Was ist das besondere an Waldorfschulen?

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1 Antwort

Waldorfschulen beruhen auf Erziehungsvorstellunge die im anthroposopischen Menschenverständnis begründet sind. Das Kind wird hierbei ganzheitlich in seiner Entwicklung gefördert, wobei neben der schulischen Erziehung in den üblichen Schulfächern auch besonders wert auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung gelegt wird. Auch wenn anthroposophische Ideen nicht explizit im Schulalltag vermittelt werden fliessen diese in die Unterrichtsmethoden mit ein. Lernen soll Spass machen und Wissen wird anhand anschaulicher Beispiele dem Schüler näher gebracht. Die Methoden richten sich hierbei auch besonders nach dem Entwicklungsalter des Kindes, spielerisches Lernen in den frühen Jahrgangsstufen wird zunehmend durch abstrakteres Denken in den höhren Klassen ersetzt. Der Klassenlehrer, der die Klasse hierbei durch die gesamte Schullaufbahn begleitet (und nicht wie in staatlichen Schulen üblicherweise jährlich wechselt) gewährleistet eine enge Beziehung zu den Schülern und eine gute Kenntnis der Fähigkeiten seiner einzelnen Schüler. Die üblichen Vorurteile, dass "Waldorfschüler den ganzen Tag nur machen worauf sie Lust haben" sind nicht vollkommen unbegründet, da ein Schwerpunkt auf die Förderung individueller Interessen gelegt wird. Dennoch wird dem Schüler auch Wissen vermittelt das über diese Interessen hinausgeht.

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