Was ist das angemessene Rentenalter für Deutschland?

Das Ergebnis basiert auf 36 Abstimmungen

60 31%
65 31%
70 17%
55 14%
62 6%
68 3%

14 Antworten

70

Auch wenn es unangenehm ist: Das Rentenalter muss angehoben werden. Im Moment lastet auf den jungen Leuten die gesamte Last durch die große Menge an Rentnern. Dies liegt zum einen daran, dass Menschen immer älter werden und zum anderen, dass bald die anzahlsstarken Jahrgänge in Rente gehen. Da die Rente für die jungen Leute noch finanzierbar bleiben muss, muss unbedingt eine weitere Belastung vermieden werden. Sie ist jetzt schon extrem hoch:

Realistisch gesehen weiß ich jetzt schon bereits, dass ich durch das Umlagesystem die Rente von mehreren Personen finanziere, während ich selber von einer Minrente leben werden muss. Das ist absolut unfair. Sogar so unfair, dass ich hier drin einen guten Grund zum Auswandern sehe. So wie das System jetzt ist, ist es für die junge Generation nicht mehr tragbar!

Eine Anhebung des Rentenalters ist daher unumgänglich. Zwar ist dieses Thema unpopulär, aber so kann es definitiv nicht weitergehen. Zu mindestens nicht ohne große Probleme wie eine starke Belastung der jungen Menschen zu erzeugen.

Woher du nur das von der Minirente heute schon weist...

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@Leestiger

Bisher gibt es keine Aussicht auf ein anderes Szenario. Klar, wenn die U30 jetzt wie die Babyboomer werden, dann wird die Rente doch noch gesichert. Das ist aber so extrem unwahrscheinlich.

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@Leestiger

Naja warum soll er das nicht bereits wissen? Wir kriegen ja immer mal einen Brief von der Rentenversicherung wo drin steht wie viel es später mal wird.

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@Templerschaf89

Und? Da steht auch immer drin, das man die restliche Kohle nicht verjubeln, sondern auch selbst vorsorgen soll.

Wer also z B heutzutage eine Immobilie kauft und bis zur Rente abzahlt (was eigentlich immer derzeit möglich ist) der hat ales richtig gemacht!

Wer lieber jeden Monat 800 - 1200 einen Vermieter in den Rachen wirft und das 45 Jahre lang und mit der Rente reichts dann nicht mehr dafür, der hat was falsch gemacht..

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@Leestiger

Vielleicht sollte man hier noch die stark gestiegenen Immobilienpreise anmerken mit einer tendenziell "flexibleren" Arbeitswelt. Jobwechsel mit Standortwechsel sind deutlich wahrscheinlicher als vor 30 Jahre, inklusive, dass man deutlich mehr Jahre zur Abzahlung der Immobilie benötigt. Die Immobilienpreise sind deutlich stärker gestiegen als die Löhne! Sie stark sich die Investition in eine Immobilie lohnt ist stark abhängig von der beruflichen Situation.

Es geht auch nicht darum, dass man selbst keine Vermögensbildung/Vorsorge durchführen kann. Es ist durch das sinkende Rentenniveau sollte dies sogar unbedingt wahrgenommen werden um im Rentenalter genügend Geld zur Verfügung zu haben. Trotzdem bezahlt die jungen Menschen deutlich mehr Rentenansprüche als sie selbst jemals beziehen werden (inklusive hoher Gesundheitskosten). Aussicht auf eine Änderung dieses Vorgehens ist nicht in Sicht. Mich ärgert es, dass man, obwohl man durch die Demografie die jetzige Situation schon vor Jahrzehnten hätte vorhersehen können keine Verkehrungen getroffen und die Situation entschärft hat.

Ein Solidarsystem funktioniert in beide Richtungen. Die starke Belastung der jungen Menschen ist aus meiner Sicht höchst ungerecht und nicht mehr tragbar. Langsam wäre Solidarität mit den jungen Menschen angebracht, die werden vom jetzigen System nämlich stark benachteiligt.

Das einzige persönliche Ausweg aus diesem System ist halt Auswandern. Da hier hiervon wahrscheinlich stark finanziell profitieren werde, kann ich mir gut vorstellen diesen Weg zu gehen. Offensichtlich bin ich nicht der einzige: Die Zahlen der Auswanderungen nehmen stetig zu. Hierbei handelt es sich insbesondere um junge Leute. (Der Zusammenhang mit den hohen Sozialkosten hier ist aber zunächst nicht gegeben)

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@MrRayman

Das mit der Demografie ist Humbug - den "Christbaum," der sich irgrndwann auf den Kopf stellt habe ich auch vor 40 Jahren do profezeit bekommen und ist bis jetzt doch nicht eingetroffen..

Das steigen der Immobilienpreise geht einher mit dem steigen der Mieten!

Die historisch niedrigen Hypothekenzinsen ermöglichen es eigentlich jedem das Geld für die Miete in Hypothekenzahlungen zu stecken und nach 35 -40 Jahren in der abbezahlten Immobilie zu wohnen oder diese gegen eine kleinere zu tauschen, die dann abbezahlt ist..

https://www.interhyp.de/budgetrechner/

Hier mal 1000€ monatlich, 2% Tilgung, 3% Zins, 30 Jahre, null Eigenkapital eingeben - dann lesen was die Berechnung als Summe hersusbringt!

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@Leestiger

Ich weiß gar nicht warum wir jetzt über Immobilien-Erwerb reden. Klar kann man so für das Alter vorsorgen. Das konnte man aber bereits von immer. Es ging nie um die Vermögensbildung.

Gucken Sie sich doch die Demografie in Deutschland an. (Hier in interaktiv) Vergleichen Sie bitte mal die Altersstruktur in den 80er, 90er und 200er. Sehen Sie sich die Daten mal genau an: Der Peak um 55 Jahren (im Jahr 2019) wandert 2033 in das Rentenalter, ohne das im gleichen Maße Menschen in das erwerbtätige Alter kommen. Die einzige signifikante Unsicherheit, die den Daten unterliegt ist die Ab- und Zuwanderung (für die Anzahl der Erwerbstätigen Personen in 2035). Das heißt, dass die Daten ziemlich genau sind. In 2033 haben Sie dann ihren umgedrehten Tannenbaum.

Ich weiß nicht wie sie auf die Idee kommen, dass es in den nächsten Jahren keine Probleme mit der Demografie gibt. Aus den Daten geht eindeutig etwas anderes hervor. Man sieht auch an der Grafik, dass bis jetzt nur die Spitze des Eisbergs erreicht wurde und sich das Problem in den nächsten 20 Jahren massiv zuspitzen wird.

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@Leestiger

Die Staatliche Rente ist für mich das eine Thema, meine private Vorsorge ein ganz anderes ^^ Immobilien sind auch nicht unbedingt der einzige Weg für eine private Vorsorge.

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@Templerschaf89

Richtig, ist hur rin Vorschlag meinerseits, weil er eben jahrzehntelang dafür sorgt in der eigenen Wohnung zu leben und im Rentenalter diese Ausgaben noch wegfallen..

Aber in dem jährlichen Schreiben der Rentenauskunft wird zur Selbstvorsorge geraten - übrigens war die Rente noch nie soviel wie das letzte Nettoeinkommen..

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@MrRayman

In dieser demografischen Darstellung fehlen die Zuwanderer..

Es müssen auch nicht "in gleichen Maße Leute nachrücken" das ist such in den letzten Jahrenzehnten nicht der Fall gewesen!

Den Blödsinn höre ich jetzt seit 1978 und kann es einfach nicht mehr hören...

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@Leestiger

Haben Sie sich denn die Daten angeguckt? Es gibt einen Play-Button mit dem man die Bevölkerungspyramide über die Jahre abspielen kann. Hier sieht man auch, dass man bereits 1978 das Problem von 2030 aus den Daten herauslesen kann. Nur damals war dieser Peak nur 25 Jahre alt, heute 55.

Für die Rentenbelastung ist der Altenquotient wichtig. Sehen Sie sich doch deren Entwicklung an:

1950: 13

1960: 16

1970: 20

1980: 23

1990: 20

2000: 22

2010: 30

2020: 31

2030: 39

2040: 47

2050: 47

2060: 50

Alles bei moderater Geburtenrate, Lebenserwartung und Wanderungssaldo. Die Zahlen für die 21-jährigen aus 2040 sind im übrigen bereits geboren und müssen somit nicht geschätzt werden. Man erkennt auch, dass Zuwanderung einen vergleichsweise geringen Einfluss auf das Gesamtproblem hat. Das Zuwanderungsszenario kann man einstellen.

Das Problem, welches Sie in 1978 bereits gehört haben besteht weiterhin. Es wird nun bald zum Versorgungsproblem, wie aus den Daten erkennbar ist.

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@MrRayman

Und? -nicht so schlimm, sonst würde man ja die Beiträge zur Rentenversicherung schon erhöhen, aber da kommt nichts..

Als erstes mal die Beamtenpensionskasse und Rentenkasse zusammenschmeissen, da wird auch ewig geredet, aber nichts gemacht.

Ich bin Baujahr 1963, also 2033 in der altersstärksten Gruppe. Und habe keinerlei Ängste, weil abbezahltes Wohneigentum, ein paar hundert im Monat aus Rücklagen (Gold/ Silber), dazu noch Bargeldreserven. Ach ja und Rente krieg ich auch noch...( Aber aufgrund der Tatsache, dass Rentenbesteuerung ansteht, durch jahrelange Teilzeitarbeit und Lohnverzicht/ Langzeitkonto und frühzeitigen Renteneintitt mit Abschlägen nur etwa 1250€ ab 2026..)

Warum die Jüngeren hier also jahrzehntelang wegschauen sollten und jetzt schon von "Minirente" sprechen kann ich nicht nachvollziehen.. Man kann doch nicht 40 Jahre schlafen bis es soweit ist und dann rumjammern!

Und was an der "Mindestrente" hat man denn da nicht verstanden?

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@Leestiger
Und? -nicht so schlimm, sonst würde man ja die Beiträge zur Rentenversicherung schon erhöhen, aber da kommt nichts..

Ja, dies liegt auch an den steigenden Zuschüssen des Bundes in die Rentenversicherung (hier). Jetzt werden hierfür einfach Steuergelder verwendet, die letztendlich auch wieder von jemanden bezahlt werden. Es ist also reine Augenwischerei.

Warum die Jüngeren hier also jahrzehntelang wegschauen sollten und jetzt schon von "Minirente" sprechen kann ich nicht nachvollziehen.. Man kann doch nicht 40 Jahre schlafen bis es soweit ist und dann rumjammern!

Genau das mache ich ja nicht. Ich bin Baujahr 1995 und werde jetzt mit meinem Studium fertig. Nun gucke ich mich um, wo ich leben und arbeiten will. Ich möchte möglichst wenig in dieses Umlagesystem einzahlen, weil ich hierdurch massiv benachteiligt werden, insbesondere in den nächsten Jahren. Wenn nicht direkt durch steigende Beiträge zur Rente, dann durch steigende Steuern. Die Demografie zeigt ja ganz eindeutig, dass dieses Loch ausgeglichen werden muss.

Andere Länder sind definitiv sehr interessant. Ich gucke mich um. Das heißt: Ich jammere nicht, ich würde es durchziehen und auswandern. Es ist letztendlich eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Insgesamt bewerte ich die Situation in Deutschland für mich und meine Generation aber als schlecht.

Aber es ist schon, dass Sie abgesichert sind. Ich verstehe nicht, was dies mit unserer Diskussion zu tun hat.

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@MrRayman

Auch danke fùr die Ausführungen..

Was das mit der Behauptung "nur Minirente" zu tun hat - denn das war ihre Aussage..Auch wegen der Demografie hat niemand gefragt

Meine Ausführungen sollten nur zeigen, dass die Rente allein einen Dreck aussagt über die finanziellen Verhältnisse im Rentenalter.

Allein die eigene Wohnung erspart ab der Rente ( wenn bis dahin die Finanzierung ausläuft) einen riesigen Betrag.

Wessen Rente 700 oder 800 Euro weniger ausmacht als sein vorheriger Nettoverdienst der hat durch den gleichzeitigen Wegfall der Wohnungsfinanzierung sogar mehr im Geldbeutel als zuvor..

Aber das habe ich nun schon oft genug geschrieben, das kommt bei dir einfach nicht an.

Erzähl einfach, was du unter angeblicher "Minirente" verstehst und lass alles andere einfach weg...

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@Leestiger

Ich glaube wir reden an einander vorbei. Ich gehe schon davon aus, dass die Rentenansprüche aus der Rentenversicherung für mich zu vernachlässigen ist und ich meine komplette Rente privat finanzieren muss.

Sie erzählen mir die ganze Zeit, dass ich vorsorgen muss. Das werde ich so oder so tun, da ich die gesetzliche Rente für mich nicht gesichert sehe.

Ich will nicht in die gesetzliche Rente einzahlen, da ich von dieser nicht profitiere. Ich muss aber, da ich gezwungen werde. Es geht mir um diesen Zwang in ein kaputtes System einzahlen zu müssen. Ich halte diesen Zwang für unfair für meine Generation, da "wir" sowohl privat vorsorgen, wie auch zusätzlich die Rentenansprüche der "Alten" bezahlen müssen. Die doppelte Belastung bei einen Thema, welches sich schnell auf mehrere hunderttausend Euro "Schaden" für mich persönlich führt. Eine riesige Geldmenge.

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@MrRayman
während ich selber von einer Minrente leben werden muss. 

Nochmal! - Was verstehst du unter Minirente...?

Ab 7100€ Brutto monatlich bist du nicht mehr Rentenversicherungspflichtig...

Auf den Schmarrn von "mehreren hunderttausend Euro Schaden" muss man nicht eingehen..

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@Leestiger

Die Rente, die sich daraus ergibt, dass die gesetzlichen Rentenansprüche für mich gering ausfallen werden. Irgendwas wird nämlich hier passieren müssen um finanzierbar trotz demografischen Wandel zu bleiben. Hieraus wird sich auch eine Reduzierung der Rente ergeben müssen (oder halt eine hohe Mehrbelastung der noch jüngeren Generationen)

Ich spreche nicht davon, dass man noch privat vorsorgen kann. Dementsprechend stimmt es schon, dass ich nicht mit einer Minirente leben muss, wenn ich massiv privat vorsorge. Wenn ich mich ausschließlich auf die gesetzliche Rentenversicherung verlasse, werde ich jetzt schon garantiert eine Minirente trotz hoher Einzahlung erhalten, wenn das Umlagesystem so erhalten bleibt.

Ab 7100€ Brutto monatlich bist du nicht mehr Rentenversicherungspflichtig...

Gut, dann am nehme ich mir ganz dolle vor 85200€ im Jahr zu verdienen und somit einfach das doppelte Durchschnittsgehalt (Median) zu erhalten.

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@MrRayman

Was du heute schon alles weist...

werde ich jetzt schon garantiert eine Minirente trotz hoher Einzahlung erhalten..

Nochmal - was versteht du unter Minirente?

Zahlst ja gerade mal 50% der Beiträge - soviel zu "hoher Einzahlung" - den Rest zahlt der Arbeitgeber, aber das wird beim jammern ja gerne über sehen...

Tatsache - du weist nicht mal was in 20, 30 oder 40 Jahren ist..

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@Leestiger

Ich habe Ihnen doch gezeigt, dass das System so definitiv nicht weiter finanziert werden kann. Aus der demografischen Entwicklung, die sehr genau den Altenquotient der nächsten 20 Jahre berechnen kann, wird dies deutlich. Abschätzungen können auch für die nächsten 40 Jahre gemacht werden. Selbst diese Abschätzungen ist recht gut, weil die Entwicklung der Demografie sehr gut für diese "kleinen" Zeiträume vorhersagbar ist.

Welche Schlüsse hieraus gezogen werden, ist noch nicht klar. Deswegen kann ich Ihnen auch keine Zahl meiner Rente nennen. Irgendetwas zwischen massiver Rentenkürzung oder massiver Erhöhung der Rentenbeiträge (oder starker Zuschuss durch den Bund, also letztendlich folgend die Steuererhöhung) wird passieren müssen. Das ist sicher.

Mir wäre es lieber, wenn der Arbeitgeber seinen Anteil in eine private Rentenvorsorge stecken würde. Oder mir den Betrag auszahlt und ich lege ihn dann privat an... Letztendlich egal: Ich will aus dem System zur gesetzlichen Rentenversicherung aussteigen und mit dem Geld privat vorsorgen. Denn für mich ist jetzt bereits klar, dass die gesetzliche Rentenversicherung für mich persönlich ein riesiges Verlustgeschäft sein wird.

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@MrRayman

Ich breche das damit ab, der Spruch von der "Minirente" also nur eine Vermutung...

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@Leestiger

Sie haben seine sehr merkwürdiges Verständnis von Vermutung. Die Probleme des Rentensystems sind hinlänglich bekannt. Ich erzähle hier nichts Neues:

https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/rente-demographischer-wandel-bringt-rentensystem-massiv-unter-druck_id_11580266.html

https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterialien/haushalt-und-geld/hintergrundtext/der-demografische-wandel-und-seine-folgen/

Aber man kann ja weiter weggucken. Hat ja bisher auch immer funktioniert... Das "Nicht kümmern" ist genau das Problem, was andere Länder deutlich besser gemacht haben.

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@MrRayman

Ja, die anderen Länder wie ...

Und bitte nicht Dänemark, die fahren gerade wieder hoch auf 67 Jahre Renteneintritt

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@Leestiger

Ich verstehe Ihren Benchmark nicht:

Dänemark passt die Anzahl der Rentenjahre an die durchschnittliche Lebenserwartung an, sodass jeder Mensch durchschnittlich 15 Jahre Rente bezieht. Vom System her klingt das gar nicht so schlecht.

Für mich ist es wichtig, dass ein Rentensystem gerecht ist: Was ich durchschnittlich einzahle, will ich ich gerne so "pi mal Daumen" bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung inflationsbereinigt heraus bekommen. (Mit Abschlägen, weil ich ja auch andere Risiken trage, Solidarität und so weiter.) Das klappt aber für die jetzige Generation schon vom Prinzip nicht. Das Renteneintrittsalter hat damit auch nur begrenzt etwas zu tun: Man kann ja auch früh in Rente mit hohen Abschlägen oder später und dafür deutlich mehr Rente bekommen. Diese Zahl ist also völlig eindimensional.

Man kann nicht einfach das Rentensystem anderer Länder vergleichen. Die Ausgangssituationen sind teilweise ganz verschieden. So weist Dänemark eine deutlich weniger bedenkliche Demografie auf als Deutschland. Man kann aber sehen, dass andere Länder sehr wohl schon Vorkehrungen getroffen haben um diesen Effekt aufzufangen:

Ich würde gerne einen größeren Anteil an Kapitaldeckung wie beispielsweise in Schweden sehen. Grund hierfür ist, dass man das jetzige Szenario so hätte abfangen können. Grundsätzlich ist das genau das, was man nun jungen Leuten immer so empfiehlt: "Sorgt privat vor, baut Kapital auf"... Das werden ich definitiv machen müssen und zusätzlich Beiträge zahlen, die für mich höchst ungünstig zu den "alten" Generationen umverteilt werden. Alternativ weniger staatliche Einmischung und mehr private Verantwortung. Die meisten Länder sind vom Rentensystem viel "liberaler" und lassen den Bürgern mehr Verantwortung zukommen. Das Ergebnis ist letztendlich (hoffentlich) das Selbe: Kapitalbildung

Naja oder man verlässt halt Deutschland und kann rein privat vorsorgen oder von einen zumindest nicht ganz so einseitigen System profitieren.

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@MrRayman
Was ich durchschnittlich einzahle, will ich ich gerne so "pi mal Daumen" bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung inflationsbereinigt heraus bekommen. 

Gerade meine letzte Rentenauskunft herausgekramt und da steht:

507 Monate für die Regelsaltersrente eingezahlt und gewertet.

...Verteilung der Beiträge:

Bisher haben wir folgende Beitrage erhalten:

Von Ihnen 81.865,31 €

Verdoppeln wir das mal um die "Inflation" zu berücksichtigen, ok?

Es kommen noch rund 5 Jahre Einzahlung dazu..

Und nun erklär mir wie lange das "inflationsbereinigt" langen soll?

Durchschnittliche Rentenbezugslänge 17 Jahre!

Was ist das im Monat? Und du hast Angst das nicht rauszubekommen und privat besser zu fahren?

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@Leestiger

Ihr Rentenbescheid beruht auf dem Umlagesystem. Es liegen nirgendwo 82000€ von Ihnen. Das Geld wurde direkt an die damaligen Rentner ausgezahlt und nun haben Sie Ansprüche ebenfalls versorgt zu werden erworben.

Ich würde gerne anstatt in das Rentensystem einzuzahlen privat vorsorgen und in Aktien, eine Immobilie und weitere Wertpapiere investieren. Hier hat man eine positive Korrelation zu der Inflation: Der Wertzuwachs stark abhängig von der vorliegenden Inflation. Damit fährt man daher eine gute Strategie um der Inflation zu entkommen.

Wie schon angedeutet: Für Ihre Generation hat das Rentensystem so gut funktioniert. Nun kommen halt die an die Reihe, die die Zeche für die relativ niedrigen Beiträge und fehlende Kapitaldeckung aufkommen müssen. Überraschung: Finden die gar nicht gut.

Mir geht es darum, dass ich natürlich nicht in ein System einzahlen möchte, bei dem ich strukturell benachteiligt werde. Ich gehe stark davon aus, dass ich privat hier deutlich besser fahren werde, weil alleine die Startvorraussetzungen für mich besser sind.

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@MrRayman

Wenn du wirklich glaubst, dass der Staat dir nicht mal wie von dir gewünscht deine paar eingezahlten Euros auszahlen kann dann ist dir nicht zu helfen, sorry!

Denn das hast du geschrieben - deine eingezahlten Beitrage inkl. Inflationsausgleich!

Und dafür wird es immer! reichen!

In meinem Fall ( ich verfolge ein anderes System - weniger Rente, dafür steuerfrei) würde ich nach heutigen Rentenwert knapp 1400 € Rente bekommen.

1400€ Rente und nur 81000€ eingezahlt..

Und das wird bei dir auch so sein, du zahlst derzeit wahrscheinlich 3500-4000€ im Jahr ein, dafür reichts später immer, selbst die Grundrente würde dir das wieder ausschütten..

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@Leestiger
1400€ Rente und nur 81000€ eingezahlt..

Sie habe es exakt erfasst. Die 1400€ Rente wird Ihnen halt von der jungen Generation gezahlt, also quasi von meiner. Das ist eine direkte Konsequenz des Umlagesystems. Wie schon gesagt: Sie haben alles richtig gemacht und die Vorteile genutzt. Für Sie gilt ganz andere Ausgangsstandpunkte als für mich. "Meine" Generation wird in der System nämlich mehr einzahlen, als sie heraus bekommt. Ihr Gewinn wird quasi an mich durchgereicht.

Wie auch schon gesagt: Das System ist abhängig von der Demografie. Die Demografie spielt im Moment gegen mich und daher funktioniert das System für mich und meine Generation nicht. Ich rechne damit, dass selbst meinen kleine Anforderung das Geld im durchschnitt inflationsbereinigt wieder zu sehen, vom Rentensystem nicht erfüllt werden kann. Zumindest sehe ich hier keine sinnvolle Lösungsstrategie seitens der Regierung.

Wie stellen Sie sich denn die Finanzierung der Renten (oder konkret Ihrer Rente) bei der vorliegenden Demografie vor?

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@MrRayman

Nicht ablenken, wer hat mit Minirente angefangen und dass er das wieder raushaben will, was er eingezahlt hat?

Den Rest zahlt Stadt,Stadt,Kommune!

So wie jetzt schon die Zuschüsse zum ÖNV, zu Freibädern, ect..

Die werden auch nicht einfach zu gemacht, oder?

Der Staat wird schon richten, die Parteien sind ja vom Volk gewählt!

Hat die letzten Jahrzehnte geklappt, wird weiter klappen!

Also wen ich mir in meinen Zwanzigern so in die Buchse geschissen hatte, wegen "was wäre wenn" dann hatte ich mich damals vor Zukunftsängsten schon umgebracht!

Und hat man in den Siebzigern in der Schule beigebracht, dass das Erdöl nur noch max. 100 Jahre reicht und dann keine Kunststoff, Treibstoff, ect mehr produziert werden kann. Und das Baumsterben erst - in den 70ern waren schon 60% der Baume dem Tode geweiht, wir wurden als Kinder in den Wald geführt um das alles noch sehen und erleben zu können, bevor es da war!

Und die größte Lüge der Lehrer IB der Kindheit war: "wenn du nicht das kleine Einmaleins kanbdt, dann wirst du es nie zu das bringen oder denkst du, jeder hat dann immer einen Taschenrechner dabei?'..

Dadaa! https://thumbs.dreamstime.com/b/smartphone-calculator-render-original-white-background-screen-screen-graphics-made-up-69475925.jpg

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@Leestiger

Um es kurz zu machen: Sie denken, dass es schon wird. Eine Lösung haben Sie auch nicht und verweisen auf Dinge, die man maßgeblich durch technische Ansätze lösen könnte. Ich glaube, dass sich das Rentenproblem nicht lösen lässt und ziehe meine Schlüsse raus. Geht schließlich um viel Geld.

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@MrRayman

Viel Glück!

In 20 Jahren werden sie selbst über ihre Wahnvorstellungen lachen und wenn sie dann irgendwannRentner sind einfach mal mitzählen, nach wieviel Monaten der Punkt "ich will mein eingezahltes Geld plus inflation wieder harausbekommen" abgearbeitet ist...

Und sie hatten Angst das nicht zu bekommen, so als ob sie hunderttausende von Euros da reingesteck hätten...

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@Leestiger

Oder mich freuen, dass ich ausgewandert bin und ein oder zwei Jahre früher in Rente gehen kann.

Kann beides passieren. Aber auf "so hat es schon immer funktioniert" verlasse ich mich nicht, weil die Randbedingungen nun ganz andere sind. Auch ein "wir schmeißen Geld aus Staatsschulden drauf" finde ich wenig überzeugend.

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@MrRayman

Viel Glück - heute schon ans auswandern zu denken ohne zu wissen was in Jahrzehnten ist..

Aber ich bin der, der sich auf "wird schon funktionieren" verlässt...

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68

wir haben jetzt 67 als Rentenalter, was aber erst in 10 Jahren gelten wird, (für Jahrgang 1964). Jedes Jahr steigt das um 2 Monate, ocj (1958) bekommen mit 66 Rente. Das Prinzip ist völlig richtig mit der steigenden Lebenserwartung auch das Renteneintrittsalter kontinuierlich zu erhöhen.

Wer krank ist, darf sowieso früher, aber alle Wahlversprechnungen auf frühere Rente sind unbezahlbar, bzw. den jungen schwer zumutbar.

Und wer 45 Jahre gearbeitet hat darf auch früher ohne Abzüge..

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55

Das kommt einfach drauf an.

Ich denke zum einen sollte man einen Beruf ergreifen dern man solange macht bis es eben nichtmehr geht. Das erfordert halt auch das man macht was man liebt und nicht das man macht was man denkt was gerade geschickt wäre.

Ich denke ausserdem das wenn man umbedingt ein Rentenalter festlegen wollen würde, das je nach Beruf unterschiedlich sein sollte. Es gibt einfach Berufe die sind für menschen psychisch oder physisch nicht ewig machbar, vorallem nicht mit 30/40/50Stunden wochen. Das Rentenalter müsste also wenn dann varriabel aufgebaut sein, abhängig vom Einzelfall.

Davon ab finde ich die Rente als Konzept danneben, vorallem weil das nicht planbar ist. Jetzt hat man etwa die Mindesrente beschlossen. Wenn ich in mehr als 30 Jahren mich im Rentenalter wiederfinde würde es mich schon sehr wundern wenn noch das gilt was heute erzählt wird.

65

Moin, moin,

ich halte nach ca 40 Jahren Lebensarbeitszeit (bei mir werden es 45 Jahre sein) völlig in Ordnung mit 65 in Rente gehen zu drüfen und dann davon noch ca. 20 Jahre leben zu können.

Die Meinung eines Users, "Kranke dürfen sowieso früher in Rente gehen" nicht richtig:

Man muss erwerbsunfähig sein, dazu muss man sich die Definition nach SGB VI ansehen und was das bedeutet.

Das Rentenproblem ist ein politisches Problem, welches die CDU, Grüne und vor allem die SPD kaputt gemacht haben.

Helmut Schmidt hat kurz vor seiner Vertrauensfrage den Herren der damaligen FDP auf deren Anfrage gesagt: Herr Schmidt, wir müssen was mit der Rentenversicherung machen, Schmidt: meine Herren, dass ist Ihr Ressort. machen sie Vorschläge.

Dabei ist es geblieben....

Beste Grüße Dickie59

55

Das Rentenalter sollte individuell angepasst werden.

Ich habe schon Menschen erlebt, die mit 55 Jahren bereits im Altenheim waren, im Rollstuhl saßen und auf Pflege angewiesen waren. Das ist traurig aber wahr. Nicht jeder kann bis 68 (derzeit der frühestmögliche Eintritt in die Rente) arbeiten.

Die jüngste Person, von der ich weiß, dass sie in einem Altenheim auf Pflege angewiesen war, war erst 41.

Es gibt viele kranke Menschen (z. B. Alkoholkranke) die über Jahre hinweg Drogen und Alkohol konsumieren, z. T. auf der Straße leben müssen, und dann schon mit 50 oder 60 so kaputt sind dass sie in ein Pflegeheim müssen.

Ich finde, jeder sollte die Möglichkeit haben, ab einem Alter von 18 Jahren (damit meine ich vor allem behinderte oder kranke Menschen) dauerhaft eine Art Mindestrente beziehen zu können. Es ist nämlich keine gute Lösung, solche Menschen zum Jobcenter zu schicken. Die wären dann lebenslang auf Hartz4 angewiesen und müssten irgendwelchen Auflagen nachgehen!

Außerdem finde ich dass es so etwas wie eine Teilzeitrente flexibel ab 40, 50 oder 55 geben sollte. Also da würden Menschen nur noch in Teilzeit arbeiten müssen, und würden lediglich die Hälfte ihrer Regelaltersrente bis zum richtigen Renteneintritt bekommen.

Die Rente ab 68 bringt vielen Menschen nichts mehr. Die Lebenserwartung für Männer, die 1970 geboren sind, beträgt nur 67 Jahre, für Frauen 73 Jahre.

Man redet immer, dass die Menschen immer älter werden... In meinem Umfeld sind alle eher zwischen 60-70 Jahren gestorben, einige sogar wesentlich früher. Nur meine Oma wurde über 85 Jahre alt.

Ich finde, wir können von Glück reden, dass es Arbeitslosengeld 2 gibt, welches nur noch um maximal 30% sanktioniert werden darf. So kann man sich wenigstens auf der sozialen Hängematte ausruhen und hat keinen Druck bezüglich der Rente!

Dir ist aber schon klar das Leute ide Berufsunfähig sind, etwa behinderte und Kranke, das die schon jetzt Sozialhilfe erhalten und auch nicht vom Amt mehr vermittel werden oder?

Das einzige Problem dabei ist die unmöglichkeit des Vermögensaufbaus (da du kein Geld bekommst wenn du zuviel hast) - du dürftest also nichtmal das sparrren was die dir geben, ab einem bestimmten Punkt würdest du nichtsmehr bekommen und müsstest erst wieder etwas ausgeben. Totaler unfug. Und das gilt auch für Leute die zusätzlich zur Sozialhilfe zumindestn och irgendwas arbeiten können und sich noch etwas dazuverdienen.

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@Eromzak

Also ich habe schon Erfahrung gemacht. Psychisch kranke oder behinderte Menschen, die nicht in der Lage waren eine Ausbildung oder einen Schulabschluss zu machen, bekommen vom Jobcenter teils strenge Auflagen. Die müssen dann im geschützten Bereich (Berufsbildungswerk) eine Ausbildung machen, oder in einer Behindertenwerkstatt arbeiten.

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@Eromzak

Ja dem stimme ich zu! Wer sich mit seinem paar Euros noch etwas angespart hätte wird dann kriminalisiert (verdacht auf Schwarzarbeit) oder bekommt im schlimmsten Fall keine Leistungen mehr oder müsste sogar welche zurückzahlen. Totaler Wahnsinn!! Der Teufel scheißt halt immer auf den größten Haufen, die die schon viel haben, bei den fragt keiner nach (ich sag nur mal Masken - Affäre) da gibts aber unzählige weitere Beispiele.

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