Was ist das Lohnausfallprinzip und die Durchschnittszahlung?

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2 Antworten

Das Lohnausfallprinzip besagt, dass für bestimmte Ausfallzeiten das Entgelt zu zahlen ist, das der Arbeitnehmer erhalten hätte, wenn er gearbeitet hätte.

Dazu wird ein Durchschnitt gebildet der die letzten 13 Wochen umfasst. Dieser Durchschnittsbetrag wird als Grundlage für die Entgeltzahlung in den Ausfallzeiten wie Krankheit oder Urlaub zugrunde gelegt.

Dieser Betrag kann durchaus schwanken, da auch Überstunden und andere Zuschläge mit einfließen. Ein pfiffiger Arbeitnehmer wird deshalb möglichst viele Überstunden in den 13 Wochen vor dem Urlaub machen, wenn er es denn beeinflussen kann.

Grundsätzlich ist es eine gesetzliche Regelung, aber auch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen können (erhöhend) einfließen. Deshalb ist ein Nachrechnen schwierig, die Personalabteilung müsste es vorrechnen können.

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Kommentar von borntobechild
25.09.2016, 13:20

Ergänzend: Als Sonntagszuschlag erhälst du auf 8,50 Euro Stundenlohn 120% zusätzlich, das mal 3 Stunden, ergibt 30,60 €.

Dein Einkommen ist steuerpflichtig und deshalb zahlst Du Steuer, beim Minijob wird diese pauschal berechnet, aus Vereinfachungsgründen.

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Kommentar von Familiengerd
25.09.2016, 13:57

Dieser Betrag kann durchaus schwanken, da auch Überstunden und andere Zuschläge mit einfließen. Ein pfiffiger Arbeitnehmer wird deshalb möglichst viele Überstunden in den 13 Wochen vor dem Urlaub machen, wenn er es denn beeinflussen kann.

Das ist falsch!

Das Entgelt für Überstunden wird bei der Durchschnittsberechnung von Urlaubsentgelt und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall/an Feiertagen nicht mit berücksichtigt (es sei denn, sie wurden seit langer Zeit regelmäßig und dauerhaft geleistet): siehe das Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 11 "Urlaubsentgelt" Satz 1 und das Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 4 "Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts" Abs. 1a.

Etwas Anderes ergibt sich bei der Berechnung nach dem Entgelt-/Lohnausfallprinzip: Hier erhält der Arbeitnehmer (wie Du im ersten Satz richtig festgestellt hast) dasjenige an Entgelt, das er bekommen hätte, wenn er nicht krank oder im Urlaub wäre; das trifft z.B. dann zu, wenn der Arbeitnehmer ursprünglich an den ausgefallenen Tagen in einen Dienstplan (etwa auch mit Überstunden und Zuschlägen) eingeteilt war.

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Du kriegst für Sonntagsarbeit 120 % Lohn statt 8,5 € also 10,20 € mal 3 Stunden macht 30,60 € für deine arbeit am Sonntag.

Im Urlaub erhälst du eine Lohn nach deinem Durchschnittslohn der Letzten 3 Monate.

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Kommentar von Diyar231
25.09.2016, 13:42

Könntest du den letzten Satz bitte etwas präziser beschreiben?

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