Was ist besser? Wurzelresektion oder Wurzelbahandlung?

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4 Antworten

'besser' oder 'weniger gut' gibt es in diesem Fall wohl eher nicht.

Wenn der Entzündungsherd keine Ruhe gibt, muss eine (Teil-)Wurzelspitzenresektion gemacht werden. Durch die Zyste und das Aufbohren ist der Nerv des Zahns wohl schon so weit geschädigt/entfernt, daß der Zahn 'tot' ist. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen bleibt soviel Nervengewebe erhalten, daß man einen Zahn durchblutet erhalten kann. Nur dann würde eine Wurzelbehandlung ohne Kappung ggf. Sinn machen, damit er nicht schwarz wird.

Für eine spätere Überkronung ist ein resektierter Zahn kein Problem (wird häufig sogar gemacht, damit später keine Probleme auftreten..); oder man lässt sich eine Halterung implantieren.

Ich habe aufgrund von div. Kieferentzündungen beides und mehrfach schon mitgemacht. Leider war die Erfahrung, nach Behandlung kommt dann doch irgendwann Resektion - oder 'dazwischen' noch div. Nachbehandlungen, Schmerzen etc....

Aber das solltest du tatsächlich mit einem Kieferorthopäden (wenn du dir unsicher bist, hole eine zweite Meinung auch von dort) vor anhand deiner aktuellen Diagnosen, Röntgenbilder usw. direkt entscheiden.

Bei mir haben diese netten Dinge übrigens auch mit 17 angefangen... ausgelöst durch einen kleinen Unfall, wobei 3 der Vorderzähne wurzelbehandelt und mit 19-22 dann resektiert und mit 25 bereits gezogen werden mussten. Hätte man gleich die Resektion gemacht (so sagte mir ein Chirurg) hätte mir das ggf. erspart werden können, aber mit Sicherheit konnte er es auch nicht (mehrI) sagen.

GLG und gute Besserung!

Hallo TheSweetLove,

dass eine Wurzelbehandlung wegen Erfolglosigkeit grundsätzlich abzulehnen ist, ist ja nun der größte Blödsinn, den ich seit langem gelesen habe. Ob eine Zyste vorhanden ist oder nicht, lässt sich an Hand eines Röntgenbildes problemlos feststellen. Ist eine Zyste oder ein Entzündungsherd vorhanden, sollte einer Wurzelspitzenresektion der Vorrang geben werden. Eine konventionelle Wurzelbehandlung ist in einem solchen Fall extrem langwierig und verspricht wenig Aussicht auf Erfolg. Aus diesem Grund werden die Kosten für ein derartiges Vorgehen von einer gesetzlichen Krankenkasse auch nicht übernommen werden.

Bei aller Kritikfreudigkeit meinerseits gegenüber meinen Kolleginnen und Kollegen muss ich sie an dieser Stelle einmal in Schutz nehmen. Die Behauptung, eine Zyste existiere oft nur auf dem Papier, um mehr abrechnen zu können, ist schlichtweg eine Unverschämtheit und zeugt von großer Unwissenheit.

Gruß Cubaner

Hi.

Wurzelspitzenresektion ist grundsätzlich abzulehnen weil es laut Praxislage einfach keinen Erfolg hat.

Die Zyste existiert oft nur auf dem Papier weil der Zahnarzt dann mehr bei der Krankenversicherung kassieren kann.

Hier kannst du viel über das Thema lesen.

http://www.zahnfilm.de/wurzel-behandlung

Grüße

Was bitte ist denn "laut Praxislage"??? Ich habe zahlreiche Patienten, denen mitels WST die Extraktion eines Zahnes erspart werden konnte.

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@ZES2000

wenn du Zahnarzt bist dann weißt du das den zahlreichen Patienten eine noch zahlreichere Anzahl gegenübersteht wo es außer Schmerzen und Kosten für die Allgemeinheit eben nix gebracht hat.

Nicht immer der Zahnerhalt zu jedem (Schmerz) Preis die beste Lösung für den Patienten wohl aber für den Zahnarzt.

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@Stirling

Falsch. Ich weiß, dass genau das Gegenteil der Fall ist und eine WSR eine Erfolgsquote von 70-80% hat.

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@ZES2000

Na dann..................

Es bringt ja eh nix mit einem Zahnarzt über siene Einnahmequelle zu diskutieren

Schau dir doch mal meinen Link an. Das sind fakten keine Einbildung

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@Stirling
  • Der Versuch den Diskussionspartner zu diskreditieren, weil man keine Argumente hat, ist ziemlich schwach. Das Klischee des reichen im Geld schwimmenden Zahnarztes ist sicherlich seit Ende der 70er, spätestens der 80er überholt und stimmt einfach nicht mehr. Im übrigen führe ich selbst keine WSR durch und verdiene somit kein Geld durch WSR.
  • Der angegebene Link beinhaltet keinerlei Fakten, sondern lediglich Einzellfallbeschreibungen und die Meinung eines Einzelnen. Keinerlei evidenzbasierte Fakten. Keine Forschung. Keine Studien. Nichts.
  • Selbst bei Wikipedia findet man zu Thema Erfolgsquoten bei WSR vernünftige Studien. Und zwar nicht zu knapp.

Grüße

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@ZES2000

Ich bleibe bei der Meinung das es besser ist auf eine WSR zu verzichten und gleich ein Implatat setzen zu lassen.

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@Stirling

Das ist leider nicht sehr weit gedacht und du widersprichst dir selbst. - Ein ZA verdient an Implantaten mehr als an WSR. Somit ist der letzte Kommentar bzgl "Einnahmequelle" hinfällig. - Bei Implantaten ist die Erfolgsquote - je nach Studie - bei 85–90 % und was ist mit Risikopatienten (Raucher, Diabetiker, etc.) - die Schmerzen sind vergleichbar und Kosten sowohl für Patienten, als auch "die Allgemeinheit" deutlich (!) geringer.

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@ZES2000

Ein Implantat richtig gemacht von einem Zahnarzt der es kann und nicht schief bohrt und wenn genug Knochensubstanz vorhanden ist hält bis zum Tod.

Es kostet erstmal mehr aber später rechnet es sich dann.

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@Stirling

Wenn du das wirklich glaubst, dann hast du von Zahnmedizin ja wirklich gar keine Ahnung. Es gibt nicht eine Studie, die das belegt. Nicht eine Fachgesellschaft, die das behaupten würde. Und nicht einen seriösen Zahnarzt, der das seinen Patienten erzählt. Weil es einfach nicht stimmt.

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@Stirling

Wurzelbehandelte Zähne geben immer wieder Gifte und faulen heimlich still und leise weiter. Früher wurden die entzündeten Zähne gezogen, deshalb gab es weniger Kranke Menschen.

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