Was ist das für ein Vogeljunges?

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5 Antworten

Vogeljunge lässt man dort, wo man sie findet und fasst sie nicht an.

Denn sie werden von Elterntieren weiter betreut.

Jedes Anfassen oder Mitnehmen bedeutet das Ende für den kleinen Vogel.

Selbst wenn er Aufgezogen werden kann, taugt er nicht mehr für ein Zurück in die Natur.

Das ist gänzlich falschverstandener Tierschutz.

Leider propagieren sogenannte "Tierschützer" solch einen vermenschlichtes Umgang mit Tieren.

Diese Leute sind fachlich leider nicht urteilsfähig und richten mit ihrem Tun großen Schaden an.

Naturschutz macht man mit Fach- und Sachverstand, aber niemals mit solch dummen und Unüberlegte Aktionen.

Mit besten Grüßen

gregor443

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Öhm also das als GENERELLEN Ratschlag zu verbreiten, halte ich für fahrlässig, da falsch.

Mauersegler z.B versorgen NIEMALS ein Junges, das aus dem Nest gefallen ist = es an Ort zu Stelle zu belassen bedeutet den sicheren Tod für das Jungtier.

Wenn Du angibst, Dein Wissen aus einem Studium zu haben, so kann ich nur mit dem Kopf schütteln- wie jeder Ornithologe, der Deine Antwort liest.

Einen Vogel anzufassen, bedeutet NICHT, dass die Elterntiere sich dann nicht mehr kümmern. Schon allein der extrem schlecht bzw. nur minimal vorhandene Geruchssinn ALLER IN DER BRD HEIMISCHEN Singvögel lässt es nicht zu, dass der menschl. Geruch gewittert/ erkannt / wahrgenommen würde.

Zuguterletzt der Stuss, man könne ein solches Tier nicht auswildern, ist die Krönung an sich....eine Bekannte hat eine Auffang-/ Aufzuchtstation für Vogeljunge und ca. 500 (!!!) Vogeljunge wieder ausgewildert. Vor allem Standvögel, die im Winter nicht oder nur kurze Strecken migrieren, agieren zu 99% instinktiv und nicht durch Lernen= Auswildern ist kein Problem.

Ich weiß nicht, was Du studierst/ studiert hast, aber falls Ornithologie auch bei Dir ein Hauptbestandteil des Studiums war, dann kann ich nur sagen: Sechs! Setzen!

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@Artemis1976

Deine Antwort zeigt mir, dass Du die Quellen des sogenannten "Tierschutzes" gut kennst. Leider halten sich die naturwissenschaftlichen und selbst die ornithologischen Kenntnisse diese Quellen in Grenzen, um es einmal höflich auszudrücken. Nur weil viele Menschen im sogenannten "Tierschutz" den selben Faden spinnen, wird aber aus unsinnigen Bemühungen noch nichts, was der Natur wirklich hilft. Du solltest in Zukunft mal Quellen lesen, die aus ernstzunehmenden naturwissenschaftlichen Quellen stammen und nicht von sogenannten "Tierschützern" für sogenannte "Tierschützer" so geschrieben werden, dass sie deren sektenartiges, aber wenig sinnvolle Treiben, noch unterstützen.

P. S. Das mit dem Geruchssinn ist ein großer Flop!!

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@gregor443

Nope. Beispiel gür den kümmerlichen Geruchssinn ist der Passer Domesticus; der nicht selten seine Nester an Stellen baut, die in Konflikt mit der menschlichen Nutzung stehen. Nimmt man nun entweder nur die Jungtiere oder das Nest mit den Jungen ohne Handschuhe und platziert es etwas weiter weg, wo es nicht im Weg ist, so füttern die Altvögel die Jungtiere auch weiterhin und stören sich nicht an menschlichen Geruch. Gleiches gilt für Amseln und weitere Singvögel in unserer Region. Es ist nachgewiesen, daß bei allen Wirbeltieren eine oder zwei Sinneswahrnehmungen mehr, andere dafür schwächer ausgebildet sind. Ich rede extra nicht von Vögeln, die auf Aas spezialisiert sind, sondern von unseren heimischen Singvögeln- und viele stören sich nicht am menschlichen Geruch, da sie eben jenen gar nicht oder nur wenig wahrnehmen.

Es ist selbstverständlich richtig , dass man sich UNBEDINGT VORHER informiert, ob es sich um ein Jungtier handelt, dass der menschlichen Hilfe bedarf.

Jedoch verallgemeinernd zu sagen, dass Elternvögel die Jungen nach menschlichem Kontakt verstoßen, ist schlichtweg genauso falsch wie die Behauptung, dass Jungvögel nie menschliche Hilfe benötigen würden, da wie z.B. Jungtiere des Mauerseglers nach einem Sturz aus dem Nest von den Elterntieren nicht weiter gefüttert, sondern ignoriert werden, was zum Hungertod führt.

Ich habe neben dem Studium damals in einem bekannten Vogelpark hier in Deutschland ein Praktikum gemacht , und denke, dort neben meinem Studium noch ausreichend genug Wissen erlangt zu haben, um eben solche zu allgemein gehaltene Antworten in Foren in Frage stellen zu können.

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Alle Fragen zum richtigen Umgang mit Jungvögeln scheinen ja nun geklärt zu sein. Meine Vermutung bei der Bestimmung des gefundenen Jungen wäre Gimpel (Dompfaff).

http://wp.wildvogelhilfe.org/de/artbestimmung/gimpel/

https://static.az-cdn.ch/__ip/tg4daXxlQepz3kQAurOm91Qkyqg/0a2e1e996c40c8d3e6dffb1a86b9d9bc448c204c/n-large2x-16x9

Da bin ich ganz auf deiner Linie. So jung habe ich die Kleinen aber noch nie gesehen. Die Eltern bringen ihre Kleinen immer ein paar Tage später zu mir und laden sie bei mir ab, auf dass ich sie fortan durchfüttere ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=odGGORvV0vM

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@chelseahotel

Sie bringen die Kleinen an meine Futterschale und zeigen ihnen wo sie selbst ihre Körner her holen. Es dauert dann ein paar Tage, bis die Kleinen allein Fressen können. Haben sie es erst einmal gelernt, reißen die Kleinen den Schnabel auf und bedrohen die anderen Vögel um "ihre" Schale zu verteidigen.

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@chelseahotel

So bald die Kleinen wissen wie man droht, drohen sie auch ihren Eltern. Auch wenn die ihnen gar nichts weg nehmen wollen. Sie tun so, als wären sie enorm gefährlich und zwei Meter groß.

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Stimmt, besonders mit dem zweiten Link hat mein kleiner Found eine ziemliche Ähnlichkeit. An einen Dompfaff hatte ich gar nicht gedacht.

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Wäre es eine Amsel wären Teile des Schnabels Gelblich verfärbt.

Was auch immer, setze es bitte wieder zurück dorthin, wo du es gefunden hast. Die Vogeleltern suchen es schon.

Hast Recht und ich muss nicht das Gleiche schreiben.

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@Fuchssprung

Nutzt nur recht herzlich wenig wenn Menschlicher Geruch bereits das Tier angenommen hat. Das Verschreckt die Eltern und das Vogeljunges verhungert im eigenen Nest. Wenn eine Vogelwarte in der nähe ist ,wäre es besser das Tier dahin zubringen , Identifizieren zu lassen und wenn es ein Tier ist das auf der Artenschutz Liste steht ,kann die Vogelwarte es annehmen und aufziehen. Wenn nicht ist somit die Fragestellerin ugewollt zu Vogelmutter geworden. Tips zum füttern kann man sich bei der Vogelwarte holen. Selbst ds nächste Tierheim kann da helfen ( notfalls) .

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@Silberfan

Ich weiß nicht wo du das mit dem Geruch her hast. Unseren Singvögeln ist es reichlich egal wie ihre Jungen riechen.

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@Fuchssprung

Ds ist leider Falsch das wird dir auch die Person in der Vogelwarte Bestätigen. Menschengeruch ist ein Alarmzeichen für jedes Tier. Auch selbst für Löwen oder Krokodile. Ich weis nicht woher du das herhast das Menschengeruch kein Merkmal ist. Auch Singvögel können riechen , Papageien auch selbst Kolibris können riechen !

Ich hab selbst mehre Singvögel mal großziehen müssen. Weil die Eltern Ihre Zöglinge nicht aufgenommen haben ,nachdem man Sie wieder ins Nest gesetzt hatte.

Würde ds eher als dummes Argument ansehen.

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@Silberfan

Vögel werden idr nicht von menschlichem Geruch verschreckt. Ich hab mal eine kleine Meise gefunden, die aus dem Nest gefallen war, ahb sie zurückgesetzt da sie unverletzt war und fünf Minuten später kamen die Eltern und haben gefüttert.

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@Silberfan

Dann müssten sämtliche verwaiste Vögel, die wir in unserem Verein in andere Nester gesetzt haben, verhungert sein. Aber da wir uns so nicht einig werden, werde ich die Sache jetzt mal googeln. Ich werde Links posten, die mein Argument stützen, aber auch solche die es widerlegen. Wäre schön wenn du das Gleiche tun würdest

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Ich hab es doch gar nicht hier! Das Vögelchen hab ich letzten Sommer gefunden und ich hab bis heute überlegt, welcher Vogel das ist. Außerdem hab ich es direkt am Kanal in der Hitze auf nem Radweg gefunden, da konnte es ja schlecht bleiben. Und ich weiß, dass Menschen eigentlich nicht in den Lauf der Natur eingreifen sollen, aber es war kein Nest in der Nähe, also ist es nicht rausgefallen, es war auch noch nicht halbflügge, also nicht auf Erkundungstour. Ich hab bei der Tierhilfe angerufen und die meinten, dass es wahrscheinlich von einem Tier aus dem Nest gestohlen wurde und ich es mitnehmen soll und ins Tierheim oder so bringen. Jedenfalls ist das Foto vom letzten August, deshalb kann ich es nicht zurückbringen und wollte einfach gern wissen, was er für ein Vogel ist.

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Das könnte ein junger Buchfink sein.

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