Was ist das Muttergefühl?

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4 Antworten

Ich berichte mal über mein Empfinden :) mein Sohn wird bald 4 Monate alt/jung. Ist also noch ziemlich frisch :) ich kann dir nur sagen, mutter zu sein ist das schönste Gefühl einfach unbeschreiblich. Die Bindung zum eigenen Kind ist so stark...es gibt nichts was man damit vergleichen kann. (Und ich führe eine glückliche ehe ) dennoch die Bindung zu meinem Sohn ist natürlich anders aber dennoch viel intensiver. Über meinen Sohn lass ich nichts kommen. Die 9 Monate schwangerschaft prägen einen so sehr. Man wartet sehnsüchtig darauf sein baby endlich in den Armen zu halten, man hofft und fiebert mit das es sich gut entwickelt und gesund bleibt, man malt sich Dinge aus hoffentlich passiert nichts und man verzichtet bereits in der schwangerschaft auf Allerlei Sachen! Dann während der Geburt empfindet man schmerzen die unbeschreiblich schmerzhaft sind. Ich habe gedacht ich sterbe so weh hat es getan, 25std Wehen und dennoch nach jeder Wehe habe ich mich mehr auf meinen Sohn gefreut. Das war es mir wirklich wert. :) als er dann da war ich war so überwältigt, klar eine Mutter findet sein Kind immer am schönsten. Ich habe ihn nur angeschaut, sofort geküsst obwohl er ja eigentlich total verschmiert war, aber das war nicht eklig, das war wunderschön. Zu deiner Frage ob man sich physisch verändert kann ich nur sagen :ja! Es heißt nicht umsonst "jede schwangerschaft kostet einen Zahn" :) ich habe streifen an der Brust, mein Bauch ist noch etwas faltig, man sieht -total beschissen- aus wegen den schlaflosen Nächte..aber was ist das schon? Wenn dein Sonnenschein dich anschaut und lacht hast du alles wieder vergessen :) psychisch verändert man sich auch total. Man denkt anders, man wird reifer...Sachen die einem sehr wichtig waren verschwinden in den hintergrund. Auf die Frage ob man für sein Kind sterben würde."ja würde ich. Wenn mein Sohn sag ich jetzt mal blöd ein neues Herz bräuchte und ich könnte ihm helfen würde ich es ihm ohne zu zögern geben. Er bedeutet einfach alles für mich. :)

MaxNoir 06.02.2015, 14:38

Danke, dass du das so offen teilst. Ich musste sehr lächeln beim lesen und habe jedes Wort als aufrichtig wahrgenommen.

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saamlawrencee 22.06.2015, 04:52

Das hört sich alles so unglaubwürdig an..also es klingt irgendwie zu schön 🙈 ich glaube wenn man das selbst noch nicht erlebt hat kann man es nicht nachvollziehen 😌

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Ich habe mal einem Mann die Frage gestellt, ob er denn gerne in die Arbeit geht um seine Familie zu versorgen und ob es ihm was ausmachen würde, wenn die Frau eine zeitlang nicht arbeiten könne. Er antwortete - natürlich gehe er gerne in die Arbeit und versorge gerne seine Familie, das sei auch schließlich seine Aufgabe, darin liege sein Sinn. Daher kann ich deine Frage auch nachvollziehen.

Ich bin keine Mutter aber ich habe alle Muttergefühle schon erlebt. Ich war der Mamaersatz für meine kleine Schwester und mein Freund hat einen kleinen Sohn. Ich weiß auch dass ein eigenes Kind noch mal etwas anderes ist, ich denke aber das sich diese starke Bindung auch aufbaut, wenn ich es zulasse, zB bei einer Adoption oder bei einer Eizellspende (dann bin ich auch nicht die biologische Mama).

Muttergefühle beinhalten einen ganzen Blumenstrauß an Gefühlen, wie zB. Liebe, weiblich, Beschützerinstinkt, nähren, liebevolle Aufmerksamkeit und Zuwendung, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Wertschätzung, Fürsorge, Stärke, Strenge, Harmonie, Sanftmut, Stolz, Freude, Verbindung/Vernetzung, weich, zart, fein, tief....

Um mehr über Muttergefühle zu erfahren kannst du auch in der Tierwelt schauen oder du versuchst es über die Frage was Vatergefühle sind, die sind sehr ähnlich jedoch manchmal nicht gleich - wie Weiblichkeit und Männlichkeit. Jeder fühlt anders und als Mann hat man nun mal Männergefühle, zB männliche harte Stärke (die weibliche Stärke ist weich aber genau so stark wie die männliche), bestimmte Körpergefühle.

Ich lag in der Schwangerschaft ca. 5 Monate im Krankenhaus. Als es zu Komplikationen kam mußte für den Notfall eine Entscheidung getroffen werden. Das Kind oder ich. Ich habe mich für mein Kind entschieden. Ich habe monatelang dafür gekämpft, das mein Baby überlebt. Zum Glück ist alles gut gegangen. Nun einige Jahre später habe ich immer noch gewisse "Folgeschäden" mal abgesehen von meinem Äußeren. Ich würde es jederzeit wieder tun. Auch als danach Schwierigkeiten kamen eine Bindung herzustellen. Oft fühle ich mich überfordert und allem nicht gewachsen, aber nur eine Mutter weiß, was ein Mensch vermag auszuhalten an Schmerzen und auch durchwachten Nächten inkl. dem ganzen Programm. Die Liebe zu seinem Kind ist nicht beschreibbar, man würde absolut alles dafür tun. Man wird erwachsen, eine gewisse Spontanität geht verloren, weil bei fast allen Entscheidungen das Kind berücksichtigt wird. Und Angst vor der Zukunft, ja die packt einen. Ich kann keine Zeitung mehr lesen in der beschrieben wird wie ein Kind missbraucht wird oder in den Drogensumpf abrutscht ohne einen Moment an mein Kind zu denken und wie eine Verrückte zu überlegen, wie ich so ein Unheil abwenden könnte. Also Du siehst die Gefühle sind sehr extrem die Angst das ihm was passiert und das unglaubliche Glück es zu haben.

Hallo,

jetzt bin ich zwar keine Mutter .. aber Vater und auch da verändert sich so einiges. Unterm Strich aber ist es sicher so, dass die Bereitschaft einer Mutter für ihr Kind gleich was zu geben um ein x faches höher ist als bei einem Vater. Das Band zwischen Mutter und Kind kann man nicht trennen!

Ich wundere mich nur wie wir auf 3 Kinder gekommen sind ich war bei allen Entbindungen dabei und kann lorena nur beipflichten zu welchen Wundern die Natur in der Lage ist. Man spricht davon das eine Nierenkolik den Schmerzen einer Entbindung ziemlich gleich kommt, ich hatte einmal eine und kann nur sagen: "Danke, habs erlebt und muss es nie mehr haben!" Wenn dann eine Mutter ein zweites, gar noch ein drittes Kind zu Welt bringt muss es da wohl schon was ganz besonderes geben.

Ich verfechte immer den Standpunkt das ein Kind zur Mutter gehört und bekomme dafür regelmäßig, auch hier, Schellten. Alleine die Zeilen von lorena unterstreichen aber schon warum das so ein muss.

Ja, es ist sehr schön Vater zu werden, wie schön muss es da erst sein Mutter zu werden!

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