dass wir an diesem Glücksgefühl festhalten sollen, wo doch ohnehin das Leben sich letztlich durch Traurigkeit und Monotonie auszeichnet.

Und Platon? Der würde befürworten, dass junge Menschen sich für etwas Sportliches interessieren, aber gleichzeitig kritisieren, dass du dich selbst nicht gleich mit betätigst, weil ein "gesunder Staat" auch "gut gebildete junge Männer in Körper und Geist" fordert.^^

Und so weiter und so fort. (stark vereinfacht ausgedrückt natürlich) ;) Die Philosophie hat eine Unmenge an Richtungen, Ideen und Einstellungen.

Die Sache ist bloß die - deine Leidenschaft fürs Wrestling tut keiner Menschenseele weh, ebenso wenig, dass du Gitarre lernst und deinen Job magst. ERGO gibt es absolut NICHTS daran auszusetzen, dass du genau das tust, was du gerne tun möchtest. :)
Wenn du es genießt und es dir Spaß macht und dich erfüllt, dann ist es auch "richtig".

Des einen Erfüllung ist des anderen schlimmster Albtraum - man sollte seine Leidenschaften nieeemals von irgendjemandem bestimmen lassen, so lange sie sich an die basischen Regeln der Moral halten. (Zu einem psychisch Kranken mit Gewaltfantasien würde man eher nicht "Follow your dreams" sagen^^)

Was ich mich allerdings frage, ist, ob die Tatsache, dass du dir darüber Gedanken machst, daher kommt, dass du dich noch nicht so recht "traust", dir selbst einfach zu vertrauen oder weil dir vielleicht doch irgendwas fehlt.

Was lässt dich denn an der "Richtigkeit" des Ganzen zweifeln?
Für mich klingt's sehr erstrebenswert, seinen Job zumindest "angenehm" zu finden, den Rest der Zeit auf seine Leidenschaften zu verwenden und damit zufrieden zu sein. :)

Ein Philosoph würde wahrscheinlich dazu sagen, dass Du Dich auf die elementaren Werte konzentrierst.

Du pflegst

  • Deine Familie
  • Deine Freundschaften
  • Deinen Eigenerwerb
  • Deine Seele (Hobby)

 

Nicht jeder muss darüber nachdenken, warum ein Blatt grün ist. Du greifst nicht nach den Sternen, sondern verweilst im jetzt und hier, in Deinem gegebenen und geschaffenen Umfeld.

Die Frage ist eher: Warum stellst Du Dir die Frage?

Hast Du Schuldgefühle, weil Du zufrieden bist?

Spürst Du ein inneres Bedürfnis nach Herausforderung?

Hinterfragst Du Dich, weil Du beobachten kannst, das andere Menschen, mit "mehr", unglücklich sind?

Wir sind alle sehr unterschiedlich. Aber es gibt sicherlich eine ganze Menge Menschen, die gerne mit Dir tauschen würden.

Du hast mir auch eine, mir lang gestellte; Frage ungewollt beantwortet. Denn das Bild ist sehr beeindruckend und ließ mich zuerst stutzen.

Ein verschlossener Mensch begibt sich in diese Masse.

Ich bin ein recht offener Mensch. Und bei dem Gedanken mich darin zu befinden, dreht mir den Magen um. Alles Liebe

Wenn man das Leben auf eine bestimmte Art hätte führen soll, dann würde wohl keine andere Möglichkeit existieren. Was du meinst sind Meinungen über das Leben, wie man es wohl am besten führt. Aber ist am besten oder am schlechtesten auch nur Bewertungen gemessen an dem, was bestimmte Individuen oder Gruppen als erstrebenswert sehen. 

Und durch das Erreichen eines Lebensstandard hast du dann das beste Leben erworben. Es ist wie eine Status was du wohl sein wirst, wenn du etwas hast. 

Und so ist es wie ein Prestige-Objekt, auf was du stolz sein kannst gemessen an dem Wert, der dich werden lässt zu etwas. Und rate mal wer von wem du diese Geschichten erfahren hast? 

Die allerwenigsten sind hierbei deine eigenen Ideen, deine eigenen Vorstellungen sondern viel mehr Empfehlungen von Leuten, die es anscheinend besser Wissen müssen als du. 

Denn ansonsten müsstest du ja dich selbst Fragen, was du wohl für einen gutes Leben halten würdest. 


Und das würde dir zur Aufgabe machen selbst zu entscheiden, was du für Gut oder Schlecht hältst, was du für Wahr hältst und was nicht und vor allem, wie du diese Welt wohl interpretierst. 

Sicherlich tust es schon die ganze Zeit, aber mit Einschränkungen von Grenzen, hinter dessen Mauern die Gefahr des selbst darin zu erkennen Irrglauben steckt. Aber ist Irrglaube hier nur eine Bewertung von einer Ankettung von Informationen, die man in relation dazu als Wahr erachtet.

Nun. Was ist wohl Lebenswert? Ich werde dir hierzu nichts schreiben, weil alles Lebenswert sein kann. 

Wenn Du glücklich und zufrieden bist, dann kann es nicht so verkehrt sein. Wenn Dir etwas fehlt, dann solltest Du zum einen selbst überlegen, was Dir fehlt. Oder mit deinen Freunden usw., also Leuten, die Dich kennen, darüber reden, wie deren Leben so ist. Vielleicht kriegst Du da ein paar Anregungen. 

Ich habe auch einen Freund, den ich seit der Grundschule kennt, der schon immer das Chemieass war und jetzt ohne murren deine Ausbildung mit den seltsamen Schichten und nem Einserschnitt abschließen will. Wenn mich jemand kennt und mir bei philosophischen Dingen helfen kann, dann er^^ Auch wenn ich einen komplett anderen Lebensweg habe (mit viel Freiheit und sehr gefühlsbetont). 

Also frag ruhig Deine guten Freunde und steh zu Dir selbst, vertraue Dir. Wenn Du etwas Neues wagen willst, dann wird es sich lohnen das auszuprobieren.

Mit gefühlsbetont ist es bei mir sicher so, dass mein Leben nicht sehr 'sicher' ist. Also Beziehungen zerbrechen eben am Anfang schneller, immer wieder der falsche Partner, bis man nach langem Suchen endlich den richtigen findet. Aber trotzdem habe ich jede gemeinsame Zeit genossen und dafür lohnt es sich immer, auch wenn das Ende immer schmerzhaft ist. Aber so ist eben jeder Lebensweg irgendwie unterschiedlich. Viele trauen sich nur nicht, aus ihrem auszubrechen, weil dann Kritik von Familie, Freunden, etc. kommt und es eben nicht der Weg des geringsten Widerstandes ist. Trotzdem kann es ausgesprochen gut tun und erfüllend sein.

Natürlich wünscht man sich immer das Leben, welches man nicht hat. Durch die Welt Reisen, alle Reize, die es gibt erleben usw..

Natürlich sind wir quasi gezüchtete Roboter, aber das ist eben das Leben, weil man sich geschichtlich eben so zusammengeschlossen hat, dass es Regeln und Normen gibt.

Dazu gehören:

  • Kriege
  • Erfindungen
  • Gesetze
  • Steuern
  • Verbrechen
  • Kapitalimus
  • Recht des Stärkeren
  • und und und

Das Eine ist eben geschickter verpackt und das andere weniger. Letztendlich diktieren uns (wie schon im Mittelalter und früher) die Reichen mit ihrer Industrie und Politik. Dazu kommen die Einflüsse der Medien, welche auch wieder von denen gesteuert werden, worau wir wieder unsere vermeintlichen Träume und Bedürfnisse generieren.

Ich finde man lebt "richtig, wenn man das tut, was man will (im Rahmen seiner Möglichkeiten). Dabei ist Gesundheit das Wichtigste Gut und Geld, Weltreisen, Traumkörper, Partner, beruflicher Erfolg oder Macht sind schöne Nebenwirkungen, die aber nichts über die Gesundheit stellen.

So lange du das "Beste" aus deinem Leben machst und nix "Schlimmes" ist doch die wenige Zeit auf der Erde ein "richtiges" Leben - besser als keins ;).

Btw. Muss da immer an die Folge denken :D.

Ist das wirklich wichtig, was jemand anders davon hält wie du dein Leben führst und was dich glücklich macht?

Beeindruckend wie viele tiefschürfende Antworten da schon zusammengekommen sind.

Ich habe den Eindruck, es spielt keine Rolle, ob andere Dein Leben gut finden oder nicht .. es reicht, wenn man es selber gut findet. 

Was Dich bewegt scheint mir die Erkenntnis des Existenzialismus zu sein, dass alles doch nur eine Sysiphos Aufgabe ist, sich wiederholt und auf erste Betrachtung hin "sinnlos" ist. Aber das Fazit der Nihilisten ist nicht, wie Schattentochter unterstellt "das alles schnurz" ist ... Camus kommt in dem immer noch lesenswerten Wert "Der Mythos von Sysiphos" zum Fazit, dass Sysiphos ein glücklicher Mensch ist. 

Darum: Carpe Diem !  

oder ... 

http://www.plyrics.com/lyrics/dietotenhosen/wofrmanlebt.html

Hallo,,,,

Ich habe gerade deine Frage gelesen und fand sie ganz Interesant. Sicher Leben muss ja nicht falsch sein. Das hört sich ja ganz Interessant an was du machst. Der Sinn des Lebens ist für jeden etwas anderes. Wenn man aber spürt das man eine Veränderung braucht , dann sollte man dies zu lassen. Versuch vielleicht ihrgend wo anders hin zu reisen etwas anderes sehen. Vielleicht kann dich so für etwas begeistern. Du verlierst ja dadurch nicht die Begeisterung zum Sport. Manchmal muss man einfach etwas anderes machen um zu wissen was einen Glücklich macht 

wer definiert den, was richtig und was falsch ist?

Dir muß es gefallen, du mußt damit klar kommen, niemand sonst.

Ich kenne Leute, die fast jeden Tag nach der Arbeit auf Tour sind. Die brauchen ihre Wohnung eigentlich nur zum schlafen. Und ich kenne Leute, die sofort nach der Arbeit heimgehen und sie fast nie verlassen, höchstens zum einkaufen. Auch am Wochenende sind sie daheim.

Beide sind aber glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Also, wer lebt jetzt richtig?

Bist du glücklich und zufrieden mit deinem Leben? Ja? Dann führst du ein "richtiges" "gutes" Leben!

Du steckst wie ich s überschaue alles wichtige in deinem Leben ab

1. das Soziale und auch gleich das Wichtigste -- Familie und hast eine Handvoll guter Freunde

2. hast du einen Job in dem du dich gut fühlst und wohl auch gut verdienst.

3. Hast du ein Hobby, was du erfüllt

... allein damit hast du schon mehr als die meisten

jedoch wenn du sagst du bist introvertiert und dennoch selbstbewusst... das ist und bleibt ein Widerspruch in sich. Ein scheues Reh kann nicht zur selben Zeit ein Löwe sein.

Keine Ahnung warum du dir ein Kopf über dein Leben machst - Läuft doch bei dir, solltest eher Glücklich sein.

"Ob Du schnell oder langsam läufst, der Weg bleibt der Gleiche", Konfuzius.

Je nun, Du sparst Dein Geld, gibst es hernach der Lufthansa, so'n armer Pilot muss ja auch von irgenwas leben und schaust wie sich andere Typen 'ne Show liefern, für die Adrenalinabfuhr.
Besser die wie Du, oder.
Na gut in 'nen Labor, soviel passiert da nun auch nicht.

Richtig oder falsch, die Frage stellt sich nicht.
Würde alles richtig laufen im Leben, das wäre ja nachgerade paradiesisch.

Also richtig wäre jetzt zu warten bis die Typen hier herkommen und sich wie die Kesselflicker hauen, dann sparst die Lufthansa.

PotenzenHilfe 27.02.2017, 03:31

Ich lese mir deinen Text gerade zum 3. mal durch. :D 

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Ich wüsste gerade nicht was daran falsch ist
Du stellst dich selbst relativ fest und treu im Leben dar
Scheinst glücklich zu sein aber trotzdem Ziele zu haben
Es ist doch alles gut?
Das ist so wie du bist und wie du gerne lebst
Solange du damit keine Probleme hast ist das doch ein richtiges/normales/ordentliches Leben?
Dir scheint es zu gefallen also lebe es doch einfach :)
Und wenn du etwas ändern möchtest dann tu das

Du bist glücklich.

Wärest du wirklich selbstbewusst, würde dir das reichen und ziemlich gleichgültig sein, ob du damit den Vorstellungen anderer Menschen gerecht werden würdest.

Was hat das mit Politik zu tun?

Du hast Ziele

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