Was ist das für eine Glaubensgemeinschaft?

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6 Antworten

Ob da nun Mormonen oder Zeugen Jehovas kommen, spielt keine große Rolle. Beides sind fundamentalistische Sekten. Die sind gut geschult in der Manipulation schwacher Geister. Insofern würde ich mich gar nicht drauf einlassen. Falls nicht, sollltest du auf alle Fälle dabei sein.

JTKirk2000 30.08.2014, 20:47

Nun mal langsam. Es gibt zwar auch fundamentalistische Mormonen, aber die sind eher nur in Nordamerika. Hier gibt es zwar auch Mormonen, aber wenn die als fundamentalistisch gelten, dann sind Katholiken und Protestanten Extremisten. Sorry, aber das ist so. Man sollte sich erst einmal richtig informieren, bevor man irgendeinen Blödsinn ablässt.

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Waldfrosch4 02.09.2014, 20:41
@JTKirk2000

Nun ,aber immerhin bekennen Katholiken einen dreifaltigen Gott nach dem Apostolischen Glauben ....insofern stehen wir auf dem apostolischen Fundament und das gilt auch für die meisten Protestanten .

Bei den Mormonen ist das leider nicht der Fall .Und die Bibel braucht keinerlei Ergänzung durch das irgendwelche obskuren Bücher wie das Buch Mormon.

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pinkyitalycsb 09.10.2014, 02:23
@Waldfrosch4

Die Kirche der Mormonen heisst "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage". Sie glauben an Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist! Das Buch Mormon ist kein obskures Buch, wie jeder feststellen wird, der es liest, sondern bestaetigt die Wahrheit der Bibel, weil es zwar eine andere Geschichte, aber dieselben Lehren des Evangeliums enthaelt. Damit ist es ein weiterer Zeuge fuer Jesus Christus!

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Ich weiß nicht, wie Du es mit Glauben hältst, aber ich habe diese Kirche durchaus eine Zeit lang für mich geprüft und dabei herausgefunden, dass diese weit besser meinem persönlichen Glauben entspricht, als ich zuvor eine kennen gelernt hatte. Ich will aber nicht für die Kirche werben, denn jeder sollte für sich herausfinden, welche Religion am besten zu einem passt.

Eines weiß ich aber mit Sicherheit: Vieles, was über die Mormonen behauptet wird, ist entweder schlichtweg unwahr (und dann meistens absichtlich in die Welt gesetzt, um Mormonen in Verruf zu bringen) oder lange nicht mehr aktuell (aus demselben Grund). Es gibt zwar einige Abspaltungen unter den Mormonen, beispielsweise die fundamentalistische Kirche Jesu Christi, aber die Missionare werden mit großer Wahrscheinlichkeit Mitglieder der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage sein, und die sind (um mal auf die Antwort von Hamburger02 einzugehen) keineswegs fundamentalistisch - im Gegenteil, denn sie schätzen die Entscheidungsfreiheit sehr hoch ein und ebenso die Nächstenliebe, welche sie vor allem durch Respekt, Hilfsbereitschaft und weitere positive Eigenschaften zeigen, von welchen sich so einige Menschen, vor allem Christen, denen die Nächstenliebe eigentlich insbesondere entsprechend wichtig sein sollte, "eine Scheibe abschneiden könnten".

Sicher war es in der Geschichte der Kirche nicht alles einwandfrei, aber diese hat sich nicht Verbrechen schuldig gemacht, die beispielsweise der römisch-katholischen Kirche des Mittelalters unterlaufen sind. Beispielsweise gab es zu einer Zeit in der Mitte des 19 Jahrhunderts die Polygamie in dieser Kirche - etwas das auch ich keineswegs nachvollziehen kann und es war auch nicht die Regel, dass entsprechend so gelebt wurde, sondern es ging vielmehr um die gesellschaftliche und wirtschaftliche Absicherung der damals noch nicht gesellschaftlich und wirtschaftlich unabhängigen Frauen. Im späten 19 Jahrhundert wurde dies innerhalb der Kirche als nicht mehr zu vertreten angesehen, in Folge dessen es zu einer Abspaltung von einigen Mormonen kam, die weiterhin so leben wollten (ja auch Frauen).

Ansonsten fällt mir nur eine Gegebenheit ein, die man im Nachhinein verurteilen würde, aber aus damaliger Sicht einfach - so grauenvoll die Folge auch war - aufgrund einiger schlechter Umstände möglich wurde, nämlich einerseits aufgrund von Desinformation gegenüber Siedlern, eine Kriegsandrohung mit Marschbefehl gegen die Mormonen von Seiten der Regierung und übermäßige Nervosität von Seiten einiger schlecht informierter Mormonen, welche die Siedler für einen Trupp der Aggressionsstreitmacht hielten. Das daraus resultierende Gemetzel ging als Mountain-Meadows-Massaker in die Geschichte ein.

Das ist aber wirklich schon alles, was man dieser Kirche vorwerfen könnte. Bedenkt man aber, welch schwierige Zeiten die Mormonen vor allem in der Frühzeit der Kirche immer wieder erfahren haben - beispielsweise über Jahrzehnte Verfolgungen, Vertreibungen, Ermordungen, Zwangsenteignungen und so weiter - bis sie nach Jahrzehnten des Leids, das sich heute kaum jemand vorstellen kann, in Utah endlich eine Zeit lang Frieden fanden, um dann feststellen zu müssen, dass die Regierung die Armee gegen sie aufgebracht hatte. Sorry, aber da wäre ich auch vorsichtig gewesen - und wie es von der Kirche damals auch getan wurde, wurde aus Gründen der Vorsicht eine Durchreise von Siedlern nach Westen eigentlich untersagt. Anders ausgedrückt, hätten die Siedler also eigentlich vor der Einreise nach Utah gewarnt werden müssen und es hätte nicht zu diesem Gemetzel kommen können. Vielleicht war diese Desinformation der Siedler aber auch politische Taktik, um einen Grund zu haben, die Mormonen zu vernichten (so ähnlich wie der Vorwand für den Schlag auf Polen am Beginn des zweiten Weltkriegs).

Ich sage nicht, dass Du nicht vorsichtig sein sollst. Wenn Dich etwas interessiert, kannst Du gern die Missionare fragen, denn dazu sind sie da. Sicher geht es ihnen darum, Menschen zu finden, die sich für die Kirche interessieren und vielleicht später Mitglieder dieser Kirche werden möchten, aber es geht ihnen in erster Linie darum, dass die Menschen die Wahrheit von dieser Kirche kennen lernen - jedenfalls denen, die diese Wahrheit kennen lernen möchten. Sie drängen sich niemandem auf, sondern schätzen die Entscheidungsfreiheit als höchstes Gut des Menschen und respektieren diese entsprechend. Allein aus Nächstenliebe gehen sie zwei Jahre auf Mission, ohne dabei einen Verdienst zu haben - im Gegenteil zahlen sie sogar dafür, und allein diese Nächstenliebe, die sie zu einem solchen Dienst veranlasst, ist allen Respekt wert.

Nur keine Angst, die Mormonen sind keine gefährliche Sekte oder sowas, wie es uns viele Menschen oft glauben lassen wollen. Ein wenig religiöse Offenheit und Neugier schadet nicht. Hört euch einfach an, was sie zu sagen habt. Ihr könnt dann selber urteilen, was ihr davon haltet.

Es wird euch niemand zwingen an etwas zu glauben oder etwas zu tun, auch braucht ihr keine Angst vor Gehirnwäsche oder Manipulation haben. Das sind ganz normale Menschen, die ihren Glauben lieben und anderen Menschen davon erzählen wollen.

Ich würde das Ganze als eine Chance sehen, mehr über diese Religion zu erfahren, und zwar aus erster Hand. Das sind ganz liebe Menschen, die niemandem etwas aufzwingen! Sie werden auch nicht bezahlt oder so, sondern tun das aus persönlicher Überzeugung und sind sehr froh, über jeden, der ihnen zuhört. Die meisten Menschen sind nämlich leider zu verschlossen und denken immer gleich an Manipulation, gefährliche Sekte etc. nur weil sie nichts über diese Religion wissen.

Ich wünsche euch einen interessanten Dialog mit den Mormonen! Und stellt auch Fragen, wenn ihr welche habt.

Nirakeni 02.09.2014, 12:39

Diese Aussage halte ich für leichtsinnig, ja auch naiv. In eine Abhängigkeit zu geraten (egal welche Sekte) ist niemals ungefährlich. Es hat sehr viel mit Manipulation zu tun und kann einen Menschen dahin bringen, dass er nicht mehr in der Lage ist frei über sich zu bestimmen.

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Quietsche 02.09.2014, 12:50
@Nirakeni

Das ist richtig, es handelt sich hier aber nicht um eine Sekte! Das ist eine ganz normale christliche Kirche wie die meisten anderen auch. Ob man daran glaubt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

Die Missionare verwenden keine Manipulationstechniken, sich mit ihnen zu unterhalten ist nicht "gefährlicher" als jede andere religiöse Unterhaltung oder in der Bibel zu lesen.

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Waldfrosch4 02.09.2014, 20:43
@Quietsche

Doch eine Sekte ..im ursprünglichen Sinne des Wortes und im umgangssprachlichen Sinne auch ...

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jessica268 04.09.2014, 15:29
@Nirakeni

Ich halte sie für gefährlich. Wir haben noch drüber geredet und ich habe mit dem Pfarrer meiner Gemeinde geredet. Sie manipulieren eindeutig. Zwingen sie Texte zu lesen, die sie nicht lesen will. Kommen immer wieder. Wir helfen ihr. Damit sie die los wird.

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Quietsche 04.09.2014, 15:40
@jessica268

Tut mir leid aber das ist Unsinn und Panikmache. Dass die Antwort eines Pfarrers in dieser Frage negativ ausfällt ist denke ich offensichtlich, ist ja schließlich Konkurrenz. Ich frage auch nicht Apple-Mitarbeiter was sie von Samsung halten und erwarte mir ein objektives Urteil.

Es gibt definitiv keinen Zwang! Ich war selber mal Missionar für diese Kirche und kenne die Methoden daher sehr gut. Wir haben immer freundlich eingeladen, niemals uns oder unseren Glauben aufgezwungen. Sobald jemand uns nicht zuhören wollte haben wir ihn sofort in Ruhe gelassen. Und wir haben Menschen auch nur mehrmals besucht und belehrt, wenn sie das wollten!

Mormonen laden alle interessierten Menschen ein, sich mit ihrem Glauben zu befassen und mehr darüber zu lernen. Wer das nicht will muss das natürlich nicht tun und kriegt auch keine Probleme.

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pinkyitalycsb 09.10.2014, 02:00
@Waldfrosch4

Sie sind eine weltweite christliche Kirche und auch in Deutschland offiziell als Kirche anerkannt! Leider wissen aber die meisten Leute noch zu wenig ueber diese Kirche, um sich ein richtiges Bild von ihr zu machen!

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pinkyitalycsb 09.10.2014, 02:05
@jessica268

Jessica, Die Mormonen sind alles andere als gefaehrlich, sondern sehr ruhige, freundliche Menschen, manupulieren nicht, zwingen zu nichts, helfen, wo sie koennen, aber kommen nicht wieder, wenn man klar und deutlich sagt, dass kein Interesse mehr besteht!

Klar, dass ein katholischer oder evangelischer Pfarrer nichts ueber diese Kirche weiss und alles bekaempft, was die Glaeubigen von seiner Kirche abhalten koennte!

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pinkyitalycsb 09.10.2014, 02:12
@Nirakeni

Es geht hier nicht um eine Sekte, sondern um eine anerkannte Kirche, Dann muesste also die "Abhaengigkeit" von der katholischen oder einer der vielen evangelischen Kirchen auch gefaehrlich sein! Ich finde, man sollte nicht etwas versuchen herabzuwerten, was man gar nicht kennt!

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Wirkungsvollwäre, wenn du von dir sprichst. Damit greifst du sie nicht an, denn sie haben sofort Gegenargumente. Z.B. kannst du sagen: "Damit kann ich mich nicht identifizieren". Oder: "Das sehe ich anders, ich habe es so gelernt, dass..." - Das wäre auch eine "gute Schulung" für deine Freundin und sie käme automatisch zum Überlegen, dass man auch eine eigene Meinung haben kann. Sie würde mitbekommen, dass man sich wehren und kritisch sein kann.

Beschützer aus eigenem Willen sind mir sehr suspekt.

Die sollte die Sache absagen und fertig.

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