Was ist das Geheimnis von Helmut Schmitt warum er im hohen Alter so fit im Kopf war, offensichtlich ne?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ende der 90er Jahre hatte Helmut Schmidt, bei einer Vereidigung von Bundeswehrsoldaten vor dem Reichstag in Berlin, am Jahrestages des Attentats vom 20. Juli 1944, geäußert, die Deutschen seien nach 6 Jahren des Krieges kriegsmüde gewesen.

Erstens: Das Attentat ist nicht verübt worden, weil der Krieg enden sollte – sondern weil man mit umfangreichen Planungen für einen „Staat danach“ die bedingungslose Kapitulation Dtschlds hatte verhindern wollen, ehe Dtschld nicht mehr in der Lage sein würde, sich noch irgendwie in die Waagschale zu werfen. Für den Kreis der Attentäter stand dabei jedoch nicht einmal mehr in Frage, dass man die Oder-Neiße-Linie gegenüber der internationalen Politik würde anerkennen müssen! (Es handelte sich bei dem gesamten Kreis um dieses Attentat herum keineswegs um ewiggestrige und patriotische Träumer.)

Zweitens: Zum Zeitpunkt des Attentats hatte der Krieg des Dt. Reiches bereits 4 Jahre und 10 Monate und 20 Tage gedauert. Nicht jedoch 6 Jahre.

Drittens: Herr Schmidt spielte mit dieser Aussage an die geschichtliche Betrachtungsweise an, der 2. WK habe 6 Jahre gedauert. Da dieser in Europa mit der Kapitulation Dtschlds am 8. Mai 1945 geendet hatte, muss man als Ende des Weltkrieges die Kapitulation Japans bemühen, um auf 6 Jahre zu kommen. – Wiederum könnte man derselben Logik folgen, mit der der 1. Sept. 1939 als Beginn des 2. WK angesehen wird, wenn man behauptete, der 2. WK sei am 7. Juli 1937 ausgebrochen – dem Tage, an dem Japan den Krieg gegen China eröffnete. Damit hätte der 2. WK 8 Jahre lang gedauert. •• Tatsächlich dauerte der WELTKRIEG, also die weltweite Einbindung von Kriegsparteien, vom 7. Dez. 1941 bis zum 8. Mai 1945. Alles andere, davor und danach, waren lokale Konflikte mit begrenzter Anzahl von Kriegsteilnehmern.

Gegenfrage: Wie fit war Helmut Schmidt? – Für mich wurde der Mann mit jener Rede uninteressant. Leider ist er ehrenhalber immer wieder einbezogen worden in Diskussionsrunden und Gremien – und hat noch manchen anderen Unsinn von sich gegeben, dessen Relevanz man nur in Frage stellen kann. Weder Tabak noch das Altern haben Schmidt gutgetan. Er war auch nur ein Mensch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich vermute mal, seine norddeutsche Disziplin und die frische Seeluft. D.h. er hatte einen sehr geregelten Tagesablauf und es sind keine Exzesse von ihm bekannt. Das starke Rauchen war es sicher nicht, konnte aber durch die sonstig gesunde Lebensweise zumindest teilweise kompensiert werden...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Durch das ständige Rauchen konnte er seinen Stresspegel reduzieren, dadurch kam es zu einer Reduktion des Risikos von stressbedingten Erkrankungen, weshalb er dann im hohen Alter noch so fit sein konnte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vorrangig hat er seinen Kopf zu mehr benutzt als nur einen Hut draufzusetzen. Obendrein hat er sich wohl so verhalten, daß er sich zumindest nicht selbst mit Streß beladen hat, wo es vermeidbar war.

Doch das war nur das nach außen Sichbare. Noch wichtiger war wohl sein Charakter. Je unbeschädigter ein Charakter ist, desto unbeschädigter wird auch die Denkweise sein, immer schön angepaßt an die sonstigen Lebensumstände.

Vollkommen ist zwar niemand, aber es gibt schon große Unterschiede selbst dabei, welche großen Fehler nur kleinen Schaden verursachen und welche kleinen Fehler auch großen Schaden anrichten können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er hatte durchs rauchen ein geregeltes Leben , als er aufhörte starb er kurz darauf.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Lebensalter ist auch genetisch bedingt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?