Was ist das für eine Glaubensgemeinschaft?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ob da nun Mormonen oder Zeugen Jehovas kommen, spielt keine große Rolle. Beides sind fundamentalistische Sekten. Die sind gut geschult in der Manipulation schwacher Geister. Insofern würde ich mich gar nicht drauf einlassen. Falls nicht, sollltest du auf alle Fälle dabei sein.

Nun mal langsam. Es gibt zwar auch fundamentalistische Mormonen, aber die sind eher nur in Nordamerika. Hier gibt es zwar auch Mormonen, aber wenn die als fundamentalistisch gelten, dann sind Katholiken und Protestanten Extremisten. Sorry, aber das ist so. Man sollte sich erst einmal richtig informieren, bevor man irgendeinen Blödsinn ablässt.

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@JTKirk2000

Nun ,aber immerhin bekennen Katholiken einen dreifaltigen Gott nach dem Apostolischen Glauben ....insofern stehen wir auf dem apostolischen Fundament und das gilt auch für die meisten Protestanten .

Bei den Mormonen ist das leider nicht der Fall .Und die Bibel braucht keinerlei Ergänzung durch das irgendwelche obskuren Bücher wie das Buch Mormon.

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@Waldfrosch4

Die Kirche der Mormonen heisst "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage". Sie glauben an Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist! Das Buch Mormon ist kein obskures Buch, wie jeder feststellen wird, der es liest, sondern bestaetigt die Wahrheit der Bibel, weil es zwar eine andere Geschichte, aber dieselben Lehren des Evangeliums enthaelt. Damit ist es ein weiterer Zeuge fuer Jesus Christus!

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Wirkungsvollwäre, wenn du von dir sprichst. Damit greifst du sie nicht an, denn sie haben sofort Gegenargumente. Z.B. kannst du sagen: "Damit kann ich mich nicht identifizieren". Oder: "Das sehe ich anders, ich habe es so gelernt, dass..." - Das wäre auch eine "gute Schulung" für deine Freundin und sie käme automatisch zum Überlegen, dass man auch eine eigene Meinung haben kann. Sie würde mitbekommen, dass man sich wehren und kritisch sein kann.

Ich weiß nicht, wie Du es mit Glauben hältst, aber ich habe diese Kirche durchaus eine Zeit lang für mich geprüft und dabei herausgefunden, dass diese weit besser meinem persönlichen Glauben entspricht, als ich zuvor eine kennen gelernt hatte. Ich will aber nicht für die Kirche werben, denn jeder sollte für sich herausfinden, welche Religion am besten zu einem passt.

Eines weiß ich aber mit Sicherheit: Vieles, was über die Mormonen behauptet wird, ist entweder schlichtweg unwahr (und dann meistens absichtlich in die Welt gesetzt, um Mormonen in Verruf zu bringen) oder lange nicht mehr aktuell (aus demselben Grund). Es gibt zwar einige Abspaltungen unter den Mormonen, beispielsweise die fundamentalistische Kirche Jesu Christi, aber die Missionare werden mit großer Wahrscheinlichkeit Mitglieder der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage sein, und die sind (um mal auf die Antwort von Hamburger02 einzugehen) keineswegs fundamentalistisch - im Gegenteil, denn sie schätzen die Entscheidungsfreiheit sehr hoch ein und ebenso die Nächstenliebe, welche sie vor allem durch Respekt, Hilfsbereitschaft und weitere positive Eigenschaften zeigen, von welchen sich so einige Menschen, vor allem Christen, denen die Nächstenliebe eigentlich insbesondere entsprechend wichtig sein sollte, "eine Scheibe abschneiden könnten".

Sicher war es in der Geschichte der Kirche nicht alles einwandfrei, aber diese hat sich nicht Verbrechen schuldig gemacht, die beispielsweise der römisch-katholischen Kirche des Mittelalters unterlaufen sind. Beispielsweise gab es zu einer Zeit in der Mitte des 19 Jahrhunderts die Polygamie in dieser Kirche - etwas das auch ich keineswegs nachvollziehen kann und es war auch nicht die Regel, dass entsprechend so gelebt wurde, sondern es ging vielmehr um die gesellschaftliche und wirtschaftliche Absicherung der damals noch nicht gesellschaftlich und wirtschaftlich unabhängigen Frauen. Im späten 19 Jahrhundert wurde dies innerhalb der Kirche als nicht mehr zu vertreten angesehen, in Folge dessen es zu einer Abspaltung von einigen Mormonen kam, die weiterhin so leben wollten (ja auch Frauen).

Ansonsten fällt mir nur eine Gegebenheit ein, die man im Nachhinein verurteilen würde, aber aus damaliger Sicht einfach - so grauenvoll die Folge auch war - aufgrund einiger schlechter Umstände möglich wurde, nämlich einerseits aufgrund von Desinformation gegenüber Siedlern, eine Kriegsandrohung mit Marschbefehl gegen die Mormonen von Seiten der Regierung und übermäßige Nervosität von Seiten einiger schlecht informierter Mormonen, welche die Siedler für einen Trupp der Aggressionsstreitmacht hielten. Das daraus resultierende Gemetzel ging als Mountain-Meadows-Massaker in die Geschichte ein.

Das ist aber wirklich schon alles, was man dieser Kirche vorwerfen könnte. Bedenkt man aber, welch schwierige Zeiten die Mormonen vor allem in der Frühzeit der Kirche immer wieder erfahren haben - beispielsweise über Jahrzehnte Verfolgungen, Vertreibungen, Ermordungen, Zwangsenteignungen und so weiter - bis sie nach Jahrzehnten des Leids, das sich heute kaum jemand vorstellen kann, in Utah endlich eine Zeit lang Frieden fanden, um dann feststellen zu müssen, dass die Regierung die Armee gegen sie aufgebracht hatte. Sorry, aber da wäre ich auch vorsichtig gewesen - und wie es von der Kirche damals auch getan wurde, wurde aus Gründen der Vorsicht eine Durchreise von Siedlern nach Westen eigentlich untersagt. Anders ausgedrückt, hätten die Siedler also eigentlich vor der Einreise nach Utah gewarnt werden müssen und es hätte nicht zu diesem Gemetzel kommen können. Vielleicht war diese Desinformation der Siedler aber auch politische Taktik, um einen Grund zu haben, die Mormonen zu vernichten (so ähnlich wie der Vorwand für den Schlag auf Polen am Beginn des zweiten Weltkriegs).

Ich sage nicht, dass Du nicht vorsichtig sein sollst. Wenn Dich etwas interessiert, kannst Du gern die Missionare fragen, denn dazu sind sie da. Sicher geht es ihnen darum, Menschen zu finden, die sich für die Kirche interessieren und vielleicht später Mitglieder dieser Kirche werden möchten, aber es geht ihnen in erster Linie darum, dass die Menschen die Wahrheit von dieser Kirche kennen lernen - jedenfalls denen, die diese Wahrheit kennen lernen möchten. Sie drängen sich niemandem auf, sondern schätzen die Entscheidungsfreiheit als höchstes Gut des Menschen und respektieren diese entsprechend. Allein aus Nächstenliebe gehen sie zwei Jahre auf Mission, ohne dabei einen Verdienst zu haben - im Gegenteil zahlen sie sogar dafür, und allein diese Nächstenliebe, die sie zu einem solchen Dienst veranlasst, ist allen Respekt wert.

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